Drei Jahre später erließ Kaiser
Maurikios
eine Verordnung mit besonders verheerenden Folgen für das Reich, indem
er darauf bestand, dass das Heer im kommenden Winter nicht in seinen Stützpunkt
zurückkehren dürfe, sondern im ungemütlichen Hinterland
jenseits der Donau ausharren müsse.
Die Reaktion erfolgte unverzüglich und drastisch.
Die Soldaten hatten acht Monat lang heftig gekämpft und waren am Ende
ihrer körperlichen und geistigen Kräfte: Sie hatten geplündert
und dabei beträchtlich Beute gemacht, aber das brachte ihnen erst
dan wirklich etwas ein, wenn sie die Schätze auf den Märkten
von Konstantinopel verkaufen konnten. Zudem bestand eine allgemein eingehaltene
Tradition, dass die Soldaten im Winter zu ihren Frauen und Kindern zurückkehrten.
Statt dessen wurde ihnen nun befohlen, die große Kälte und alle
Unannhemlichkeiten eines Winters unter Zeltplanen in der pannonischen Ebene
auf sich zu nehmen, von der lokalen Bevölkerung zu leben, so gut sie
konnten, und in der ständigen Gefahr, von gegnerischen Clans überfallen
zu werden - und alles nur, weil ihr geiziger Kaiser behauptete, er könne
es sich nicht leisten, sie nach Hause zu lassen. Als sie die Festung von
Securisca (das heutige bulgarische Nikopol) erreichten, wo sie die Donau
überqueren sollten, weigerten sie sich katagorisch, auch nur einen
Schritt weiterzumachen. Alle Verhandlungen und Bitten ihres Befehlshabers
Peter, dessen Stand auch nicht gerade besser wurde durch die Tatsache,
dass er des Kaisers Bruder war, führten zu nichts. Sie wandten sich
zornig vom ihm ab, hoben einen ihrer Zenturionen, eine gewissen Phokas,
auf ihre Schilde und erklärten diesen zu ihrem Anführer.
Peter, zweifellos heilfroh, mit dem Leben davongekommen
zu sein, eilte mit der Nachricht von der Meuterei nach Konstantinopel und
überbrachte dem Kaiser eine Mitteilung der Rebellen. Diese schickten
sich zur selben Zeit an, gegen die Hauptstadt vorzurücken, betonten
jedoch, dass sie nicht die Absicht hätten, Phokas
zum Kaiser zu machen. Maurikios würden
sie zwar nicht mehr anerkennen, seiner Familie ihre Loyalität aber
nicht entziehen. Sie seien bereit, seinen 17-jährigen Sohn
Theodosios
(er wäre der erste
purpurgeborene Kaiser seit Theodosios II.
gewesen) oder anderenfalls seinen Schwiegervater
Germanos als Nachfolger auf den Thron zu erheben.
Zufällig befanden sich die beiden Männer gerade
zusammen auf der Jagd. Sie wurden sogleich von Maurikios
zurückbeordert und des Verrats bezichtigt.
Theodosios wurde ausgepeitscht, Germanos,
der (mit guten Grund) um sein Leben fürchtete, floh in die Hagia Sophia,
wo es ihm mit Hilfe zahlreicher Anhänger gelang, mehreren Versuchen
der kaiserlichen Garde, ihn mit Gewalt hinauszuzerren, zu widerstehen.
Der Kaiser hatte unterdessen die Demen um Unterstützung gebeten, jene
beliebten Zirkusparteien der Blauen und der Grünen, die Tiberios
wieder gesellschaftsfähig gemacht hatte und die erneut wichtige Kräfte
in der Stadt verkörperten. Er hatte gehofft, sich die Ergebenheit
beider Gruppen sichern zu können, und war erleichtert gewesen, als
sie einwilligten, die Theodosianische Mauer gegen die vorstoßenden
Rebellen zu besetzen, bemerkte aber bald, dass er sich zwar auf die Loyalität
der 900 aktiven Blauen verlassen konnte, die 1.500 Grünen ihm hingegen
gefährlich werden konnten. In der Zwischenzeit waren in der ganzen
Stadt Unruhen ausgebrochen. Eine wütende Menge hatte sich auf dem
Platz vor dem Palast versammelt, stieß Verwünschungen gegen
den Kaiser aus und schrie nach seinem Blut.
In jener Nacht - man schrieb den 22. November - schlichen
sich Maurikios, seine Frau Constantina
und
ihre acht Kinder zusammen mit Konstantin Lardys, dem Prätorianer-Präfekten
des Ostens, dessen Haus von der Menge niedergebrannt worden war, verkleidet
aus dem Palast und bestiegen ein kleines Boot, das sie über das Marmarameer
nach Asien bringen sollte. Ein schwerer Sturm brachte sie jedoch weit von
ihrem Kurs ab. Sie landeten schließlich in der Bucht von Nikomedia,
in unmittelbarere Nähe zur Kirche des Märtyrers Autonomos. Der
Kaiser war nach mehreren heftigen Gichtanfällen nicht mehr reisefähig
und mußte mit Constantina und
den Kindern dort bleiben. Nur Theodosios und
der Präfekt reisten nach Osten weiter an den Hof des SASSANIDEN-Königs.
Für Chosrau, der seinen Thron
Maurikios' Unterstützung verdankte, war jetzt die Gelegenheit
gekommen, sich zu revanchieren.
In Konstantinopel hatte Germanos
unterdessen seine Zuflucht in der Hagia Sophia verlassen. Ermutigt durch
die breite Unterstützung, die er erhalten hatte, versuchte er, die
Macht zu ergreifen. Er wußte, dass alles von der Gunst der Demen
abhing. Er hatte zwar stets die Blauen vorgezogen, doch es war klar, dass
er keine Chance hatte ohne die Rückendeckung der viel zahlreicheren
und einflußreicheren Grünen. Ihrem Anführer Sergios
versprach er deshalb eine reiche Belohnung, sobald das Reich erst in seiner
Hand sei. Nach reiflicher Überlegung lehnte Sergios das Angebot
ab. Im innersten davon überzeugt, dass Germanos
all seinen Beteuerungen zum Trotz sich niemals wirklich gegen ihre Gegner
stellen würde, schlugen sich die Grünen auf Phokas'
Seite, der in der Zwischenzeit mit den Truppen den Stadtrand erreicht hatte.
Auch Phokas hatte
sich entschieden. Dass er einst jedwede kaiserlichen Ambitionen von sich
gewiesen hatte, mag damals zwar aufrichtig gemeint gewesens ein, aber nun
hatte sich das Blatt gewendet, war doch der Thronkandidat (Theodosios)
geflohen und andere (Germanos) offenbar
nicht mehr annehmbar. Phokas sandte
deshalb von seinem Hauptquartier auf dem Hebdomon einen Boten mit einer
Nachricht nach Konstantinopel, die von der hohen Kanzel der Hagia Sophia
verlesen werden sollte. Darin forderte er dem Patriarchen, den Senat und
das Volk auf, sich sogleich zur Kirche von Johannes dem Täufer zu
begeben. Und dort wurde dieser "ausschweifendste Kentaur" - wie Theophylaktos
ihn bezeichnet - wenige Stunden später zum byzantinischen Kaiser
gekrönt.
Am nächsten Morgen fuhr er im Triumph in einem von vier Schimmeln
gezogenen Wagen in der Hauptstadt ein und überschüttete im Vorbeifahren
die Menge mit einem Goldregen. Am Tag danch übergab er den Soldaten
die traditionellen Geschenke und setzte mit noch größerem Pomp
seine Frau Leontia in Rang und Namen
der Augusta ein.
Während jener Zeremonie kam es zwischen den Blauen
und den Grünen zu einem Handgemenge. Als ein gewisser Alexander
die Auseinandersetzungen schlichten wollte, hörte man mehrere Blaue
rufen: "Geh, erkundige dich nach der Lage. Maurikios
ist noch nicht tot." Dies hatte Phokas
nun gewiß nicht vergessen, und da ihm der Zustand nicht behagte,
war er fest entschlossen, Abhilfe zu schaffen. Dazu entsandte er einen
Trupp Soldaten nach Asien, der die Flüchtigen rasch aufstöberte.
Maurikios
unternahm
keinen Fluchtversuch, er konnte nicht mehr. In der Tat schien er seine
Ergreifung fast zu begrüßen. Er schickte sogar einen Boten,
um Theodosios und Konstantinos Lardys
zurückzurufen, und hielt das Kindermädchen vom Versuch ab, einen
seiner Söhne durch ein anderes Kind zu ersetzen, ja, er soll ungerührt
zugesehen haben, wie seine vier jüngeren Söhne vor seinen Augen
niedergemetzelt wurden und nur immer wieder gemurmelt haben: "Gerecht bist
du Herr, und gerecht ist dein Urteil." Dann trat er ohne ein weiteres Wort
vor den Henker, und dieser tötete ihn mit einem Hieb. Alle Leichen
warf man ins Meer. Theophylaktos erzählt, wie eine große
Menge Schaulustiger zusammenströmte, um zu sehen, wie sie auf dem
ruhigen Wasser in der Bucht leise auf und ab schaukelten. Lilios,
der Führer des Trupps, kehrte mit fünf abgeschlagenen Köpfen
nach Konstantinopel zurück, wo sie später auf dem Hebedomon zur
Schau gestellt wurden.
Der Chronist Georg Credenus hat uns eine anschauliche
Beschreibung von Kaiser
Phokas überliefert, und sie nimmt uns kaum für ihn
ein. Unter einem Gewirr roter Haare
waren buschige, über
der Nase zusammengewachsene Augenbrauen zu sehen, und der Rest seines
Gesichts wurde von einer gräßlichen langen Narbe entstellt,
die sich rötete, wenn er zornig wurde, was ihn noch häßlicher
machte. Er war jedoch noch viel schlimmer als er aussah. Lasterhaft,
trunksüchtig und krankhaft brutal, liebte er angeblich
nichts so sehr wie den Anblick von Blut. Bis zum Beginn seiner Herrschaft
waren Folterungen im Byzantinischen Reich eher selten gewesen. Es war Phokas,
der den Galgen und die Folterbank einführte, die Blendungen
und Verstümmelungen, die einen düsteren Schatten über
die kommenden Jahrhunderte warfen.
Seine acht Jahre dauernde Herrschaft brachte das Reich
an seinen Tiefpunkt. Demütigung, Erniedrigung und Verzweiflung herrschten
in einem Ausmaß, wie es die byzantinische Geschichte bis dahin nie
erlebt hatte. Es war nicht das erste Mal, und es sollte auch nicht das
letzte Mal bleiben, dass eine Revolution aus dem Volk einem Schreckensregime
Platz gemacht hatte, und es stellte sich heraus, dass der Tod von Maurikios
und seinen Söhnen erst der Anfang war. Danach folgten Hinrichtungen
und Justizmorde Schlag auf Schlag. Unter den Opfern befanden sich ziemlich
unter vielen anderen auch der Prätorianer-Präfekt Konstantinos
Lardys, Komentionolos, des Kaisers Bruder Peter
und ziemlich sicher auch sein Sohn Theodosios.
Allerdings scheint Phokas an das hartnäckige
Gerücht, Theodosios sei nach Persien
geflüchtet, geglaubt zu haben, ließ er doch kurz darauf einen
seiner wichtigsten Gefolgsleute töten, weil er sich angeblich hatte
bestechen lassen, um dem jungen Prinzen die Flucht zu ermöglichen.
Vom neuen Kaiser und seinen Gesinnungsgenossen abgesehen, überlebten
von den Hauptakteuren des Dramas als einzige Germanos,
der Phokas Treue schwor und dessen
Leben unter der Bedingung verschont blieb, dass er Priester wurde, und
Kaiserin
Constantina, die mit ihren drei
Töchtern in ein Kloster gesteckt wurde. Alle, die unter dem Verdacht
standen, noch immer Maurikios
treu
zu sein, starben unabhängig von Rang und Namen durch das Henkersbeil,
den Pfeilbogen und noch häufiger durch langsame Marter.
In der Zwischenzeit hatte König
Chosrau im gewaltsamen Tod seines Genossen und Wohltäters
den lange ersehnten Vorwand gefunden und entsandte 603 ein riesiges Heer
gegen Byzanz. Zu dieser Zeit hatte das Reich nur einen einzigen erstklassigen
Feldherrn im Osten, und zwar einen gewissen Narses - soviel
wir wissen, kein Verwandter seines berühmten Namensvetters -, der
sich in der vorausgegangenen Kriegsphase offenbar hervorgetan hatte, heißt
es doch, bei der Erwähnung seines Namens sei jedes persische Kind
vor Furcht zusammengezuckt. Für Maurikios
hätte Narses vermutlich sofort zu den Waffen gegriffen und
den Angreifer zurückgeschlagen. Unter Phokas
weigerte er sich jedoch, auch nur einen Finger zu rühren.
Er hatte genug von diesem Empörkömmling gehört und war fest
entschlossen, ihn zu stürzen, selbst um den Preis eines persischen
Sieges. So sammelte er seine Soldaten unter seinem eigenen Banner und erhob
sich mit ihnen. Sie nahmen Edessa (heute Urfa) ein und gingen Chosrau
um Hilfe an. Der Teil des Heeres, der Phokas
treu geblieben war, sah sich deshalb gleich zwei Feinden gegenüber
und ergriff bald die Flucht. Narses und Chosrau
trafen sich - laut Überlieferung eine armenischen Chronisten - in
Edessa mit einem jungen Thronanwärter, der behauptete, Theodosios
zu sein. Gemeinsam begannen sie, ihren Angriff auf den Usurpator
zu planen.
Es war nun klar, dass Phokas,
wenn er seine Haut retten wollte, jeden Soldaten an der Ostfront brauchen
würde. Er schloß deshalb eilig einen Waffenstillstand mit den
Awaren, versprach ihnen einen enormen Tribut und warf sich mit voller Kraft
in den Kampf gegen die vorrückenden Perser. Doch es half nichts. Darauf
wurde Narses, vorgeblich zu Friedensverhandlungen, mit dem Versprechen
freien Geleits nach Konstantinopel gelockt. Hätte der Kaiser in guter
Absicht gehandelt, wäre es möglicherweise zu einer Einigung gekommen,
und er hätte vielleicht sogar die Loyalität seines Feldherrn
zurückgewinnen können. Statt dessen wurde Narses festgenommen,
sobald er die Stadt betreten hatte, und bei lebendigem Leibe verbrannt.
Mit einem Schlag hatte sich Phokas
seines besten Feldherrn beraubt. Es blieben nur noch zwei Befehlshaber
mit vergleichbaren Fähigkeiten. Der eine aber starb nach einer Schlacht
an seinen Wunden, der andere wurde unter dem Verdacht des Verrats zurückgerufen
und in Konstantinopel ins Gefängnis geworfen. Dann ging der Oberbefehl
über die Truppen an den Neffen des Kaisers, einen gewissen
Domentziolos, einen unreifen und unerfahrenen jungen Soldaten, dem
wie sich zeigen sollte, seinen brillanten Gegnern das Wasser nicht reichen
konnte. Im Verlauf der folgenden vier Jahre überrollten die persischen
Trupen einen Großteil von Mesopotamien und Syrien, Armenien, Kappadokien,
Paphlagonien und Galatien. Sie rückten stetig und unerbittlich immer
weiter vor, bis ihrer Vorhut 608 das Lager in Chalkedon aufschlug - und
damit in Sichtweite der Reichshauptstadt. Zugleich überfluteten Slawen
und Awaren, die das erhaltene Schutzgeld offenbar vergessen hatten, weiter
ungehindert die Balkanhalbinsel.
Krisen wie diejenige, mit der sich das Reich konfrontiert
sah, rufen oft starke nationale Gefühle hervor. Das bedrohte Volk
ordnet politische, soziale, ja sogar religiöse Differenzen der Entschlossenheit
unter, dem gemeinsamen Feind mit vereinten Kräften gegenüberzutreten.
Als einzige Chance, die Katastrophe abzuwenden, wäre Phokas
daher die Möglichkeit geblieben, eine derartige Geisteshaltung bei
seinen Untertanen zu fördern. Statt dessen wählte er ausgerechnet
diesen Augenblick, um eine umfassende Kampagne zur Verfolgung und Zwangskonvertierung
der Juden zu lancieren. Die meisten seiner anvisierten Opfer lebten in
den Ost-Provinzen, angesichts der persischen Angriffe sozusagen an der
Front. Sie zu einem solchen Zeitpunkt auszugrenzen war ein Akt unglaublichen
Wahnsinns. Entsprechend waren die Folgen. Die Juden von Antiochia erhoben
sich: Sie wehrten sich, indem sie ihrerseits die ortsansässigen Christen
zu massakrieren begannen, wobei Patriarch Anastasios auf besonders schreckliche,
abstoßende Weise zu Tode kam. Tausende, christlichen wie jüdischen
Glaubens, flohen in Panik vor dem Gemetzel und suchten auf persisch besetztem
Gebiet Zuflucht. Es sah aus, als treibe das ganze Reich in Windeseile der
Anarchie zu.
Ein Komplott nach dem anderen wurde geschmiedet. Eines
sah vor, dass Phokas im Hippodrom ermordet
werden und Theodoros, der Prätorianer-Präfekt des Ostens,
seinen Platz einnehmen sollte. Ein anderes sah an der Stelle des Präfekten
Germanos,
der trotz der Priesterweihen, die er gegen seinen Willen empfangen hatte,
noch immer Ambitionen auf den Thron hegte. Beide Verschwörungen wurden
aufgedeckt und dem Kaiser verraten und dieser ließ umgehend alle
Beteiligten hinrichten, diesmal auch Ex-Kaiserin
Constantina und ihre drei Töchter. Als Phokas
erkannte,
wie das Reich rund um ihn allmählich zusammenbrach, verlor er vollends
den Verstand und setzte immer weitere Hinrichtungen an. In Konstantinopel
erhoben sich die Grünen und steckten mehrere öffentliche Gebäude
in Brand. In den Ost-Provinzen herrschte das nackte Chaos. Christen und
Juden fuhren einander nun überall an die Kehle. Letztere verbanden
sich offen mit den Persern, die sie, was nicht weiter überrascht,
mit offenen Armen empfingen. Sogar im weit entfernten Palästina, in
Jerusalem, hatte, was als Faktionskampf zwischen Blauen und Grünen
begonnen hatte, die Ausmaße eines Bürgerkrieges.
Der Sohn des Exarchen von Karthago, Herakleios,
nahm an der Spitze einer riesigen Streitmacht am 3. Oktober 610 Konstantinopel
ein. Zwei Tage später hatte man den blutrünstigen Kaiser gefangengenommen,
ruderte ihn, der kasierlichen Gewänder entledigt, zu
Herakleios' Schiff hinaus und schleppte ihn vor ihn.
Heraklaios fragte
ihn vorwurfsvoll, wie er denn das Reich regiert habe. "Wirst du", erwiderte
Phokas
unerwartet
geistreich, "besser regieren?" Es war eine gute Gegenfrage, allerdings
kaum geeignet, Herakleios milde zu
stimmen. Laut Johannes von Antiochia, einer unserer Quellen, befahl
er
Phokas
in Stücke zu hauen,
um sie den Hunden vorzuwerfen. Andere geben an, er sei den Blauen und den
Grünen ausgeliefert worden: mit demselben Ergebnis. Seine Gefolgsleute
und Kumpane erlitten ein ähnliches Schicksal.