Alexander Helios                            Prinz von Ägypten
----------------------
39 v.u.Z. nach 29 v.u.Z..
 

Sohn der Königin Kleopatra VII. von Ägypten aus dem Hause der PTOLEMÄER aus ihrer 3. Ehe mit Marcus Antonius
 

Thiele, Andreas: Tafel 248
**************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ALEXANDER HELIOS, König von Medien und Kilikien
--------------------------------
   

Alexander Helios wurde König von Medien und Kilikien. Sie wurden 29 v.u.Z. im Triumphzug des Octavianus mitgeführt.
 

  oo IOTAPE VON MEDIEN, Tochter des Königs Artavasdes
          



Hölbl Günther: Seite 216,219,226
*************
"Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung."

Im Jahre 40 brachte Kleopatra Zwillinge von Antonius zur Welt, die sie Alexander und Kleopatra nannte.
Bald danach wurde im Gymnasium von Alexandria die Vision eines hellenistisch-ägyptischen Großreiches verkündet (Dio XLIX, 41; Plut. Ant.54): Kleopatra wurde als direkte Regentin über Ägypten und Zypern bestätigt und mit dem TitelKönigin der Könige“ ausgezeichnet. Der 13-jährige Ptolemaios XV. Kaisar, seit etwa 10 Jahren Mitregent, erhielt in dieser Funktion den analogen Titel König der Könige“ (Dio XLIX,41,1). Alexander Helios bekam Armenien, Medien und alles Land jenseits des Euphrat, das man noch zu erobern gedachte.
Kleopatra war an der Seite des Antonius in Alexandria angemessen bestattet worden. Ihren Kindern, die sie mit ihm hatte, geschah kein Leid. Sie begleiteten im Triumph von 29 in Rom das Bild ihrer toten Mutter; danach nahm sie Octavia zu sich und zog sie zusammen mit ihren eigenen Kindern aus ihrer Ehe mit Antonius, deren Halbgeschwistern, auf (Dio LI, 15,6-7; Plut. Ant. 87; Suet. Aug. 17,5). Von Alexander Helios und Ptolemaios Philadelphos hören wir in der Folge nichts mehr.

Brambach Joachim: Seite 273-276,334
****************
"Kleopatra. Herrscherin und Geliebte."

Um Artavasdes in Sicherheit zu wiegen, schickte Antonius Quintus Dellius mit dem Auftrag zu diesem, ihm eine Verlobung zwischen der 4-jährigen Tochter des Königs und dem 6-jährigen Alexander Helios vorzuschlagen.
Zur Besiegelung der neuen Verbindung wurde der 6-jährige Alexander Helios nun mit der Tochter des medischen Königs verlobt. Außerdem verpflichtete sich Antonius, dem Meder gegen die Parther beizustehen.
Bei den Feiern im Gymnasium ernannte Antonius seine eigenen Söhne von der Kleopatra zu Königen der Könige; für Alexander bestimmte er Armenien, Medien und die Länder Phönikien, Syrien und Kilikien. Zugleich ließ er den Alexander in medischer Kleidung, zu welcher die Tiara und die Kitaris gehört, den Ptolemäus aber in Stiefeln, in der Chlamys und dem Kausias, um den ein Diadem gebunden war, auftreten. Nachdem die Söhne ihre Eltern umarmt und geküßt hatten, umgab den einen eine aus Armeniern, den andern eine aus Makedoniern bestehende Leibwache.
Richtete sich die Bestätigung Caesarions als Mitregent Kleopatras nur gegen Octavian, so war die Thronerhebung von Alexander Helios und Ptolemäus Philadelphos ein unverhüllter Angriff gegen die Weltmacht Rom. Die beiden Kinder waren zwar als Söhne von Antonius Halbrömer. Aber über ihnen stand nach dem ausdrücklichen Willen AntoniusKleopatra als „Königin der Könige“. Damit stellte Antonius eindeutig die Alexander Helios und Ptolemäus verliehenen riesigen Gebiete von Syrien, Kilikien, Phönikien, Armenien, Medien und - das allerdings noch zu erobernde Partherreich – unter ptolemäische Oberherrschaft. Es war klar, dass die Verwirklichung dieser Absicht das Ende des Oströmischen Reiches bedeutet hätte.
Glücklich konten sich dagegen die Kinder von Kleopatra und Antonius schätzen. Kleopatra Selene, Alexander Helios und Ptolemäus Philadelphos nahm Octavia, die von Octavian so verehrte Halbschwester, bei sich auf und sorgte für sie liebevoll. Die Spur von Alexander Helios und Ptolemäus Philadelphos veriert sich im Dunkel der Geschichte.
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Benoist-Mechin Jacques: Kleopatra oder der entschwundene Traum. Societäts-Verlag Frankfurt 1980 Seite 192,198,210,212,243,275 - Brambach Joachim: Kleopatra. Herrscherin und Geliebte. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 209,273-276,278,334 - Grant, Michael: Kleopatra. Gustav Lübbe Verlag GmbH Bergisch Gladbach 1988 Seite 178,200,203,221,228,233,292,301,316,318,360 - Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1994 Seite 216,219,226 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 627 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 248 -