Prokopius                                       Römischer Kaiser (365-366)
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325 27.5.366 enthauptet
          Konstantinopel
 

Mütterlicherseits Vetter des Kaisers Julian; Prokops Mutter war eine Schwester der Basilina, der Mutter Julians
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 245
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Prokopios, Usurpator
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Stammte aus Kilikien und war ein Verwandter des Kaisers Julianus. Schon unter Constantius II. war er als Gesandter zu Schapur II. gegangen. 361 comes primi ordinis, nahm Prokopios 363 als Feldherr an JulianusPerserfeldzug teil. Am 28. September 365 ließ er sich in Konstantinopel zum Kaiser ausrufen, gewann zunächst Thrakien und Bithynien und stellte ein ansehnliches Heer auf, unterlag aber am 27. Mai 366 bei Nakoleia Kaiser Valens, wozu der Verrat seines Heermeisters Agilo entscheidend beitrug. Prokopios wurde enthauptet.



Lexikon Alte Kulturen: Band III Seite 200
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Prokop (Procopius; Prokopius)
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    28. Mai 366

Römischer Gegen-Kaiser (365/66)

Angeblich Verwandter des Julian, einer seiner Felderrn beim Perserfeldzug (363), putschte am 28. September 365 in Konstantinopel gegen Valens. Nach Anfangserfolgen wurde Procopius am 27. Mai 366 bei Nikoleia besiegt und hingerichtet.



Veh Otto: Seite 101
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"Lexikon der römischen Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr."

PROCOPIUS
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    27. Mai 366 hingerichtet

Usurpator 365/66

Geborener Kiliker, bekleidete er als Verwandter des Iulianus verschiedene Ämter und ließ sich, indem er die allgemeine Mißstimmung gegen den neuen Herrscher Valens nutzte, am 28. September 365 in Konstantinopel zum Augustus ausrufen, wurde aber nach Anfangserfolgen bei Nacolea (Kleinasien) geschlagen, an Valens ausgeliefert und von diesem grausam hingerichtet (27. Mai 366)
RE XXIII 252, KP IV 1164



Thiele, Andreas: Tafel 485
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

PROKOPIUS
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Gilt als Verwandter des Kaisers Julian Apostata, wohl über dessen Mutter; eine genaue Filiation ist nicht greifbar, auch kaum Daten und Laufbahn; wird kaiserlicher Gesandter bei den Persern unter Kaiser Konstantius II. und 361 Comes primi ordini; 363 Feldherr gegen Persien; läßt sich 365 gegen Kaiser Valens in Byzanz zum Kaiser ausrufen; gewinnt Bithynien und Thrakien und schafft sich ein starkes Heer; unterliegt aber trotzdem in der Schlacht bei Nikoleia 366 durch Verrat und wird hingerichtet (siehe Rom VIII) (den Verrat beging sein Heermeister Agilo, ein Alemanne, der starken Einfluß auf Konstantius II. hatte, der ihn in höchste Ämter brachte).



In Kilikien geboren und erzogen, nahm er unter Constantius II. und Julianus hohe Beamtenstellen ein. Er war kaiserlicher Gesandter bei den Persern unter Constantius II. und war 363 Feldherr gegen Persien. Eventuell von Julianus zu seinen Nachfolger ernannt, mußte er sich vor den Nachforschungen des Jovian verbergen. Im Jahre 365 ließ er sich während eines Aufstandes der Goten in Konstantinopel zum Kaiser ausrufen. Er gewann Bithynien und Thrakien und schuf sich ein starkes Heer, unterlag aber Ende Mai 366 dem Kaiser Valens bei Nakoleia in Phrygien durch Verrat des Heermeisters Agilo und wurde enthauptet.
 
 
 
 

Literatur:
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Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 319,320,322 - Gottschalk Gisela: Die großen Cäsaren. Ihr Leben, ihre Taten, ihre Zeit. Scherz Verlag Bern und München 1980 Seite 241 - Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg 1977 Seite 375,397,400,436 - Lexikon Alte Kulturen, Meyers Lexikonverlag Mannheim/Wien/Zürich 1990 Band III Seite 200 - Marcellinus Ammianus: Römische Geschichte Akademie-Verlag GmbH Berlin 1971 Buch 17 Kapitel 14 Abschnitt 3; Buch 18 Kapitel 6 Abschnitt 17-18; Buch 23 Kapitel 3 Abschnitt 2,5; Buch 25 Kapitel 9 Abschnitt 12; Buch 25 Kapitel 8 Abschnitt 8; Buch 26 Kapitel 6 Abschnitt 1-9; Buch 29 Kapitel 1 Abschnitt 5; Buch 31 Kapitel 3 Abschnitt 4 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 485 - Veh Otto: Lexikon der römischen Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr. Artemis & Winkler Verlag Düsseldorf/Zürich 1998 Seite 101 -