Aristonikos
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    129 v.u.Z. ermordet
       Rom
 

Illegitimer Sohn des Königs Eumenes II. von Pergamon aus dem Hause der ATTALIDEN
 

Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 65
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Aristonikos
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Unehelicher Sohn des Eumenes II., Königs von Pergamon

Als Attalos III., nach seinem Tod 133 v Chr. sein Reich vermachte, organisierte Aristonikos gegen die neuen Herren einen Volksaufsand. Sein revolutionäres Sozialprogramm wandte sich an die untersten Schichten - an die „Habenichtse“, die Eingeborenen und Sklaven gegen die Wohlhabenden der Städte. Der neue Staat sollte Heliopolis („Sonnenstadt“) heißen. Nach anfänglichen Erfolgen gegen die Römer wurde er geschlagen und hingerichtet.

Literatur:
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Hansen, Attalids, 142 ff.



Lexikon Alte Kulturen: Band I Seite 184
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Aristonikos
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    129 v. Chr.
       Rom

Unehelicher Sohn Attalos‘ II. von Pergamon

Erhob nach dem Tod seines Halbbruders Attalos III. (133 v. Chr.), der das Pergamenische Reich testamentarisch den Römern übertragen hatte, Herrschaftsansprüche. In den nach Attalos III. Tod wieder autonomen Städten abgewiesen, führte er, unterstützt von Skalven und der armen Landbevölkerung, einen Freiheitskrieg mit deutlich sozilen Zügen (Ziel der Gründung eines Staates Heliopolis mit Gleichberechtigung aller Einwohner). Erst 130 gelang es den Römern nach wechselvollen Kämpfen, Aristonikos zu schlagen und ihn alsn Gefangenen nach Rom zu bringen, wo er getötet wurde.

Literatur:
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Vavrinek, V.: La revolte d’Aristonicos, Prag 1957 - Hansen, E. V.: The Attalids of Pergamon. Ithaca (N. Y.) 1971 -



Lexikon früher Kulturen: Band I Seite 78
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Aristonikos
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Vermutlich unehelicher Sohn des pergamenischen Königs Eumenes II.

Führer des Aufstandes im Pergamenischen Reich 133-129 v.u.Z. Aristonikos stellte nach der testamentarischen Übertragung der Macht in Pergamon an Rom durch Attalos III. 133 Ansprüche auf den verwaisten Thron. Da er in Pergamon keinen Anhang fand, stützte er sich zunächst auf die Küstenstädte Leukai und Phokaia, mußte sich aber nach einer Niederlage gegen die Ephesier ins Inland zurückziehen. Hier rief er die unzufriedene abhängige Landbevölkerung und Skalven, denen er die Freiheit und allgemeine Gleichheit in einem „Sonnenstaat“ versprach, zum Kampf für seine Thronfolge auf. Mit ihnen konnte er Thyateira, Kolophon und einige andere Städte erobern und plündern. Für die gewonnen Reichtümer warb er thrakische Söldner an, mit denen er 131 ein römisches Heer besiegen konnte. Einem zweiten römischen Heer, das durch Truppen der Könige von Bithynien, Kappadokien, Pontos und Pamphylien verstärkt war, unterlag er 130. Er wurde nach Rom gebracht und dort hingerichtet.



Aristonikos war der Führer des Sklavenaufstandes von 132 v.u.Z. im Pergamenischen Reich, das sein Halbbruder Attalos III. 133 v.u.Z. Rom vererbt hatte. Durch die Freiheits- und Unabhängigkeitsbewegung, der sich Sklaven, Freigelassene und vornehmlich Teile der Landbevölkerung anschlossen, wollte Aristonikos einen gerechten sozialen Staat begründen, dessen Bürger er nach dem orientalischen Symbol der Gerechtigkeit, der Sonne (Helios), Heliopoliten ("Bürger der Sonne") nannte. Aristonikos hatte Verbindung zu den aufständischen Sklaven auf Sizilien (Eunus) aufgenommen, besiegte nach heftigen Kämpfen 131 v.u.Z. ein römisches Heer, wurde jedoch 129 v.u.Z. besiegt, gefangengenommen, nach Rom gebracht und ermordet.