Sohn des Königs Perdikkas
III. von Makedonien aus dem Hause der ARGEADEN
oder nach Andreas Thiele Sohn des Königs
Alexander
II. von Makedonien (wenig wahrscheinlich)
Thiele, Andreas: Tafel 236
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
AMYNTAS IV.
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368 v.u.Z. † 336 v.u.Z. ermordet
Amyntas IV. wurde 359 v.u.Z. nach der Ermordung von König Perdikkas III. König von Makedonien und wurde von seinem Onkel Philipp II. verdrängt. Er war 336 v.u.Z. Prätendent für den makedonischen Thron und wurde von Alexander III. ermordet.
oo um 340 v.u.Z.
KYNANE
VON MAKEDONIEN
um 355 v.u.Z. †
322 v.u.Z. ermordet
Tochter Philipps II.
Droysen Johann Gustav: Band I Seite 58,70,78 2
60,152
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"Geschichte des Hellenismus."
Unter solchen Umständen übernahm
Philippos das Regiment 359, zunächst für des Perdikkas
Sohn Amyntas.
Andere meinten, das nächste Recht an das Reich habe
Amyntas,
Perdikkas‘
Sohn, der als Kind die Zügel des vielbedrohten Reiches
an Philipp habe übergeben müssen;
nur Philipps Trefflichkeit könne
seine Usurpation entschuldigen; nach unverjährbarem Recht müsse
Amyntas jetzt die Herrschaft erhalten,
deren er sich in langer Entsagung würdig gemacht habe. So die Parteien;
aber das Volk haßte die Königsmörder und fürchtete
den Krieg nicht; es vergaß Kleopatras
Sohn, da der Vertreter seiner Partei fern war; es kannte den Sohn des
Perdikkas
nicht, dessen Tatlosigkeit Beweis genug für seine Unfähigkeit
schien.
Noch war der Mut der Gegner nicht gebrochen; immer neue
Anzettelungen wurden entdeckt; an einem Plan zur Ermordung Alexanders
fand man Amyntas beteiligt, den Sohn
des Königs Perdikkas, den Philipp
nachmals mit seiner Tochter Kynane
vermählt hatte; er wurde hingerichtet.
Auch mit einer Illyrerin hatte sich einst König
Philipp,
als er für den unmündigen Sohn seines Bruders das Regiment übernahm
und auch von illyrischen Häuptlingen bedrängt wurde, vermählt.
Aus dieser Ehe war ihm Kynane geboren,
die er dann, als sie erwachsen war, jenem Amyntas,
der das Königtum hätte erhalten sollen, vermählte. Amyntas
selbst bedeutete wenig; aber denen, die nach Philipps
Ermordung
gegen Alexanders Nachfolge sich verschworen,
konnte dessen Erbrecht einen erwünschten Vorwand bieten. Als Alexander
von seinem ersten Zug nach Hellas zurückkam, wurden Entdeckungen gemacht,
in denen auch
Amyntas‘ Name eine Rolle
spielte; er wurde verurteilt und hingerichtet. Kynane
hatte
ihm eine Tochter Adea, oder wie sie
später genannt wurde, Eurydike,
geboren.
Bengtson Hermann: Seite 11,22,64,125,127
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"Philipp und Alexander der Große. Die Begründer
der hellenistischen Welt."
Im Jahr 359 v. Chr. hat Philipp
die Zügel der Regierung ergriffen, und zwar als Vormund seines
Neffen Amyntas, des Sohnes des Perdikkas.
Und nun übernahm Philipp
II., der jüngere Bruder des Perdikkas,
die Regierung, zunächst als Regent für seinen Neffen
Amyntas, einige Jahre später als König der Makedonen.
Amyntas,
dem Sohn des Perdikkas, wurde gestattet,
den Königstitel zu führen, er nahm aber ein trauriges Ende, denn
Alexander
der Große hat ihn bei seinem Regierungsantritt im Jahre
336 aus dem Wege räumen lassen. Mit seinem Onkel Philipp
II. hatte
Amyntas in Frieden
gelebt, dieser hatte ihm sogar seine Tochter Kynane
zur Frau gegeben. Aus dieser Ehe stammt die Tochter Hadeia,
die später den Namen Eurydike
geführt hat.
Seinen Neffen Amyntas
hat Philipp allerdings am Leben gelassen.
Er hat ihm darüber hinaus seine Tochter Kynane
zur Frau gegeben. Auf einer Inschrift aus dem böotischen Lebedeia
(IG VII 3055) führt Amyntas sogar
den Königstitel, er wird hier genannt „Amyntas,
der Sohn des Perdikkas, König
der Makedonen“. Ob er freilich den Königstitel hier zu Recht führt,
das ist die Frage.
Im übrigen war Alexanders
Thronfolge
nicht ganz unumstritten. Amyntas, der
Sohn
des Perdikkas III., war von
Philipp
verdrängt
worden, an der Politik und Kriegsführung der Makedonen hatte er keinen
Anteil gehabt. Verheiratet mit Kynane,
einer Tochter
Philipps, war er ein
Mann, der durch seine Abstammung dem Alexander
gefährlich werden konnte. Alexander
hat dieses Problem dadurch gelöst, dass er Amyntas
umbringen ließ, natürlich im Einverständnis mit den
Generälen
Philipps,
mit Parmenion
und Antipater.
Amyntas‘
Ermordung
war dennoch schwer zu entschuldigen, er hatte sich immer loyal verhalten,
und es gab, wie es scheint, keine Partei in Makedonien, die ihn unterstützt
hätte. Es war dies ein politischer und dynastischer Mord, den niemand
rechtfertigen wird.
um 340 v.u.Z.
oo Kynane von Makedonien, Tochter des Königs
Philipp II.
um 355 v.u.Z.
†
322
v.u.Z. ermordet
Kinder:
Eurydike (Hadeia)
338 v.u.Z. † 317 v.u.Z. ermordet
320 v.u.Z.
oo Philipp III. Arrhidaios
um 360 v.u.Z. †
317 v.u.Z. ermordet
Literatur:
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Bengtson Hermann: Philipp und Alexander der Große.
Die Begründer der hellenistischen Welt. Eugen Diederichs Verlag
München 1997 Seite 11,21,22,38,64,125,127 - Droysen Johann
Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band I Seite 58,70,78/Band
II Seite 60,152 - Geyer, Fritz: Alexander der Große und die
Diadochen. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig 1925 Seite 26 - Lauffer
Siegfried: Alexander der Große. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH
& Co. KG München 1993 Seite 16,39 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 236 -