Tochter des N.N.; Nichte des Kaisers Justinians
I.
Bridge Anthony: Seite 125
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"Theodora. Aufstieg und Herrschaft einer byzantinischen
Kaiserin."
Nachdem in den Provinzen Mauretanien, Numidien und Afrika
der Friede eingekehrt war, wurde Belisar abgezogen, und ein Patrizier
namens Areobindus, der eine Nichte Justinians
geheiratet hatte, zum Magister Militum ernannt.
Als die Meldung Konstantinopel erreichte, war
Justinian hoch erfreut und ernannte Artabanes unverzüglich
zum Magister Militum anstelle des ermordeten Areobindus.
Justinians Nichte Praejecta war ihm gegenüber von
großer Dankbarkeit erfüllt, nicht nur, weil er den Tod ihres
Gatten gerächt hatte, sondern auch deshalb, weil er sie aus einer
äußerst schwierigen Lage befreit hatte: Als Nichte des Kaisers
war sie eine wertvolle Geisel in der Hand der Rebellen gewesen. Die junge
Witwe war ein hübsches Mädchen, und Artabanes verliebte
sich prompt in sie. Ihrerseits war die Dame von seinen Aufmerksamkeiten
entzückt und versprach alsbald, ihn zu heiraten. Es war offensichtlich
eine höchst passende Verbindung. Als sie nach Konstantinopel zurückkehrte
und ihrem Onkel ihre Verlobung mitteilte, ließ Justinian
Artabanes sofort kommen und empfing ihn mit allen Zeichen der Zuneigung
und Wertschätzung: er ernannte ihn zum Kommandeur der Miliz, dem Befehlshaber
des ausländischen Kontingents der kaiserlichen Leibgarde und zum Konsul.
Aber gerade, als die Sonne kaiserlicher Gunst am hellsten auf den strahlenden
Artabanes schien und sowohl seine Heirat mit Praejecta als auch
seine künftige Karriere so gut wie gesichert war, da tauchte eine
höchst unerwartete und unwillkommen Gestalt aus der Vergangenheit
auf. Offenbar hatte Artabanes ganz vergessen, daß er vor langer
Zeit irgendwo in Armenien schon einmal verheiratet gewesen war. Als man
letzte Vorbereitungen zu seiner Hochzeit mit des Kaisers Nichte
traf, erschien sie wie ein Gespenst aus der Vergangenheit, um ihre ehelichen
Rechte anzumelden. Die Kaiserin war sofort bereit, sie zu unterstützen.
Artabanes, Praejecta und selbst Justinian
versuchten ihr klarzumachen, man verfahre am besten so, daß über
Artabanes' Jugendehe eine rasche Scheidung ausgesprochen würde.
Aber Theodora blieb unbeugsam. Die
ehelichen Bande waren für sie heilig, und sie zwang Artabanes,
zu seiner rechtmäßigen Frau zurückzukehren. Um noch sicherer
zu gehen, daß damit die Angelegenheit ein für allemal erledigt
war, arrangierte sie eine Heirat zwischen Praejecta und einem Neffen
des Rebellen Hypatios, der ja nach
dem Nika-Aufstand hingerichtet worden war. So wurde sie vom Heiratsmartkt
auf wirksame Weise entfernt; gleichzeitig wurde ein für die Dynastie
gefährlicher junger Mnan durch die Fesseln der Ehe an ihre eigene
Familie gebunden.
Browning Robert: Seite 171
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"Justinian und Theodora. Herrscher in Byzanz."
Areobindus, ein Mann von altem Adel und mit Justinians
Nichte Preajecta verheiratet, wurde zusammen mit Sergius
nach Afrika geschickt.
1. oo Areobindus
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2. oo N.N., Neffe des Gegen-Kaisers Hypatios
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Literatur:
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Bridge Anthony: Theodora. Aufstieg und Herrschaft
einer byzantinischen Kaiserin. Heinrich Hugendubel Verlag Kreuzlingen/München
1999 Seite 125 - Browning Robert: Justinian und Theodora. Herrscher
in Byzanz. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1988 Seite
171 -