Sohn der Königin Kleopatra
VII. von Ägypten aus dem Hause der PTOLEMÄER
aus ihrer 3. Ehe mit Marcus Antonius
Thiele, Andreas: Tafel 248
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
ALEXANDER HELIOS, König von Medien und Kilikien
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†
Alexander Helios wurde
König
von Medien und Kilikien. Sie wurden 29 v.u.Z. im Triumphzug des Octavianus
mitgeführt.
oo IOTAPE VON MEDIEN, Tochter des Königs Artavasdes
†
Im Jahre 40 brachte Kleopatra
Zwillinge
von Antonius zur Welt, die sie Alexander
und Kleopatra nannte.
Bald danach wurde im Gymnasium von Alexandria die Vision
eines hellenistisch-ägyptischen Großreiches verkündet (Dio
XLIX, 41; Plut. Ant.54): Kleopatra
wurde als direkte Regentin über Ägypten und Zypern bestätigt
und mit dem Titel „Königin der Könige“ ausgezeichnet.
Der 13-jährige Ptolemaios XV. Kaisar,
seit etwa 10 Jahren Mitregent, erhielt in dieser Funktion den analogen
Titel
„König
der Könige“ (Dio XLIX,41,1). Alexander
Helios bekam Armenien, Medien und alles Land jenseits des Euphrat,
das man noch zu erobern gedachte.
Kleopatra war an
der Seite des Antonius in Alexandria angemessen bestattet worden.
Ihren Kindern, die sie mit ihm hatte, geschah kein Leid. Sie begleiteten
im Triumph von 29 in Rom das Bild ihrer toten Mutter; danach nahm sie Octavia
zu sich und zog sie zusammen mit ihren eigenen Kindern aus ihrer Ehe mit
Antonius,
deren Halbgeschwistern, auf (Dio LI, 15,6-7; Plut. Ant. 87; Suet. Aug.
17,5). Von Alexander Helios und
Ptolemaios
Philadelphos hören wir in der Folge nichts mehr.
Brambach Joachim: Seite 273-276,334
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"Kleopatra. Herrscherin und Geliebte."
Um Artavasdes in Sicherheit
zu wiegen, schickte Antonius Quintus Dellius mit dem Auftrag zu
diesem, ihm eine Verlobung zwischen der 4-jährigen Tochter des Königs
und dem 6-jährigen Alexander Helios
vorzuschlagen.
Zur Besiegelung der neuen Verbindung wurde der 6-jährige
Alexander
Helios nun mit der Tochter des medischen Königs
verlobt. Außerdem verpflichtete sich
Antonius, dem Meder gegen
die Parther beizustehen.
Bei den Feiern im Gymnasium ernannte Antonius
seine eigenen Söhne von der Kleopatra
zu Königen der Könige; für Alexander
bestimmte
er Armenien, Medien und die Länder Phönikien,
Syrien
und Kilikien. Zugleich ließ er den Alexander
in medischer Kleidung, zu welcher die Tiara und die Kitaris gehört,
den Ptolemäus aber in Stiefeln,
in der Chlamys und dem Kausias, um den ein Diadem gebunden war, auftreten.
Nachdem die Söhne ihre Eltern umarmt und geküßt hatten,
umgab den einen eine aus Armeniern, den andern eine aus Makedoniern bestehende
Leibwache.
Richtete sich die Bestätigung Caesarions
als Mitregent Kleopatras nur gegen
Octavian,
so war die Thronerhebung von Alexander Helios
und Ptolemäus Philadelphos ein
unverhüllter Angriff gegen die Weltmacht Rom. Die beiden Kinder waren
zwar als Söhne von Antonius Halbrömer. Aber über
ihnen stand nach dem ausdrücklichen Willen Antonius‘ Kleopatra
als „Königin der Könige“. Damit stellte Antonius eindeutig
die Alexander Helios und Ptolemäus
verliehenen riesigen Gebiete von Syrien, Kilikien, Phönikien, Armenien,
Medien und - das allerdings noch zu erobernde Partherreich – unter ptolemäische
Oberherrschaft. Es war klar, dass die Verwirklichung dieser Absicht das
Ende des Oströmischen Reiches bedeutet hätte.
Glücklich konten sich dagegen die Kinder von Kleopatra
und Antonius schätzen. Kleopatra Selene,
Alexander
Helios und Ptolemäus Philadelphos
nahm Octavia, die von Octavian so verehrte Halbschwester,
bei sich auf und sorgte für sie liebevoll. Die Spur von Alexander
Helios und Ptolemäus Philadelphos
veriert
sich im Dunkel der Geschichte.
Literatur:
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Benoist-Mechin Jacques: Kleopatra oder der entschwundene
Traum. Societäts-Verlag Frankfurt 1980 Seite 192,198,210,212,243,275
- Brambach Joachim: Kleopatra. Herrscherin und Geliebte. Eugen Diederichs
Verlag München 1995 Seite 209,273-276,278,334 - Grant, Michael:
Kleopatra. Gustav Lübbe Verlag GmbH Bergisch Gladbach 1988 Seite 178,200,203,221,228,233,292,301,316,318,360
- Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches.
Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen
bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt
1994 Seite 216,219,226 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz
Verlag Wiesbaden 1993 Seite 627 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 248 -