Arsinoe I.                                       Königin von Ägypten
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um 310 v.u.Z. 247 v.u.Z.
 

Tochter des Diadochen Lysimachos von Thrakien aus seiner 1. Ehe mit der Nikaia, Tochter vom Reichsverweser Antipatros I.
 

Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 68
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Arsinoe I.
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Tochter des Lysimachosund der Nikaia und Frau des Ptolemaios II. Ihre Kinder waren Ptolemaios III. und Berenike, die Frau des Antiochos II. Wegen der Verschwörung gegen ihren Mann wurde sie 279 v. Chr. nach Koptos verbannt.



Lexikon Alte Kulturen: Band I Seite 198
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Arsinoe I., ptolemäische Königin
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Tochter des Lysimachos von Thrakien

1. Frau Ptolemaios II. (wohl seit 285 v. Chr.), der sie wegen seiner Schwester und späteren Frau Arsinoe II. um 278 v. Chr. verdrängte; Mutter von Ptolemaios III., Lysimachos und der seleukidischen Königin Berenike.



Thiele, Andreas: Tafel 238
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ARSINOE I.
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    †

  oo 285 v.u.Z. -278 v.u.Z.
       PTOLEMÄUS II., König von Ägypten
       * 308 v.u.Z. 246 v.u.Z.

(siehe Ptolemäer I)



Thiele, Andreas: Tafel 246
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

PTOLEMÄUS II. "PHILADELPHOS"
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* 308 v.u.Z.246 v.u.Z.

  oo um 285 v.u.Z.
       ARSINOE VON THRAKIEN
             † nach 278 v.u.Z.

Tochter des Königs Lysimachos

Arsinoe I. wurde 278 v.u.Z. durch die Intrigen ihrer Stiefmutter Arsinoe II. (Vorwurf der Verschwörung) geschieden und nach Koptos verbannt.



Arsinoe I. wurde 278 v.u.Z. auf Befehl ihres Gatten in den Süden Ägyptens nach Koptos verbannt, damit er seine Schwester Arsinoe II. heiraten konnte.

Bengtson Hermann: Seite 113,116,141
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"Herrschergestalten des Hellenismus."

Arsinoe I. entstammte wie ihr Bruder Agathokles aus der 1. Ehe des Lysimachos.
Als Arsinoe II. an den Hof ihres Bruders gerufen wurde, hatte sie vor allem in der Königin Arsinoe I. eine Rivalin, deren Existenz ihr höchst unbequem war. Aber Ptolemaios II. war Wachs in ihrer Hand, rasch hatte Arsinoe II. ihn völlig für sich gewonnen. Sie konnte ihn dazu bestimmen, seine Gemahlin Arsinoe I. in die Verbannung zu treiben. Man hatte Arsinoe I. beschuldigt, ein Komplott gegen das Leben des Königs angezettelt zu haben. Die Mitwisser, ein Mann namens Amyntas und der rhodische Arzt Chrysippos, wurden sogar mit dem Tode bestraft, die Königin aber nach dem Süden Ägyptens verbannt, wahrscheinlich nach dem öden Koptos, das fernab von aller Zivilisation in Ober-Ägypten gelegen war. Das war ein bitteres Los für die Königin, das sie zweifellos nicht verdient hatte. Sie hatte dem König drei Kinder geschenkt, den späteren Thronfolger Ptolemaios III., Lysimachos und Berenike, die den SELEUKIDEN Antiochos II. geheiratet hatte. Die Ehe hatte wahrscheinlich nur drei Jahre oder etwas länger gedauert. Wenn die Verbannung der Arsinoe I. ins Jahr 278 v.u.Z. fällt - was nicht ganz gesichert, aber wahrscheinlich ist - so wäre sie vielleicht noch vor dem Ende ihres Vaters Lysimachos dem Ptolemaios II. in die Ehe gegeben worden.

Hölbl Günther: Seite 26,32,33,45
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"Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung."

Lysimachos verheiratete seine eigene Tochter aus 1. Ehe, Arsinoe, mit Ptolemaios II. entweder noch zu Lebzeiten Ptolemaios' I. oder nach dessen Tod; im ptolemäischen Königshaus wird diese Frau als Arsinoe I. gezählt. Arsinoe brachte Ptolemaios III., einen Lysimachos und eine Berenike zur Welt. Vermutlich war auch ein weiterer Ptolemaios, bekannt als der "Sohn" und offizieller Mitregent der Jahre 267 v.u.Z.-259 v.u.Z., ihr Sohn, das heißt wohl der älteste des Königspaares. Im Jahre 279 v.u.Z. kehrte Arsinoe II. zu ihrem Bruder Ptolemaios II. nach Ägypten zurück. Hier betrieb sie ihr altgewohntes Intrigenspiel gegen die jetzt zu ihrer Rivalin gewordenen Arsinoe I. mit dem Ziel, zum dritten Mal Königin zu werden. Arsinoe I. wurde bald darauf nach Koptos verbannt, und es heirateten die beiden Vollgeschwister Arsinoe II.und Ptolemaios II. Philadelphos.

Droysen Johann Gustav: Band II Seite 418/Band III Seite 171
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"Geschichte des Hellenismus."

Seitens des alexandrinischen Hofes wurde, damit nicht durch Keraunos Einfluß das freundschaftliche Vernehmen mit Thrakien gestört werde, eine Verbindung des jungen Königs Ptolemaios mit Arsinoe, der Tochter des Königs Lysimachos und der makedonischen Nikaia, unterhandelt.
PhiladelphosGemahlin war Arsinoe, die Tochter des Lysimachos; auch, so entdeckte er, trachtete sie ihm nach dem Leben. Amyntas und der rhodische Arzt Chrysippos, ihre Mitverschworenen, wurden hingerichtet, sie selbst nach Koptos verwiesen. Es ist nicht mehr zu erkennen, ob diese mit den früheren Intrigen zusammenhing, ob vielleicht Amyntas der ungenannte Bruder des Königs war, der in Kypros einen Aufstand versuchte. Höchst merkwürdig ist nun, dass sich demnächst der König mit seiner Schwester Arsinoe vermählte.

Bengtson Hermann: Seite 134
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"Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen."

Die Verbindung des thrakischen Königs mit dem PTOLEMÄER-Hause wurde noch dadurch gefestigt, dass Ptolemaios II., später Philadelphos genannt, die Tochter des Lysimachos und der Nikaia mit Namen Arsinoe I.geheiratet hatte. Dies mag ungefähr dem Jahr 285 (nach K. Beloch) zuzurechnen sein, auf keinen Fall sehr viel später.
 
 
 
 

 282 v.u.Z.
  oo 1. Ptolemaios II. Philadelphos
           308 v.u.Z. 246 v.u.Z.
 
 
 
 

Kinder:

  Ptolemaios Mitregent 267 v.u.Z.-259 v.u.Z.
   vor 280 v.u.Z. 259 v.u.Z.

  Ptolemaios III. Euergetes
  um 280 v.u.Z. 222/21 v.u.Z.

  Lysimachos
  um 279 v.u.Z. 221 v.u.Z. ermordet

  Berenike II.
  um 278 v.u.Z. 246 v.u.Z.

 253 v.u.Z.
  oo 2. Antiochos II. Theos Seleukiden-König
         292 v.u.Z. 246 v.u.Z.
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 76,134,204 - Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 113,116,141- Brambach Joachim: Kleopatra. Herrscherin und Geliebte. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 24 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 418 Band III Seite 171 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 140 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite 171 - Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1994 Seite 26,32,33,45 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 238,246 -