Sohn des Attalos, der ein Cousin von Eumenes
I. und der Antiochis,
Tochter vom SELEUKIDEN-Prinzen
Achaios
der Ältere war; Großneffe des Dynasten Philhetairos
von Pergamon
Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 78
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Attalos I.
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* 269 v. Chr.
Sohn des Attalos
Attalos I. folgte
241 v. Chr. seinem Cousin Eumenes I.
in der Herrschaft über Pergamon. Er verweigerte den bisher gezahlten
Tribut an die Galater und erhielt wegen seines Sieges über sie den
Titelsoter
- Retter. Er ließ in Pergamon ein Siegerdenkmal mit dem
berühmten "sterbenden Gallier" errichten.
Attalos
I. betrieb gegen Antiochos Hierax
eine äußerst geschickte Politik, und es gelang ihm, 229-222
v. Chr. fast ganz Kleinasien zu kontrollieren. In Griechenland unterstützte
er die Feinde des Philipp V. und kämpfte
an der Seite Ätoliens (211-207 v. Chr.) und Rhodos' (seit 201 v. Chr.).
201 v. Chr. forderte er Rom auf, in der hellenistischen Welt zu intervenieren
und gegen Philipp V. vorzugehen. Sowohl
als Politiker als auch als Soldat war Attalos
I. seinen Gegenspielern übberlegen. Zu seiner Zeit stieg
Pergamon zu einem der führenden hellenistischen Staaten auf, wurde
aber bald völlig von Rom abhängig. Als Förderer von Kunst
und Wissenschaft unterstützte er viele griechische Städte
- vor allem Athen. Attalos I. starb
197
v. Chr.
Nachfolger Eumenes I.
Bemächtigte sich durch Besiegung der Kelten (daraufhin Annahme des Königstitels) und Einmischung in seleukidische Dynastiekämpfe Kleinasens bis zum Taurus, konnte es jedoch nicht behaupten. Als Bundesgenosse der Ätoler und Römer gegen Makedonien (seit 212) gewann er Ägina und faßte dadurch in Griechenland Fuß. Nach Kämpfen gegen Bithynien (bis 205) erbat er 201 gegen Philipps V. Expansion in Kleinasien Hilfe von den Römern und löste dadurch den 2. Makedonnischen Krieg aus, in dem er als treuer Bundesgenosse der römischen Politik Anhänger inn Griechenland gewann.
Literatur: Mac Shane, R. B.: The foreign politicy
of the Attalids of Pergamon. Urbana (III) 1964. - Hansen, E.V.: The Attalids
of Pergamon. Ithaca (N. Y.) ²1971.
Er übernahm nach dem Sieg über die Galater als
erster die Königswürde von Pergamon und löste damit
dieses Gebiet vom SELEUKIDEN-Reich.
Er verbündete sich als einer der ersten hellenistischen Herrscher
mit den Römern, vor allem gegen den Makedonen-König Philippos
V., und begründete damit eine traditionelle pergamenische
Außenpolitik.
ATTALOS I. "SOTER"
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* um 269 v.u.Z. 197 v.u.Z.
Attalos I. Soter folgte
241 v.u.Z. seinem Onkel Eumenes I. als
König
von Pergamon. Er schüttelte die formale Hoheit der Galater ab,
gewann letztlich den größten Teil des alten Lydiens während
der seleukidischen Bürgerkriege
und nahm den Königstitel an. Er wurde Mitglied des römisch-aitolischen
Bundes gegen Makedonien, führte damit die entscheidende Wende der
Politik Pergamons herbei, erreichte 201 v.u.Z. den Krieg Roms gegen Makedonien
und schuf den Großstaat Pergamon. Attalos
I. Soter war ein bedeutender
Förderer von Kunst und Wissenschaften.
222 v.u.Z.
oo Appolonia aus Kyzikos
um 240 v.u.Z.
um 160 v.u.Z.
Kinder:
Eumenes II.
221 v.u.Z. 159 v.u.Z.
Attalos II.
220 v.u.Z. 138 v.u.Z.
Philhetairos
um 215 v.u.Z. ca. 170 v.u.Z.
Athenaios
um 210 v.u.Z. nach 159 v.u.Z.
Literatur:
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Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 189, 195,200,222,223,224,225,237,243
- Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag
1998 Band III Seite 178,258,265,302,307,310,344,376,379,380,388,395,407,412
- Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München
1986 Seite 175,176,177,180 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der
Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer
Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 159,204,350 - Grant,
Michael: Von Alexander bis Kleopatra. Die hellenistische Welt. Gondrom
Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984 Seite 23,80,116,201,202,217,290
- Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen
um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite
220,227,259,339 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz
Verlag Wiesbaden 1993 Seite 12,33,98,119,212,238,285,334,344,386,422,434,542,596,601,714,720,824
- Kreißig Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag
Berlin 1982 Seite 165,168-170 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 249 -