Tochter des Königs
Bagrat IV. von Georgien-Iberien
Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1443
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Dukas (pl. Dukai)
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Nachdem
Michael VII.
zum Thronverzicht gedrängt worden war, berief sich sein Nachfolger
Nikephoros Botaneiates zur Legitimierung seiner Herrschaft nicht
nur auf seine Verwandtschaft mit den PHOKAI,
sondern er ehelichte auch, noch zu Lebzeiten Michaels
VII., dessen Gattin Maria.
Ähnlich verhielt sich auch Alexios I. Komnenos,
der
Irene heiratete, die Tochter des
Verräters
Andronikos
und
Enkelin von Johannes, der Alexios
1081 geholfen hatte, sich des Thrones zu bemächtigen.
MICHAEL
VII. DUKAS "PARAPINAKES"
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† um
1090
nach 1071
oo MARIA VON GEORGIEN-IBERIEN, Tochter
des Königs Bagrat IV.
† nach 1090 als Nonne
Sie wird 1078 von Kaiser Nikephor
III. geheiratet, der sich damit legitimieren will.
NIKEPHOROS
III. PHOKAS BOTANEIATES
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† 1081
ermordet
1078
oo MARIA VON GEORGIEN-IBERIEN, Tochter
des Königs Bagrat IV.
† nach 1090 als Nonne
Geschieden von Kaiser Michael VII.
Norwich John Julius: Band III Seite 16,22,24,28,75,79
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."
Aus eben diesen Gründen hatte Alexios
jedoch
Feinde am Hof. Er benötigte vor allem dort Fürsprache und fand
sie schließlich in der Person der Kaiserin.
Maria von Alania liebte ihren neuen Ehemann, der so alt war,
dass er ihr Großvater hätte sein können, natürlich
nicht. Als Ex-Frau Michaels VII. war
sie vor allem gegenüber den DUKAS
loyal, zu denen Alexios durch
Irene nun auch gehörte. Vielleicht wußte sie, dass
- wie der zeitgenössische Chronist Johannes Zonaras berichtet
- zwei Busenfreunde ihres Mannes, ein finsteres Paar bajuwarischer Herkunft
namens Borilos und Germanos, am Sturz des jungen Feldherrn
arbeiteten, und fühlte sich verpflichtet, ihn davor zu beschützen.
Vielleicht war ihr aber auch zu Ohren gekommen, dass ihr Mann Nikephoros
mit dem Gedanken spielte, einen fernen Verwandten zum Nachfolger zu ernennen,
und sie wollte die Ansprüche ihres Sohnes Konstantin
sichern.
Und möglicherweise hatte sie sogar selbst ein Auge auf Alexios
geworfen - und die folgenden Ereignisse bestärken diese Hypothese
- und sah sich schon in der Rolle der Theophano.
Von all diesen Annahmen kann jede zutreffen oder auch keine; das läßt
sich heute nicht mehr klären. Wir wissen nur, dass Maria
von Alania im Jahre 1080 Alexios Komnenos
adoptierte. Nikephoros Botaneiates
scheint dagegen nicht protestiert zu haben. Dem politisch heillos unfähigen
Kaiser, dem seine Frau ohnehin völlig überlegen war, machte das
Alter wohl allmählich ziemlich zu schaffen.
Das einzige Problem, nämlich ohne Argwohn zu erregen,
die nötigen Truppen um sich zu scharen, hatte sich nun mit einem Schlag
erledigt. Sofort gab er Befehl, das Heer beim kleinen Dorf Zurulos zu sammeln,
das in einiger Entfernung von Konstantinopel an der Straße nach Adrianopel
lag. Borilos und Germanos hätte nichts ungelegener kommen können
als Alexios' Adoption durch
Kaiserin Maria
und seine neue Aufgabe. Niemals zuvor hatte ihr alter Gegner eine so starke
Position innegehabt. Als Angehöriger der Kaiserfamilie konnte er im
Palast aus und ein gehen, hatte tagtäglich Kontakt mit dem Kaiser
und - was noch viel gefährlicher war - der Kaiserin, deren Spione
allgegenwärtig waren und die ihn über alles, was vorging, auf
dem laufenden halten konnte.
Doch schon standen dringende Staatsaufgaben an, nicht
zuletzt der sich bereits abzeichnende Bruch zwischen seiner eigenen Gefolgschaft
und den DUKAS. Grund für die Entzweiung
war das Verhältnis zwischen ihm und Kaiserin
Maria von Alania. Als Ehefrau des abgesetzten Basileus
hätte sie eigentlich nach Einzug des neuen Kaisers den Palast verlassen
müssen; aber das fiel ihr nicht im Traum ein. Allerdings war sie auch
dessen Adoptiv-Mutter; aber selbst dieser Umstand rechtfertigte
noch lange nicht, dass Alexios seine
15-jährige Ehefrau Irene Dukas
in einem anderen, kleineren und tiefer gelegenen Palast gemeinsam mit ihrer
Mutter, ihren Schwestern und ihrem Großvater väterlicherseits
unterbrachte, mit der hinreißenden Maria
dagegen im Bukoleon residierte.
Angesichts dieser zweiten Krönung binnen Wochenfrist
wußte die Familie
DUKAS, dass sie sich behauptet hatte; Alexios
hatte die erste Lektion gelernt. Sollte zwischen ihm und seiner Adoptiv-Mutter,
Kaiserin
Maria von Alania, eine gefühlsmäßige Bindung
bestanden haben, so war diese jetzt zerrissen.
Maria erklärte sich bereit, das Bukoleon zu verlassen,
unter der Bedingung jedoch, dass ihre persönliche Sicherheit sowie
jene Konstantins, ihres Sohnes aus
der Ehe mit Michael VII., durch ein Dokument
in scharlachroter Schrift und mit goldenem Siegel beglaubigt, garantiert
werde. Zudem sollte Konstantin Alexios'
Mit-Kaiser werden. Beide Forderungen wurden umgehend gewährt. Darauf
zog Maria sich mit ihrem Sohn in die
prunkvolle Villa direkt am Manganenkloster zurück, die Konstantin
IX. knapp 40 Jahre zuvor für seine Geliebte Sklerina
hatte einrichten lassen.
Runciman, Steven: Seite 68-70
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"Geschichte der Kreuzzüge"
Michaels verlassene Gattin,
die kaukasische Maria von Alanien
und liebreizendste Prinzessin ihrer Zeit, besaß die Klugheit,
dem Usurpatoren ihre Hand anzutragen.
In Konstantinopel verschleuderte Kaiser
Nikephoros seine einzige Chance
sich auf dem Thron zu halten, indem er mit der Familie der KOMNENEN
einen Streit anfing. Isaak und Alexios
hatten ihm treu gedient und gehofft, sich seine Gunst durch enge Freundschaft
mit der Kaiserin zu erhalten, deren Base Isaak geheiratet hatte
und deren Geliebter, wie es hieß, Alexios
selbst war. Aber die Kaiserin konnte die Hofintrigen, welche Nikephoros
gegen die Brüder eingenommen hatte, nicht im Zaunm halten. Um ihrer
eigenen Sicherheit willen waren die Brüder zum Aufstand gezwungen;
und Alexios, von seiner Familie als
der Fähigere von beiden erkannt, ließ sich zum Kaiser ausrufen.
Alexios' Familie,
deren Verbindungen sich durch die gesamte byzantinische Aristokratie verzweigten,
hatten ihn unzweifelhaft an die Macht geholfen; und er hatte seine Stellung
durch eine Heirat mit einer Dame aus dem Hause
DUKAS gefestigt. Aber die Ränke und Eifersüchteleien
seiner Verwandten, insbesondere der Haß, den seine herrschsüpchtige
Mutter gegen seine Gattin und ihre Sippe nährte, schufen ihm nur noch
zusätzliche Schwierigkeiten. Der Hof war voll von Angehörigen
früherer kaiserlichen Familien oder der Familien von Usurpatoren und
Gegen-Kaisern, die Alexios durch Heiratsbündnisse
an sich zu fesseln suchte. Da waren die Kaiserin
Maria, von grimmiger Eifersucht auf die neue
Kaiserin Irene verzehrt, und Marias
Sohn,
Konstantin Dukas,
den Alexios zu seinem jüngeren
Mitregenten machte und bald seinem ältesten Kind Anna
anverlobte; da waren die Söhne des Romanos
Diogenes, deren einen er mit seiner Schwester Theodora
verheiratete; da war der Sohn des Nikephoros
Bryennios, der nach dem frühen Hinscheiden des Konstantin
Dukas wahrhaftig die Anna Komnene
heiratete; da war Nikephoros Melissenos, bereits mit Alexios'
Schwester
Eudokia
verheiratet,
der seine Ansrüche auf das Reich gegen den Titel Cäsar
an seinen Schwager abtrat.
Browning Robert: Seite 119
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"Byzanz. Roms goldene Töchter. Die Geschichte des
Byzantinischen Weltreiches."
Alexios stabilisierte
seinerseits seine Herrschaft, indem er Mitglieder seiner Familie und deren
einflußreiche Freunde in hohe Staatsstellungen lancierte. Zuerst
profiterte davon auch die DUKAS-Familie;
Alexios
verlobte seine Tochter Anna mit dem
präsumptiven
Thronfolger Konstantin, dem Sohn
Michaels VII. und der Maria
von Alania, doch gestalteten sich die Beziehungen zum DUKAS-Clan
in der Folgezeit schwieirg. Als 1092 sein Sohn
Johannes zur Welt kam, löste er die Verlobung und stützte
sich seitdem auf seine eigene Verwandtrschaft.
nach 1071
1. oo Michael VII. Dukas
um 1055 † um 1090
1078
2. oo Nikephoros III.
um 1005 † 1081
Kinder:
1. Ehe
Konstantin Dukas der Purpurgeborene
1074 † 1093
Literatur:
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Browning Robert: Byzanz. Roms goldene Töchter.
Die Geschichte des Byzantinischen Weltreiches. Gustav Lübbe Verlag
GmbH Bergisch Gladbach 1982 Seite 119 - Bünemann, Richard:
Robert Guiskard 1015-1085. Ein Normanne erobert Süditalien. Böhlau
Verlag GmbH & Cie, Köln 1997 Seite 103 - Norwich John Julius:
Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf
und München 1993 Band III Seite 16,22,24,28,75,79 - Runciman,
Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C.
Beck München 1978, Seite 68-70 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 199,200 -