Tochter des Diadochen Lysimachos
von Thrakien aus seiner 1. Ehe mit der Nikaia,
Tochter vom Reichsverweser Antipatros
I.
Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 68
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Arsinoe I.
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Tochter des Lysimachosund
der Nikaia und Frau des Ptolemaios
II. Ihre Kinder waren Ptolemaios
III. und
Berenike, die Frau
des Antiochos II. Wegen der Verschwörung
gegen ihren Mann wurde sie 279 v. Chr. nach Koptos verbannt.
Tochter des Lysimachos von Thrakien
1. Frau Ptolemaios‘
II. (wohl seit 285 v. Chr.), der sie wegen seiner Schwester
und späteren Frau Arsinoe II.
um 278 v. Chr. verdrängte; Mutter von Ptolemaios
III., Lysimachos und der
seleukidischen
Königin Berenike.
ARSINOE I.
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†
oo 285 v.u.Z. -278 v.u.Z.
PTOLEMÄUS
II., König von Ägypten
* 308 v.u.Z. †
246 v.u.Z.
(siehe Ptolemäer I)
PTOLEMÄUS II. "PHILADELPHOS"
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* 308 v.u.Z. † 246 v.u.Z.
oo um 285 v.u.Z.
ARSINOE VON THRAKIEN
† nach 278 v.u.Z.
Tochter des Königs Lysimachos
Arsinoe I. wurde 278
v.u.Z. durch die Intrigen ihrer Stiefmutter Arsinoe
II. (Vorwurf der Verschwörung) geschieden und nach Koptos
verbannt.
Bengtson Hermann: Seite 113,116,141
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"Herrschergestalten des Hellenismus."
Arsinoe I. entstammte
wie ihr Bruder Agathokles aus der 1.
Ehe des Lysimachos.
Als Arsinoe II. an
den Hof ihres Bruders gerufen wurde, hatte sie vor allem in der Königin
Arsinoe
I. eine Rivalin, deren Existenz ihr höchst unbequem war.
Aber Ptolemaios II. war Wachs in ihrer
Hand, rasch hatte Arsinoe II. ihn völlig
für sich gewonnen. Sie konnte ihn dazu bestimmen, seine Gemahlin
Arsinoe
I. in die Verbannung zu treiben. Man hatte Arsinoe
I. beschuldigt, ein Komplott gegen das Leben des Königs
angezettelt zu haben. Die Mitwisser, ein Mann namens Amyntas und
der rhodische Arzt Chrysippos, wurden sogar mit dem Tode bestraft,
die Königin aber nach dem Süden Ägyptens verbannt, wahrscheinlich
nach dem öden Koptos, das fernab von aller Zivilisation in Ober-Ägypten
gelegen war. Das war ein bitteres Los für die Königin, das sie
zweifellos nicht verdient hatte. Sie hatte dem König drei Kinder
geschenkt, den späteren Thronfolger Ptolemaios
III., Lysimachos und Berenike,
die den SELEUKIDEN Antiochos II. geheiratet
hatte. Die Ehe hatte wahrscheinlich nur drei Jahre oder etwas länger
gedauert. Wenn die Verbannung der
Arsinoe I. ins
Jahr 278 v.u.Z. fällt - was nicht ganz gesichert, aber wahrscheinlich
ist - so wäre sie vielleicht noch vor dem Ende ihres Vaters Lysimachos
dem Ptolemaios II. in die Ehe gegeben
worden.
Hölbl Günther: Seite 26,32,33,45
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"Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie
und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen
Eroberung."
Lysimachos verheiratete seine eigene Tochter aus 1. Ehe, Arsinoe, mit Ptolemaios II. entweder noch zu Lebzeiten Ptolemaios' I. oder nach dessen Tod; im ptolemäischen Königshaus wird diese Frau als Arsinoe I. gezählt. Arsinoe brachte Ptolemaios III., einen Lysimachos und eine Berenike zur Welt. Vermutlich war auch ein weiterer Ptolemaios, bekannt als der "Sohn" und offizieller Mitregent der Jahre 267 v.u.Z.-259 v.u.Z., ihr Sohn, das heißt wohl der älteste des Königspaares. Im Jahre 279 v.u.Z. kehrte Arsinoe II. zu ihrem Bruder Ptolemaios II. nach Ägypten zurück. Hier betrieb sie ihr altgewohntes Intrigenspiel gegen die jetzt zu ihrer Rivalin gewordenen Arsinoe I. mit dem Ziel, zum dritten Mal Königin zu werden. Arsinoe I. wurde bald darauf nach Koptos verbannt, und es heirateten die beiden Vollgeschwister Arsinoe II.und Ptolemaios II. Philadelphos.
Droysen Johann Gustav: Band II Seite 418/Band III
Seite 171
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"Geschichte des Hellenismus."
Seitens des alexandrinischen Hofes wurde, damit nicht
durch Keraunos‘ Einfluß das freundschaftliche
Vernehmen mit Thrakien gestört werde, eine Verbindung des jungen
Königs Ptolemaios mit Arsinoe,
der Tochter des Königs Lysimachos
und der makedonischen Nikaia, unterhandelt.
Philadelphos‘ Gemahlin
war
Arsinoe,
die Tochter des
Lysimachos; auch, so
entdeckte er, trachtete sie ihm nach dem Leben. Amyntas und der
rhodische
Arzt Chrysippos, ihre Mitverschworenen, wurden hingerichtet, sie selbst
nach Koptos verwiesen. Es ist nicht mehr zu erkennen, ob diese mit den
früheren Intrigen zusammenhing, ob vielleicht Amyntas der ungenannte
Bruder des Königs war, der in Kypros einen Aufstand versuchte.
Höchst merkwürdig ist nun, dass sich demnächst der König
mit seiner Schwester Arsinoe vermählte.
Bengtson Hermann: Seite 134
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"Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen."
Die Verbindung des thrakischen Königs mit dem PTOLEMÄER-Hause
wurde noch dadurch gefestigt, dass Ptolemaios
II., später Philadelphos
genannt, die Tochter des Lysimachos
und der Nikaia mit Namen Arsinoe I.geheiratet
hatte. Dies mag ungefähr dem Jahr 285 (nach K. Beloch) zuzurechnen
sein, auf keinen Fall sehr viel später.
282 v.u.Z.
oo 1. Ptolemaios II. Philadelphos
308 v.u.Z. †
246 v.u.Z.
Kinder:
Ptolemaios Mitregent 267 v.u.Z.-259 v.u.Z.
vor 280 v.u.Z. † 259 v.u.Z.
Ptolemaios III. Euergetes
um 280 v.u.Z. † 222/21 v.u.Z.
Lysimachos
um 279 v.u.Z. † 221 v.u.Z. ermordet
Berenike II.
um 278 v.u.Z. † 246 v.u.Z.
253 v.u.Z.
oo 2. Antiochos II. Theos Seleukiden-König
292
v.u.Z. † 246 v.u.Z.
Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger
Alexanders des Großen. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung
München 1987 Seite 76,134,204 - Bengtson Hermann: Herrschergestalten
des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 113,116,141-
Brambach
Joachim: Kleopatra. Herrscherin und Geliebte. Eugen Diederichs Verlag München
1995 Seite 24 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus.
Primus Verlag 1998 Band II Seite 418 Band III Seite 171 - FISCHER
WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt
im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite
140 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen
um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite
171 - Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches.
Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen
bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt
1994 Seite 26,32,33,45 -
Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 238,246 -