Fox Robin Lane: Seite 69,163,174,267,281,299,300
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"Die Suche nach Alexander."

In Makedonien galt dies für Antipatros. Dieser bewährte General sollte zum Freund des Aristoteles werden. Er schrieb sogar ein Buch über Makedoniens frühere Kriege gegen illyrische Stämme. Offensichtlich war er intelligent und vertrauenswürdig. Er hatte auch Anteil daran, dass der dritte der lynkestischen Brüder verschont wurde. Dieser, der später doch für schuldig befunden wurde, war mit einer Tochter des Antipatros verheiratet. Antipatros wußte seinen Schwiegersohn in Sicherheit und wurde später, in Alexanders Abwesenheit, zum Gouverneur über ganz Griechenland und Europa ernannt. Während dieser Zeit hatte er ständig Schwierigkeiten mit Olympias zu ertragen, und so kann man sich kaum vorstellen, dass die beiden befreundet waren, als Philipp getötet wurde. Man kann jedoch eine Verbindung zwischen Antipatros und dem Griechen annehmen, der den gefährlichen Mordauftrag an General Attalos ausführte. Wie Parmenion profitierte Antipatros von den Ereignissen.
Im selben Sommer (331 v.u.Z.) hatte Antipatros etwa 15.000 Soldaten für Alexanders Armee abgestellt. Ihr Aufbruch war nicht nur zu spät für Alexanders Marsch ins Landesinnere erfolgt, er ermutigte auch Agis und die Spartaner, im Süden Griechenlands einen Krieg gegen Makedonien zu beginnen.
Bei Megapolis im Süden Griechenlands fiel Agis von Sparta schließlich in einer Schlacht, in der seine Truppen zahlenmäßig unterlegen waren und überflügelt wurden. Diese Schlacht ermöglichte es Alexander, seinen eigenen Weg zu gehen.
Alexanders Erlaß war theoretisch eine "Proklamation", der die Städte aus freiem Willen folgen sollten. In Wirklichkeit wurde Antipatros aufgefordert, gegen jede Stadt, die sich weigerte, mit Gewalt vorzugehen.
Krateros hatte 323 v.u.Z. den Befehl, sich um Makedonien und um die "Freiheit der Griechen zu kümmern, die vorgebliche Aufgabe des von Philipp II. geschlossenen Bündnisses. Bis dahin hatten diese Aufgaben in der Hand des Antipatros gelegen. Dieser sollte jetzt "junge Makedonen" als Verstärkungen heranführen", während ein schriftlicher Befehl den zurückkehrenden Veteranen und ihren Familien lebenslängliche Ehrenplätze im Theater zusprach. In Alexanders Abwesenheit hatten Antipatros und Olympias weiterhin ihre heftigen Streitigkeiten ausgetragen. Die Gerüchte im Lager gingen deshalb davon aus, dass der über 70 Jahre alte Marschall aus guten Gründen von Krateros abgelöst werden sollte, dem die Aufgabe zufiel, die Rückkehr der griechischen Vertriebenen voranzutreiben. Aber "Alexander gab weder durch seine Aussagen noch durch sein Handeln einen offenen Hinweis darauf, dass Antipatros nicht nach wie vor in hoher Gunst stehe".
Nach Alexanders Tod erschien ein Pamphlet, das Perdikkas begünstigte und Antipatros verleumdete. Anfangs kamen beide Männer überein, zusammenzuarbeiten. Diese Verbindung überdauerte noch das "Auftreten der Könige" und damit den September des Jahres 323 v.u.Z., drei Monate nach Alexanders Tod, als es zwei Könige geben sollte, da Rhoxane den lange erwarteten Sohn gebar. Aber bald darauf verschlechterten sich die Beziehungen. Die Gefolgsleute des Perdikkas wurden gegen den betagten Vizekönig ausgespielt. Etwa zwei Jahre nach Alexanders Tod hatte ein Pamphlet, das Antipatros des Mordes beschuldigte, bei den Männern des Perdikkas einen großen Einfluß. Die Beschuldigung klang plausibel. Der Sohn des Antipatros war der königliche Mundschenk. Eine Feindschaft zwischen Alexander und Antipatros wurde angenommen, auch wenn sie nie bewiesen werden konnte. Olympias hatte schon lange anklagende Briefe über das Verhalten des Antipatros an Alexander geschickt. Neben allem kehrte Krateros mit 10.000 Veteranen nach Makedonien zurück und führte den Befehl mit sich, dass Antipatros ihm sein Kommando übergeben und nach Osten, nach Babylon, kommen solle. Trotz allem hatte Antipatros nicht gezögert, seine Söhne bereits vor ihm an den Hof zu senden.