Sohn des N.N.
Droysen Johann Gustav: Band II Seite 5,8,66,82,83,88,129,146,205,328,
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"Geschichte des Hellenismus."
Arrian, de reb. Succ. I 2 nennt als anwesend Perdikkas,
Leonnatos, Ptolemaios, Lysimachos,
Peithon, Aristonus. Er läßt Peukestas aus,
der nach den Ephemeriden in diesen Tagen in Babylon war; mit Recht, wenn
Peukestas mit der Übernahme der Satrapie Persis aufhörte,
Somatophylax zu sein, wie Balakros, als er 333 Satrap
von Kilikien, Menes, als er 331 Hyparch der syrischen
Küstenlande wurde (Arrian II 12,2; Ii 16,9). Vielleicht war statt
Peukestas Arrhidaios (Arrhabaios) zum Leibwächter bestellt
oder bestimmt.
Nach einem Aufstand des makedonischen Fußvolkes
wurde Arrhidaios mit der Überführung der königlichen
Leiche nach dem Tempel des Ammon betraut.
Bei dem großen Ausgleich in Babylon im Sommer 323
war bestimmt worden, dass die Leiche Alexanders
in feierlichem Trauerzuge nach dem Tempel des Ammon gebracht, dass Arrhidaios
mit der Ausrüstung und Führung des Zuges betraut sein sollte.
Mit dem Ende des Jahres 322 waren sämtliche Zurüstungen fertig,
der riesige Wagen, der den königlichen Sarg aufzunehmen bestimmt war,
mit unvergleichlicher Pracht erbaut. Ohne einen Befehl des Reichsverwesers
zu erwarten, brach Arrhidaios von Babylon auf. Mochte Ptolemaios
diesen Glauben teilen oder ihn zu seinem Vorteil zu benutzen wünschen,
- es waren wohl noch andere Motive, die ihn veranlaßt haben, mit
Arrhidaios in Einverständnis zu treten und ihn zu bestimmen,
dass er ohne Befehl des Reichsverwesers aufbrach; er mocht sich von Perdikkas
versehen, dass er, um den Zug desto feierlicher zu machen, die Leiche mit
dem Reichsheer geleite. Arrhidaios führte, wie mit Ptolemaios
verabredet war, den Trauerzug nach Damaskos; vergebens trat ihm des Perdikkas
Feldherr Polemon entgegen; er vermochte nicht, den gemessenen Befehlen
des Reichsverwesers Geltung zu verschaffen.
Dass Arrhidaios eigenmächtig aufgebrochen,
dass der LAGIDE ihm bis Syrien entgegen
gezogen war, dass beide, den ausdrücklichen Weisungen an den Strategen
Polemon zuwider, des weiteren gehandelt hatten, waren Akte offenbarer
Auflehnung.
Es war Peithon, der medische Stratege,
der den ersten entscheidenden Schritt gegen Perdikkas getan und
in das ägyptische Lager übergetreten war, und Arrhidaios,
der trotz Perdikkas Befehl die Königsleiche nach Ägypten
geführt hatte. Mit lautem Zuruf wurden beide zu unumschränkten
Reichsverwesern ernannt.
Die Intrigen der jungen Königin Eurydike
machten dem Reichsverweser so viel zu schaffen, dass er sich endlich, in
Triparadeisos angelangt, genötigt sah, vor einer Versammlung der Makedonen
seine Würde niederzulegen. Es scheint, dass Arrhidaios, da
die Bestimmungen der Geschäfte nun wesentlich geändert waren,
gleichfalls aus dem Amte trat.
Bei der Teilung von Triparadeisos wurde Phrygien am
Hellespont dem gewesenen Reichsverweser Arrhidaios bestimmt.
Nur Arrhidaios von Phrygien am Hellespont wurde
nach Antipatros‘ Tod für die Entwicklung der allgemeinen Verhältnisse
von Wichtigkeit. Er erkannte die Gefahr, die ihm seitens des Strategen
drohte; diesem mußte seine Satrapie, welche ihm den Übergang
nach Europa öffnete, vor allem wichtig sein. Arrhidaios war
nichts weniger als geeignet, sich in seinem rechtmäßigen Besitz
beeinträchtigen zu lassen, und mochte er auch, der selbst einmal Reichsverweser
gewesen war, nicht eben mit der Ernennung des Polyperchon zufrieden
sein. Er glaubte sich stark genug, sich zu behaupten; er hatte über
10.000 Söldner Schwerbewaffnete, 1.000 Makedonen, 500 persische Bogenschützen
und Schleuderer, 800 Reiter, bedeutende Vorräte von Katapulten, Ballisten,
alles zum Feld- und Belagerungskrieg Erforderliche in großer Menge.
Als Arrhidaios die vom Reich in ihrer Freiheit anerkannte Stadt
Kyzikos angriff, kam dies dem Strategen Antigonos
sehr gelegen. Mit 20.000 Mann Fußvolk und 3.000 Reitern brach er
schleunig nach Phrygien auf.
Literatur:
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Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus.
Primus Verlag 1998 Band II Seite 5,8,66,82,83, 88,129,146,205,328 -