Aiakides                                         König von Epeiros (342/19 v.u.Z.-313 v.u.Z.)
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um 360 v.u.Z. um 313/12 v.u.Z.
 

Jüngerer Sohn des Königs Arybbas von Epeiros aus dem Hause der AIAKIDEN
 

Thiele, Andreas: Tafel 243
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

AIAKIDES
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   † um 312 v.u.Z. gefallen

Aiakides wurde vom Vater bevorzugt und im Jahre 342 v.u.Z. zusammen mit ihm von Philipp II. von Makedonien vejagt. Er lebte jahrelang im Exil in Athen und folgte um 319/17 v.u.Z. als König der Molosser von Epiros und nutzte den Tod des Reichsverwesers Antipatros I. aus. Er war vorher Parteigänger des Reichsverwesers Polyperchon, lehnte sich an König Kassandros von Makedonien an und fiel später von ihm ab. Es war eine Zeit von Bürgerkriegen gegen den Neffen Neoptolemos II., den er verdrängte. Aiakides I. wurde 315 v.u.Z. von diesem verdrängt und fiel bei einem Rückeroberungsversuch gegen Kassandros in der Schlacht bei Oiniadai.



Aiakides führte 317 v.u.Z. seine Cousine Olympias und deren Enkel Alexander IV. nach Makedonien zurück.

Droysen Johann Gustav: Band II Seite 33,151,154,229
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"Geschichte des Hellenismus."

Wie es scheint, hatte besonders der Hipparch Menom, dessen Tochter Phthia mit König Aiakidas von Epeiros vermählt war, diesen Übertritt bewirkt. Durch diesen Treuebruch war Antipatros nicht nur vollkommen außerstande gesetzt, den Verbündeten gegenüber das Feld zu halten, sondern die Verbindung mit Makedonien war ihm gesperrt.
Während Kassandros zur Peloponnes hinabzog, hatte sich Polyperchon mit dem König Aiakidas von Epeiros in Verbindung gesetzt, ihn veranlaßt, seine Epiroten aufzubieten, um mit ihm vereinigt die Königin Olympias und den jetzt 6-jährigen Sohn Alexanders nach Makedonien zurückzuführen; es wurde ihm die einstige Vermählung seiner Tochter Deidameia mit Alexander versprochen.
Auf die Nachricht, dass Aiakidas von Epeiros mit bedeutendem Heere zum Entsatz der Königin herankommen werde, schickte Kassandros Atarrhias mit einem Teil des Heeres dem Epeiroten entgegen in so beschleunigten Märschen, dass die Pässe nach Epeiros vor Ankunft der Epeiroten besetzt waren. Hatten sich diese schon unwillig dem Aufgebot ihres Fürsten gestellt, so murrten sie jetzt, da sie an den Feind und in die Pässe sollten, noch lauter, begannen endlich offene Meuterei; Aiakidas entließ die, welche nicht weiter folgen wollten, um mit den Kampfbereiten desto sicherer Pydna zu erreichen; die Zahl derer, die bei ihm blieben, war zu klein, als dass er mit ihnen den Durchzug hätte erzwingen können. In Epeiros aber brachten es die Heimgekehrten zu allgemeinen Aufstand; es wurde, zum ersten Male der König durch allgemeinen Beschluß für abgesetzt erklärt; viele seiner Freunde wurden getötet, andere retteten sich durch die Flucht, mit des Königs einzigen Sohn Pyrrhos, damals in einem Alter von zwei Jahren, flüchteten einige Getreue unter großen Gefahren in das Land des Taulantiner-Fürsten Glaukias.
Da kam die Nachricht, dass Aiakides, den die Epeiroten vor drei Jahren vertrieben hatten, in das Land zurückgekehrt und von seinen Untertanen, die der makedonischen Herrschaft satt sein mochten, wieder aufgenommen sei; auch trugen sie Kassandros darauf an, ihre früheren Verhältnisse, da die Mißhelligkeiten mit dem König beigelegt seien, wiederherstellen zu dürfen. Natürlich wurde das abgeschlagen, und Philippos erhielt den Befehl, sofort gegen Aiakides aufzubrechen und - bevor er Zeit habe, sich mit den Aitolern in Verbindung zu setzen - ihn ganz zu vernichten. Philippos eilte dorthin und begann, obschon ihm eine bedeutende und wohlgeordnete Heeresmacht gegenüberstand, sofort das Gefecht; es entschied sich für ihn, viele Feinde wurden getötet, viele gefangen, unter ihnen 50 von der Partei, welcher Aiakides seine Heimkehr dankte. Indes hatte sich der König mit dem Rest des epeirotischen Heeres südwärts zu den Aitolern geflüchtet; dahin folgte Philippos, in der Gegend von Oiniadai kam es zum Gefecht, zum zweiten Male siegte Philippos, unter den massenhaft Gefallenen war Aiakides selbst.
 
 
 
 

  oo Phthia, Tochter des Menon aus Thessalien
         
 
 
 
 

Kinder:

  Pyrrhos I.
  319 v.u.Z. 272 v.u.Z.

  Troas
      

  Deidameia
  um 325/20 v.u.Z. 298 v.u.Z.

  1. oo Alexander IV. König von Makedonien
           323 v.u.Z. 310 v.u.Z.

    303 v.u.Z.
  2. oo 3. Demetrios I. Poliorketes
               337 v.u.Z. 283 v.u.Z.
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Philipp und Alexander der Große. Die Begründer der hellenistischen Welt. Eugen Diederichs Verlag München 1997 Seite 83 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 33,151,154,229 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 243 -