Romulus Augustulus                   Römischer Kaiser (31.10.475-23.8.476)
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459 495
         Kap Misnum bei Neapel
 

Sohn des Patriziers Orestes
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1020
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Romulus Augustus, letzter weströmischer Kaiser 475-476
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  †

Von seinem Vater, dem Patrizier Orestes, in Ravenna zum Kaiser ausgerufen, wegen seiner Jugend ‚Augustulus‘ genannt. Odoaker entthronte Romulus August nach der Tötung des Orestes, ließ ihn aber nicht hinrichten, sondern gestattete ihm, mit einer Rente bei seinen Verwandten in Kampanien zu leben.

Literatur:
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M.A. Wes, Das Ende des Kaisertums im W des Römischen Reiches, 1967 - S. Krautschick, Wie Aspekte der Jahres 476, Historia 35, 1986, 344-371.



Lexikon Alte Kulturen: Band III Seite 298
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Romulus Augustulus
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* um 459, 

Eigentlich Romulus Augustus, aber Augustulus, 'das Kaiserlein', genannt

Römischer Kaiser (475/76)

Von seinem Vater, dem Magister militum Orestes, einem Pannonier, an Stelle des Iulius Nepos zum Kaiser erhoben (wohl 31. Oktober 475), wurde Romulus Augustulus am 4. September 476 durch Odoaker (der am 28. August Orestes bei Placentia besiegt und getötet hatte) abgesetzt, mit einer Rente ausgestattet und auf dem Landsitz Lucullanum bei Neapel verbannt. Sein Todesjahr ist unbekannt. Seine Absetzung gilt als das Ende der Weströmischen Reiches, wiewohl der letzte legitime West-Kaiser, Iulius Nepos, bis 480 lebte.



Veh Otto: Seite 102-103
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"Lexikon der römischen Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr."

Romulus Augustulus (R. Augustus)

Weströmischer Kaiser 475/76
Wurde von seinem Vater Orestes in sehr jugendlichem Alter (daher "Augustulus") am 31. Oktober 475 an Stelle des Neposzum Kaiser erhoben, jedoch vom Osten nicht anerkannt. Schon am 4. September 476 setzte ihn der germanische Heerführer Odoaker ab und verwies ihn auf den Landsitz Lucullanum in Kampanien. Mit ihm endet die Reihe der weströmischen Kaiser, deren Aufgaben und Ansprüche - wenigstens nominell - Konstantinopel übernahm.

RE I A 1105, KP II 1457.



Thiele, Andreas: Tafel 488
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

ROMULUS AUGUSTULUS
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   †

Sein Vater ließ ihn in Ravenna zum Kaiser ausrufen und führte für ihn die Regierung. Odoaker, der Orestes stürzte, wurde am 23.8.476 zum König ausgerufen, setzte Romulus Augustulus, der erst jetzt den Spottnamen Augustulus ("Kaiserlein") erhielt ab, verbannte ihn nach Kampanien und sandte die Zeichen der kaiserlichen Gewalt nach Konstantinopel. Dieses Ereignis pflegt man als das Ende des Weströmischen Reiches anzusehen.



Literatur:
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Browning Robert: Justinian und Theodora. Herrscher in Byzanz. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1988 Seite 16,31 - Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 29,111,169,170,355 - Gottschalk Gisela: Die großen Cäsaren. Ihr Leben, ihre Taten, ihre Zeit. Scherz Verlag Bern und München 1980 Seite 260,262 - Grant, Michael: Der Untergang des Römischen Reiches. Manfred Pawlik Verlagsgesellschaft mbH Herrsching 1988 Seite 51,169,228 - Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg 1977 Seite 407,411,415,417 - Günther Rigobert: Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig 2003 Seite 31,131 - Illustriertes LEXIKON DES ALTERTUMS. MECO Verlag GmbH Dreieich 1993 Seite 368 - Lewandowski Herbert Dr.: Römische Sittengeschichte. Hans E. Günther Verlag Stuttgart 1964 Seite 277 - Lexikon Alte Kulturen, Meyers Lexikonverlag Mannheim/Wien/Zürich 1990 Band III Seite 298 - Löwe Gerhard/Stoll Heinrich Alexander: Die Antike in Stichworten. Koehler & Amelung Leipzig 1967 Seite 282- Maschkin N.A.: Römische Geschichte. Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin 1953 Seite 627 - Nack/Wagner: Rom. Land und Volk der alten Römer. Verlag Carl Überreuter Wien 1976 Seite 316 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Seite 131,197 - Riehl Hans: Die Völkerwanderung. Der längste Marsch der Weltgeschichte. W. Ludwig Verlag 1988 Seite 94,206 - Schreiber Hermann: Die Hunnen. Attila probt den Weltuntergang. Econ Verlag Wien-Düsseldorf 1990 Seite 181,200 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 488 - Veh Otto: Lexikon der römischen Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr. Artemis & Winkler Verlag Düsseldorf/Zürich 1998 Seite 102-103 -