Konstantin Dalassenos
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    nach 1042
 

Sohn des N.N.
 

Norwich John Julius: Band II Seite 336,378,384
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Seit dem Tode ihres Bräutigams OTTO III. führte sie ein zurückgezogenes Leben in den Frauengemächern des kaiserlichen Palastes in Gesellschaft ihrer jüngeren Schwester Theodora. Diese war weit intelligenter, aber weniger attraktiv, und Zoe verstand sich mit ihr offenbar überhaupt nicht. Obwohl erst Mitte vierzig, zeigte Theodora bereits altjüngferliche Züge. Zoe dagegen, die auf die fünfzig zuging und wohl keine Kinder mehr bekommen konnte, malte sich noch immer aus, was sie durch die Ehe, die ihr vergönnt gewesen war, alles hatte erreichen können und sehnte sich nach Befreiung aus ihrem goldenen Käfig im Palast. Sie wußte jedoch - und das  gereichte ihr zum Trost -, dass diese Befreiung früher oder später erfolgen mußte, war sie doch Erbin ihres Vaters, so dass das kaiserliche Diadem, wenn auch nicht an sie, so zumindest über sie auf einen Ehemann übergehen würde. In der heißen Diskussion am Lager des sterbenden Kaisers tauchte zunächst der Name des Patrikios Konstantin Dalassenos auf, Mitglied einer der wenigen Familien der "Mächtigen", die stets loyal zur makedonischen Dynastie gehalten hatten. Man sandte also einen Boten, um ihn umgehend nach Konstantinopel zu beordern. Doch kaum sprach sich die Kunde davon in der Verwaltung von Konstantinopel herum, brach umgend ein wahrer Proteststurm los, so daß der Kaiser augenblicklich nachgab.
Im übrigen komme Michael V. das Verdienst zu, Konstantin Dalassenos, den Erzfeind seines Onkels, aus dem Gefängnis geholt zu haben.
Als erstes fiel Zoes Blick auf den - vor kurzem aus dem Gefängnis entlassenen - vornehmen und stattlichen Konstantin Dalassenos, der, wie man sich erinnert, im Jahre 1028 Wunschkandidat ihres sterbenden Vaters war, bevor die Zivilbeamten ihn überredeten, es sich noch einmal zu überlegen. Zur einhelligen Entrüstung aller erschien er am Hof in Zivil und verhielt sich Kaiserin Zoe gegenüber so kühl und überheblich, daß sie ihn umgehend wieder wegschickte.
 
 
 
 

  oo N.N.
          
 
 
 
 

Kinder:

  Tochter
      

  oo 1. Konstantin X. Dukas Kaiser von Byzanz
           1007 21.5.1067
 
 
 
 

Literatur:
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Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band II Seite 336,378,384 -