Vorfahren und Jugend nicht greifbar
Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1807
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Severus, Libius (Verschreibung
aus Livius)
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†
Weströmischer Kaiser 461-465, der von dem einflußreichen Patricius Ricimer nach dem Tode des tatkräftigen Maiorianus in Ravenna zum Imperator erhoben wurde. Einem altitalienischem Senatorengeschlecht angehörend, ließ er seine Ernennung auch vom römischen Senat bestätigen. Da aber die Macht weiterhin bei Ricimer lag, konnte er keinerlei eigene Befugnisse erringen, auch der oströmische Herrscher Leon I. erkannte seine Herrschaft nicht an. Am 14. Nov. 465 starb er in seinem römischen Palast, angeblich vergiftet von Ricimer, der auf diese Weise die Alleinherrschaft im Reich wiederherstellen wollte.
R. Klein
Lexikon Alte Kulturen: Band II Seite 561
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Libius Severus
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†
14. November 465
Römischer Kaiser
Von dem germanischen Heermester Ricimer am 19. November
461 in Ravenna zum Herrscher des Weströmischen Reiches erhoben,
doch vom oströmischen Kaiser
Leon I. (457-474) nicht
anerkannt. Seine Autorität reichte über die Grenzen Italiens
kaum hinaus.
Libius Severus.
Weströmischer Kaiser 461-465
Gebooren in Lukanien und gestorben am 14. November
465 in Rom. Er wurde ohne Zustimmung Leos
I. durch Ricimer am 19. November 461 in Ravenna zum
Augustus ausgerufen und vom römischen Senat bestätigt. An
Stelle des frommen, unbedeutenden Kaisers herrschte tatsächlich Ricimer,
der ihn vermutlich vergiften ließ.
RE II A 2006, KP V 153.
LIBIUS SEVERUS
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† 465
ermordet
Vorfahren und Jugend quellenmäßig nicht greifbar
Severus III. wurde
461 durch Ricimer Kaiser und wurde vom Senat, aber nicht von Ostrom
anerkannt. Er blieb ganz ohne kaiserliche Autorität, war völlig
von Ricimer abhängig und wurde von diesem ermordet.
Das Weströmische Reich umfaßte weitgehend nur Italien.
Literatur:
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Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische
Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 108
- Gottschalk Gisela: Die großen Cäsaren. Ihr Leben, ihre
Taten, ihre Zeit. Scherz Verlag Bern und München 1980 Seite 259 -
Grant,
Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums.
Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg 1977 Seite 392, 398-401,403
- Lexikon Alte Kulturen, Meyers Lexikonverlag Mannheim/Wien/Zürich
1990 Band II Seite 561 - Riehl Hans: Die Völkerwanderung.
Der längste Marsch der Weltgeschichte. W. Ludwig Verlag 1988 Seite
242 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln
zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-,
Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 487 - Veh Otto: Lexikon der römischen
Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr. Artemis
& Winkler Verlag Düsseldorf/Zürich 1998 Seite 78 -