Sohn des Andromenes
Thiele, Andreas: Tafel 237
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
ATALANTE
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† 321 v.u.Z. ermordet
oo ATTALOS
† wohl 317 v.u.Z.
Sohn des Andromenes
Attalos war ein makedonischer Edelmann aus
Tymphaia. Er wurde 323 v.u.Z. durch seinen mächtigen Schwager Perdikkas
1. Flottenadmiral, besetzte Tyros und sammelte 321 v.u.Z. nach dessen
Ermordung alle Anhänger seines Schwagers. Er scheiterte beim Versuch,
Rhodos zu erobern und wurde mit seinem Schwager Alketas 319 v.u.Z.
bei Kretopolis in Pisidien besiegt und inhaftiert. Er wurde wohl 317
v.u.Z. bei einem Fluchtversuch ermordet.
Bengtson Hermann: Seite 17,31
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"Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen."
Die makedonische Pezhetairen wagten nach dem Tode Alexanders
des Großen einen offenen Aufstand; sie wandten sich gegen
die Hetairenreiterei und zwangen sie mit Gewalt, die Stadt Babylon zu verlassen.
Angeblich soll es auch einen Mordanschlag auf Perdikkas gegeben
haben; sein Urheber sei ein Mann namens Attalos gewesen, doch überstand
Perdikkas
mit Geistesgegenwart die prekäre Situation.
Mit Perdikkas gingen einige seiner engeren Freunde
zugrunde, und mit ihnen seine Schwester Atalante, die Gattin
des Generals Attalos. Dieser hatte das Kommando über die Flotte
bei ihrem Einsatz in Ägypten geführt.
Droysen Johann Gustav: Band I Seite 274,298,377/Band
II Seite 77,91,93,104,116,167
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"Geschichte des Hellenismus."
Die Söhne des Tymphaiers Andromenes
waren dem Philotas sehr befreundet gewesen, und Polemon,
der jüngste der Brüder, der in einer Ile der Ritterschaft stand,
hatte sich, sobald er von der Gefangennahme seines Hipparchen Philotas
gehört, in blinder Angst auf die Flucht begeben; seine und seiner
Brüder Teilnahme an der Verschwörung erschien um so glaublicher.
Amyntas,
Simmias, Attalos, alle drei Strategen der Phalangiten,
wurden vorgeführt, namentlich gegen Amyntas
mehrfache Beschuldigungen
geltend gemacht. Dieser verteidigte sich und seine Brüder dergestalt,
dass die Makedonen ihn aller Schuld freisprachen.
Der König teilte 328 sein Heer so, dass Meleagros,
Polyperchon,
Attalos, Gorgias mit ihren Phalangen in Baktrien zurückblieben,
das Land in Obhut zu halten, während das übrige Heer in das sogdische
Land einrückte.
Ungefähr der dritte Teil des Fußvolkes stand
unter Krateros zum Marsch nach Arachosien hinauf bereit; er hatte
die Phalangen des Attalos, Antigenes, Meleagros, einen
Teil der Bogenschützen, sämtliche Elefanten, dazu die Hetairen
zu Fuß und zu Roß, die, zum Dienst nicht mehr tauglich, in
die Heimat ziehen sollten.
Perdikkas hatte die Übermacht altgedienter
Truppen, die Elefanten Alexanders;
die Flotte unter seines Schwagers Attalos Führung war den Nilmündungen
nahe.
Wieder wurde das Heer zur Versammlung berufen, über
Eumenes
und die anderen abwesenden Strategen des Perdikkas zu richten; sie
wurden, 15 an der Zahl, zum Tode verdammt, unter ihnen der
Bruder des
Reichsverwesers, Alketas; seine Schwester Atalante, des
Admirals Attalos Gemahlin, die sich im Lager befand, wurde sofort
hingerichtet.
Unter den Perdikkanern war vor allem Attalos,
dessen
Gemahlin Atalante, des Perdikkas Schwester, gleich nach der
Niederlage des Bruders in dessen Lager hingerichtet worden war. Auf diese
Nachricht war Attalos, der mit der Flotte vor Pelusion lag, schleunigst
in See gegangen; er landete in Tyros, der Makedone Archelaos, der
Phurarch dort, übergab ihm die Stadt und den Schatz von 800 Talenten,
den Perdikkas selbst niedergelegt hatte. Was sich von den Anhängern
des Perdikkas aus dem Lager in Ägypten geflüchtet und
nach allen Richtungen hin zerstreut hatte, sammelte sich um ihn, bald belief
sich seine Streitmacht auf 10.000 Mann Fußvolk und 800 Reiter. Mit
diesen wandte er sich nach den südlichen Landschaften Kleinasiens.
Jetzt da Einigkeit am notwendigsten gewesen wäre, zeigte sich weder
Attalos noch Alketas geneigt, sich dem Kardianer Eumenes,
gegen den sie schon zu Perdikkas‘ Lebzeiten ihre Eifersucht nicht
verhehlt hatten, zu fügen. Attalos wandte sich mit seiner Flotte
nach dem karischen Lande, sich der Küste von Knidos bis Kaunos und
womöglich der Insel Rhodos zu bemächtigen. Aber die Rhodier ließen
eine Flotte unter Befehl des Demaratos in See gehen; in einer Seeschlacht
wurde Attalos geschlagen, seine Schiffe, sein Heer zerstreute sich,
er ging mit den Resten seiner Macht landeinwärts. Dies mochte im Herbst
321 sein.
Im Jahre 321 weigerten sich Attalos und Alketas
erneut, unter dem Befehl des Eumenes zu kämpfen.
Antigonos hatte,
als er noch in Kappadikien in den Winterquartieren stand, Nachrichten von
den Bewegungen des Alketas und Attalos erhalten, welche ihn
bewogen, schnell aufzubrechen. Beim ersten Angriff wankten die Phalangen
des Alketas; umsonst versuchte Attalos, Polemon, Dokimos
das Gefecht zu halten; bald war die Flucht allgemein, sie selbst und viele
Hauptleute wurden gefangen.
Andere Gesandtschaften gingen nach Asien an die Satrapen
und Strategen: Antipatros sei tot, und nicht Kassandros,
sondern Polyperchon zum Reichsverweser ernannt, der mit Polemon
und Attalos verwandt sei, und man könne voraussehen, dass die
kaum bewältigte perdikkanische Partei noch einmal ihr Haupt erheben
werde.
Fast wäre ihm jetzt von Kleinasien aus eine gefährliche
Diversion gemacht worden; die im Jahre 320 überwältigten Perdikkaner
Attalos, Polemon, Dokimos, Philotas, Antipatros
und wenige andere, welche in einem Felsenschlosse Phrygiens in Verhaft
gehalten wurden, hatten Gelegenheit gefunden, sich ihrer Bande zu befreien,
sich des Schlosses zu bemächtigen, Truppen an sich zu ziehen; sie
dachten schon daran, sich hinauszumachen, ihre alten Anhänger unter
die Waffen zu rufen, sich nach Susiana durchzuschlagen; zu schnell wurden
sie von den Besatzungen der nächsten Umgebung umzingelt; es gelang
Dokimos
während der Unterhandlungen, die er mit Antigonos‘Gemahlin
Stratonike angeknüpft, zu entkommen,
doch wurde er bald eingebracht; die übrigen auf der Burg wehrten sich
gegen die Übermacht der Belagernden auf das tapferste, erlagen jedoch
nach viermonatiger Belagerung.
oo Atalante, Tochter des Orontes
um 365 v.u.Z. †
321 v.u.Z. hingerichtet
Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger
Alexanders des Großen. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung
München 1987 Seite 17,31 - Droysen Johann Gustav: Geschichte
des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band I Seite 274,298,377/Band II Seite
77,91,93,104,116,167 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 237 -