Illegitimer Sohn des Königs Eumenes
II. von Pergamon aus dem Hause
der ATTALIDEN
Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 65
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Aristonikos
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Unehelicher Sohn des Eumenes II., Königs von Pergamon
Als Attalos III., nach seinem Tod 133 v Chr. sein Reich vermachte, organisierte Aristonikos gegen die neuen Herren einen Volksaufsand. Sein revolutionäres Sozialprogramm wandte sich an die untersten Schichten - an die „Habenichtse“, die Eingeborenen und Sklaven gegen die Wohlhabenden der Städte. Der neue Staat sollte Heliopolis („Sonnenstadt“) heißen. Nach anfänglichen Erfolgen gegen die Römer wurde er geschlagen und hingerichtet.
Literatur:
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Hansen, Attalids, 142 ff.
Unehelicher Sohn Attalos‘ II. von Pergamon
Erhob nach dem Tod seines Halbbruders Attalos‘ III. (133 v. Chr.), der das Pergamenische Reich testamentarisch den Römern übertragen hatte, Herrschaftsansprüche. In den nach Attalos‘ III. Tod wieder autonomen Städten abgewiesen, führte er, unterstützt von Skalven und der armen Landbevölkerung, einen Freiheitskrieg mit deutlich sozilen Zügen (Ziel der Gründung eines Staates Heliopolis mit Gleichberechtigung aller Einwohner). Erst 130 gelang es den Römern nach wechselvollen Kämpfen, Aristonikos zu schlagen und ihn alsn Gefangenen nach Rom zu bringen, wo er getötet wurde.
Literatur:
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Vavrinek, V.: La revolte d’Aristonicos, Prag 1957 - Hansen,
E. V.: The Attalids of Pergamon. Ithaca (N. Y.) 1971 -
Vermutlich unehelicher Sohn des pergamenischen Königs Eumenes II.
Führer des Aufstandes im Pergamenischen Reich
133-129 v.u.Z. Aristonikos stellte
nach der testamentarischen Übertragung der Macht in Pergamon an Rom
durch Attalos III. 133 Ansprüche
auf den verwaisten Thron. Da er in Pergamon keinen Anhang fand,
stützte er sich zunächst auf die Küstenstädte Leukai
und Phokaia, mußte sich aber nach einer Niederlage gegen die Ephesier
ins Inland zurückziehen. Hier rief er die unzufriedene abhängige
Landbevölkerung und Skalven, denen er die Freiheit und allgemeine
Gleichheit in einem „Sonnenstaat“ versprach, zum Kampf für seine Thronfolge
auf. Mit ihnen konnte er Thyateira, Kolophon und einige andere Städte
erobern und plündern. Für die gewonnen Reichtümer warb er
thrakische Söldner an, mit denen er 131 ein römisches Heer besiegen
konnte. Einem zweiten römischen Heer, das durch Truppen der Könige
von Bithynien, Kappadokien, Pontos und Pamphylien verstärkt war, unterlag
er 130. Er wurde nach Rom gebracht und dort hingerichtet.