Michael IX. Palaiologos                  Kaiser von Byzanz (21.5.1295-1320)
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1277 † 12.10.1320
            Thessalonike
 

Ältester Sohn des Kaisers Andronikos II. Palaiologos von Byzanz aus seiner 1. Ehe mit der Anna von Ungarn, Tochter von König Stephan V.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 600
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Michael IX. Palaiologos, byzantinischer Mit-Kaiser
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* 1277, † 21. Mai 1320

Ältester Sohn Andronikos‘ II. und Anna, Tochter Stephans V. von Ungarn, präsumptiver Thronfolger, seit 1281 (noch unter Michael VIII.) Mit-Kaiser neben seinem Vater, seit 1294 als ‚Autokrator‘ dem Haupt-Kaiser fast gleichgestellt. Seine zahlreichen militärischen Niederlagen sind wohl weniger ihm als dem miserablen Zustand der byzantinischen Armee seiner Zeit zuzuschreiben. Er unterlag 1302 türkischen Truppen im Hermostal bei Magnesia an Sipylos, 1304 in Thrakien dem Bulgaren-Herrscher Theodor Svetoslav, 1305 bei Apros der Katalanischen Kompagnie, die Rache für die Ermordung ihres Anführers Roger de Flor nahm, und ca. 1311 dem türkischen Söldnerführer Halil in Thrakien. Zumindest zeitweise residierte er in Adrianopel; 1318 zog er sich mit seiner Gattin Maria (Rita von Kleinarmenien, oo 1295) bis zu seinem Tode nach Thessalonike zurück. Eine Reihe der Urkunden, vor allem Privilegien für Klöster, sind in seinem Namen ausgestellt.



Thiele, Andreas: Tafel 211
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

MICHAEL IX. "DUKAS-ANGELOS-KOMNENOS-PALAIOLOGOS"
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* 1277, † 1320

Michael IX. Dukas-Angelos-Komnenos-Palaiologos war seit 1295 ranggleicher Kaiser und tatkräftiger Mitregent seines Vaters. Er war Feldherr gegen die Osmanen und Katalanen und brachte 1305 deren Anführer Roger le Flor um, womit er auch deren Feindschaft provozierte. Er starb aus Gram über den Tod seines Sohnes Manuel.

 1295
  oo MARIA-XENIA VON ARMENIEN, Tochter des Königs Leo III.
              † als Nonne



Michael IX. erhielt 1295 den Titel eines Kaisers, starb aber noch vor seinem Vater.

Norwich John Julius: Band III Seite 304,308,310,315,317,326,338
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Das Jahr 1302 erwies sich für Byzanz in vielerlei Hinsicht als wahres Schreckensjahr. Kaum war der Winter vorbei, mußten die byzantinischen Streitkräfte unter der Führung von Andronikos' Sohn Michael IX. - seit acht Jahren Mit-Kaiser seines Vaters - bei Magnesia in Karien eine demütigende Niederlage seitens der Türken hinnehmen. Michael ließ die verbliebenen Übereste seiner Truppen - von denen sich, der Gerechtigkeit halber sei dies angefügt, die meisten ihrerseits davongemacht hatten - im Stich und kam knapp mit dem Leben davon. Dann erfolgte der venezianische Einfall, und nur wenige Wochen später, am 27. Juli, traf eine byzantinische Formation, die zur Hauptsache aus alanischen Stammesangehörigen bestand - die ebenso auf Reichsgebiet geflohen waren wie vor ihnen die Kumanen, als die Mongolen das Donautal überrollten -, direkt außerhalb von Nikomedia auf ein doppelt so starkes türkisches Heer unter dem Kommando eines Lokalemirs namens Osman. Die Schlacht, die daraufhin entbrannte, forderte keinen besonders hohen Blutzoll; den sich zurückziehenden Griechen und Alanen gelang es überwiegend, nach Nikomedia zurückzukehren. Osmans Weg indes erschien nun klar absehbar, und sein Vorrücken ließ sich nicht mehr aufhalten. Seine Leute drängten südwestwärts die Südküste des Marmarameers entlang. Sie verwüsteten praktisch die ganze Provinz Bithynien, fegten über die Troas hinweg und zogen dann weiter bis Adramyttion an der Ägäis. Sie verschwendeten keine Zeit auf die stark befestigten Städte Nikomedia, Nikäa, Brussa und Lopadium; sie blieben unversehrt und boten einen großen Teil der von ihren geplünderten und zerstörten heimstätten vertriebene Landbevölkerung Zuflucht.
Auch stiftete ihre unerträgliche Arroganz ständig Unzufriedenheit bei ihren Bündnispartnern, und es dauerte nicht lange, bis die 500 alanischen Söldner, die mit ihnen auf einer Seite kämpften, herausbekamen, dass die Katalanen doppelt soviel Sold erhielten wie sie. Es kam zur Meuterei, gefolgt von einer Massenfahnenflucht, und als die Katalanen Pegae erreichten, wo sich das Hauptquartier Mit-Kaiser Michaels IX. befand, hatten sie auf griechischer Seite bereits soviel Feindseligkeit erregt, dass dieser die Tore vor ihnen verschloß.
Im Laufe des Winters 1304/05 scheint von Mit-Kaiser Michael Palaiologos die Nachricht eingetroffen zu sein, dass er der Dienste Roger de Flors nun doch nicht bedürfe; bald darauf kam Roger zu Ohren, Michael habe eine Anordnung an die byzantinischen Truppen erlassen, laut der dem Megas Dux nicht mehr zu gehorchen sei. Es gibt weder Erklärungen noch Hinweise, wie die bulgarische Krise so rasch und offensichtlich ohne Schwierigkeiten beigelegt werden konnte. Man fragt sich daher unwillkürlich, ob es überhaupt je eine solche gab oder ob das Ganze nichts weiter als eine Erfindung war, um Roger und seine Truppe aus dem Osten zurück in eine Gegend zu holen, wo Byzanz ein Auge auf sie haben konnte.
Zweifellos hatte Mit-Kaiser Michael IX. erkannt, dass er sich Roger mit seiner Handlungsweise zur Zeit der bulgarischen Krise zu einem ebenso unnötigen wie gefährlichen Gegner gemacht hatte.
Da beschloß Roger, bevor er seine neuen Ländereien aufsuchte, Michael IX., den er nie persönlich kenengelernt hatte und der sich zu jener Zeit in Adrianopel aufhielt, einen offiziellen Besuch abzustatten. Er wußte, dass der Mit-Kaiser die Katalanen nicht mochte und ihnen sogar noch stärker mißtraute als sein Vater. Rogers wahrer Beweggrund für diesen Besuch könnte daher sehr wohl im Wunsch bestanden haben, die Beziehungen zwischen ihm und Michael zu verbessern oder zumindest einen gewissen Grad an Verständigung zu erreichen, nachdem ihm dies mit Andronikos so gründlich mißlungen war. Maria, die ein Kind erwartete, und auch ihre Mutter Irene rieten ihm dringend, sich nicht unbesonnen und schutzlos in die Höhle des Löwen zu begeben, aber er hörte nicht auf sie. Am 23. März 1305 brach er mit einer Eskorte von 300 Berittenen und 1.000 Fußsoldaten zu Michaels Hauptquartier auf. Roger wurde in Adrianopel ehrenvoll empfangen und blieb über eine Woche dort; sicher ein eindeutiges Zeichen dafür, dass er darin mehr als nur einen Höflichkeitsbesuch sah. Vielleicht spielte Michael vorsätzlich auf Zeit, um genügend Verstärkung für die ihm gebührend erscheinende Behandlung der Katalanen mobilisieren zu können. Wir wissen es nicht. Sicher aber ist, dass Roger de Flor am 5. April, am Vorabend seiner Abreise nach Gallipoli, ermordet wurde. Pachymeres, der sich zum Zeitpunkt der Tat allerdings im 150 Kilometer entfernten Konstantinopel aufhielt, gibt als Mörder Georgios Girkon an, den alanischen Häuptling, dessen Sohn bei Kyzikos während der Auseinandersetzungen zwischen den Katalanen und Alanen getötet worden war und der schon lange einen besonderen Haß gegen ihn hegte. Weiter berichtet er, der Mord habe sich am Eingang zu den Privatgemächern der Mit-Kaiserin Rita-Maria von Armenien zugetragen; wer Roger dorthin bestellt haben soll, erklärt er allerdings nicht. Westliche Quellen - angesichts der Lage möglicherweise verläßlicher - weisen die Tat zwar ebenfalls Georgios Girkon zu, behaupten indes, sie sei während eines Abschiedsbanketts verübt worden, das Michael Roger zu Ehren veranstaltete: Michael habe sich wie üblich gegen das Ende hin zurückgezogen und seinen Gäste überlassen, wie lange sie noch weiter zechen wollten. Da seien die Türen plötzlich krachend aufgeflogen und schwerbewaffnete alanische Söldner in die Halle gestürzt. Umzingelt, in der Minderheit und sicher auch angeheitert, blieb den katalanischen Gästen keine Chance, zu entkommen. Roger de Flor wurde zusammen mit allen anderen meuchlings umgebracht. Von einem Bündnis zwischen Byzanz und der katalanischen Truppe konnte nun keine Rede mehr sein. Fortan herrschte der offene Kriegszustand.
Kaum hatte die Neuigkeit das katalanische Lager in Gallipoli erreicht, stellte die Truppe die Verschiebung nach Asien ein. Wer die Meerenge bereits überquert hatte, wurde zurückgerufen, und die Halbinsel, auf der Gallipoli liegt, zum spanischen Hoheitsgebiet erklärt. Dann rückte die Truppe durch Thrakien vor und rächte sich bitter für die Ermordung ihres Anführers. Um die erheblichen Verluste von Adrianopel auszugleichen, rekrutierte sie türkische und bulgarische Verbände, und es dauerte nicht lange, bis sie wieder ihre ehemalige Größe erreicht hatte. Michael IX., von der Entwicklung der Dinge - an der er mindestens teilweise persönlich die Schuld trug - ernsthaft beunruhigt, unternahm das Äußerste, um ihrem Vormarsch Einhalt zu gebieten, doch sein erbärmliche Heer wurde in der Nähe der Festung Apros bei Rhaidestos (Tekirdag) von der katalanischen Truppe förmlich zermalmt, und er selbst entkam, nachdem er sich im Kampf eingesetzt hatte, nur knapp mit dem Leben.
Im Jahr 1307 überließ Andronikos Theodor Swetoslaw von Bulgarien die Häfen am Schwarzen Meer, die er schon erobert hatte, und ebenso die Hand Theodoras, der Tochter Rita-Marias und Michaels IX.
Aber nicht nur Kaiserin Irene, sondern auch ihr Stiefsohn, der Mit-Kaiser Michael IX., residierte in Thessalonike; er muß kurz nach ihr dort eingetroffen sein. Obwohl erst Mitte 30, waren ihm alle Illusionen über das Leben bereits gründlich vergangen. Als zwar tapferer, aber völlig untalentierter Soldat hatte er den Großteil seines Erwachsenenlebens im Feld verbracht, ohne auch nur eine bedeutende Schlacht zu gewinnen. Abgesehen von wenigen unbedeutenden Siegen über Bulgarien im Jahre 1304 war seine Laufbahn von Niederlagen bestimmt, anfangs in Kleinasien und später auf dem Balkan. Sein jüngstes Debakel hatte ihm ein etwa zweitausendköpfiges türkisches Heer bereitet, welches sich zunächst der katalanischen Truppe angeschlossen hatte und dann, während diese nach Griechenland weiterzog, in Thrakien geblieben war, das ganze Gebiet zwei Jahre lang terrorisiert, sich alles genommen, was es dort noch zu holen gab, und die Verkehrswege unsicher gemacht hatte. Zu Beginn des Jahres 1311 führte Michael ein Heer gegen diese marodierenden Türken: mit dem üblichen katastrophalen Ergebnis. Daraufhin wurde er des Kommandos endgültig enthoben und zog sich ins Privatleben zurück. Mit seiner armenischen Frau Maria (ihren ursprünglichen Namen Rita hatte sie dem Brauch entsprechend durch den angesehenen, byzantinischen ersetzt) hatte Michael vier Kinder. Andronikos, das älteste, ein intelligenter und auffallend gutaussehender Jüngling, wurde im Februar 1316 im Alter von 19 Jahren zum Mit-Kaiser gekrönt. Somit teilten sich nun drei Kaiser den Thron, was die Nachfolge mindestens zwei Generationen lang hätte sichern müssen. Der junge Andronikos zeigte jedoch schon bald Anzeichen gefährlicher Instabilität. Er trank, spielte, trieb sich in schlechter Gesellschaft herum, machte heimlich Schulden bei den genuesischen Kaufleuten in Galata und war auch noch ein bekannter Frauenheld. Ein Jahr nach der Krönung wurde er der Adligen Adelheid von Braunschweig-Grubenhagen angetraut und scheint etwas ernsthafter geworden zu sein, doch nach der Geburt eines Kindes (das früh starb) verlor er den Halt erneut und nahm sein altes Lotterleben wieder auf, falls er es denn überhaupt aufgegeben hatte.
Allmählich begann sein Betragen seinen Angehörigen ernstlich Sorgen zu bereiten. Aber erst 1320 spitzte die Lage sich wirklich bedrohlich zu. Da er eine seiner Liebhaberinnen der Untreue verdächtigte, legte er dem ihm unbekannten Rivalen in der Nähe ihres Hauses einen sorgfältig geplanten Hinterhalt. Ob sein Bruder Manuel tatsächlich dieser Rivale war oder nur zufällig vorbeikam, weiß kein Mensch. Er wurde jedenfalls angegriffen und umgebracht. Michael IX. trauerte noch um den Tod seiner Tochter Anna, als ihm diese Nachricht übermittelt wurde. Ohnehin bereits krank, war diese Schock zuviel für ihn. Er verfiel zusehends und starb am 12. Oktober in Thessalonike. Der aufgebrachte Kaiser Andronikos II. enteignete seinen Enkel und bestimmte Michaels Bruder Konstantin als Erben des byzantinischen Throns. Da kam es zum Bürgerkrieg.

Jäschke Kurt-Ulrich: Seite 29,31
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"Europa und das römisch-deutsche Reich um 1300."

Tatsächlich konnte Kaiser Michael VIII. Palaiologos die umstürzende Wirkung der Osterereignisse von Palermo noch erahnen, da er erst am 22.XII.1282 starb. Nach der byzantinischen Restitutionsphase, die auch als Restauration betitelt wird, blieb die Amtszeit des Michael-Sohnes Andronikos II. (1282-1328) zwar nie in Gefahr einer Gegen-Restauration zugunsten des Lateinischen Kaisertums; aber schon der PALAIOLOGEN-Name für die Markgrafschaft Montferrat als Quasi-Entschädigung für fehlgeschlagene Hoffnungen auf den Kaiserthron in Byzanz signalisiert die Schwierigkeiten: Andronikos II. war in zweiter Ehe verheiratet mit Irene, Schwester des letzten ALEDRAMIDEN-Markgrafen Johann I. von Montferrat (1291-1305), dessen vergebliche Restitutionsbemühungen durch den ANJOU-König Karl II. von Neapel gestützt worden waren. Byzantinischer Mit-Kaiser war schon 1295 Michael IX., Andronikos-Sohn aus erster Ehe mit Anna-Agnes von Ungarn († 1281), und blieb es bis zu seinem Tod 1320, so daß für die Söhne des Irene von Montferrat nur deren Herkunftsland als selbständiges Fürstentum in Frage kam. Das ging nicht ohne Reibereien ab, zumal in Byzanz auch schon der 1297 geborene Michael-Sohn Andronikos III. zu befriedigen war.

Kiesewetter, Andreas: Seite 350-352,357 A
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"Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts."

Kurz vor seiner Abreise nach Frankreich und an die römische Kurie erteilte Karl II. deshalb seinem Sohn Karl Martell Anweisung, die von Robert von Artois und Nikolaus IV. eingeleiteten Verhandlungen zwecks einer Heirat zwischen dem byzantinischen Thronerben Michael IX. und Katharina vom Courtenay fortzuführen. Zugleich sollte sein Sohn auch den Frieden und ein Bündnis mit dem PALAIOLOGEN aushandeln. Zugleich hielt der ANJOU auch den direkten Kontakt mit dem Basileus weiter aufrecht und sandte Pierre de l'Isle im Herbst 1289 an den Bosporus. Doch gelang ein Durchbruch in den Verhandlungen zu diesem Zeitpunkt nicht, da mittlerweile um die Hand Michaels IX. Konkurrenz auf den Plan getreten war. Die Despina Anna Palaiologina von Epiros, die für ihren schwachen Gemahl Nikephoros die Regierungsgeschäfte führte, hatte 1290 ebenfalls mit dem byzantinischen Hof über eine Ehe Michaels IX. mit ihrer Tochter Thamar zu verhandeln begonnen, wobei sie das verlockende Angebot machte, Epiros solle anch dem Tode des Nikephoros an Byzanz zurückfallen.
Schon am 22. September 1291 waren Pierre de Sury, Bertrand de Rocquevaire und Bischof Leucio von Botino als Gesandte beim byzantinischen Kaiser beglaubigt worden und erhielten Vollmacht, die Angelegenheit der Heirat Michaels IX. mit Katharina von Courtenay weiterzuverfolgen. An den byzantinischen Gesandten Johannes glaubte der ANJOU nun auch erhöhte Forderungen stellen zu können. Sowohl Karl II. als auch Katharina von Courtenay war der Vertragsentwurf, den Pierre de Sury mit dem byzantinischen Hof ausgearbeitet hatte, nicht günstig genug. Wohl in diesem Zusamemnhang verlangte der ANGIOVINE die Abtretung des Königreichs Thessalonike, die Pierre de Sury vermutlich Ende 1293 bei Andronikos vorbrachte. Nach Zurückweisung dieses Ansinnens waren im Grunde die Heiratsverhandlungen Byzanz-ANJOU gescheitert.
[Seite 357 Anm. 1 Da Michael IX. bereits am 16. Januar 1296 Maria von Armenien heiratete, begann man offensichtlich auch auf byzantinischer Seite, sich seit Anfang 1294 nach neuen Heiratskandidaten umzusehen. Nach Dölger 4, Nr. 2.157b, befand sich im Frühjahr 1294 bereits eine byzantinische Gesandtschaft in Sizilien, die mit dem Infanten Friedrich über eine Heirat zwischen Michael IX. und Friedrichs Schwester Jolanda verhandelte.]

Heiratskandidatinnen:
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1. KATHARINA DE COURTENAY
    * um 1275, † 3.1.1307

Tochter des Titular-Kaisers Philipp de Courtenay und der Beatrix von Anjou, Tochter von König Karl I.

2. THAMAR VON EPIROS
    * um 1275/80, † 1311

Tochter des Despoten Nikephoros I. Angelos von Epiros aus seiner 2. Ehe mit der Anna Kantakuzena-Palaiologina, Tochter von Johannes

3. JOLANDE VON SIZILIEN
    * 1273, † 1302

Tochter des Königs Peter III. von Aragon-Sizilien und der Konstanze von Sizilien, Tochter von König Manfred
 
 
 
 
 
 

 1295
  oo Maria-Xenia von Armmenien, Tochter des Königs Leo III.
       um 1280 † 1333 als Nonne
 
 
 
 

Kinder:

  Andronikos III.
  1297 † 15.6.1341

  Manuel
        † 1320 ermordet

  Er wurde vom Bruder aus Rivalität ermordet.

  Theodora
       † als Nonne

    1320
  1. oo Theodor Svetoslav Zar von Bulgarien
                  † 1322

    1327
  2. oo Michael Sisman Zar von Bulgarien
                 † 1330

  Anna Despoina
       † 1320

  1. oo Thomas Despot von Epiros
                 † 1318 ermordet

  2. oo Nikolaos Orsini
                † 1323 ermordet
 
 
 
 

Literatur:
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Browning Robert: Byzanz. Roms goldene Töchter. Die Geschichte des Byzantinischen Weltreiches. Gustav Lübbe Verlag GmbH Bergisch Gladbach 1982 Seite 170 - Jäschke Kurt-Ulrich: Europa und das römisch-deutsche Reich um 1300. Verlag W. Kohlhammmer Stuttgart Berlin Köln 1999 Seite 29, 31 - Kiesewetter, Andreas: Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts, Matthiesen Verlag 1999 Seite 350-352,357 A - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band III Seite 304,308,310,315,317,326,338 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 211 -