Sohn des vornehmen Kelten N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 641
********************
Jovinus, weströmischer Usurpator
----------
†
Vornehmer Gallier, 411 in Mainz zum Kaiser gegen Honorius erhoben, fand in Gallien und Britannien rasch Anerkennung. Nach der Einnahme von Arles suchte er Verbindung mit dem Westgoten-König Athaulf, der sein Heer nach dem Tode Alarichs nach Süd-Gallien geführt hatte. Als dieser jedoch vom Hof in Ravenna günstige Siedlungsangebote erhielt, verriet er Jovinus und dessen zum zweiten Augustus erhobenen Bruder Sebastianus. Beide fanden 412 den Tod.
Literatur:
-----------
REIX, 2012f. - A. Demandt, Die Spätantike (HAW III/6,
1989), 148.
Iovinus.
Weströmischer Usurpator 411-413 (?)
Ein gebürtiger Gallier, wurde durch den Alanen
Goar und den Burgunder Guntharius
veranlaßt, in Mundiacum den Purpur zu nehmen, fand auch Anerkennung
in weiten Teilen Galliens und Britanniens, wurde aber, als er mit Germanen-Vökern
gegen Arelate zog, vom Westgoten-König Athaulf
besiegt und 412/13 durch den praefectus praetorio Dardanus
getötet.
RE IX 2012, KP II 1444.
JOVINUS
-------------
† 413
ermordet
Erhebt sich nach dem Scheitern Konstantins
(III.) 411 in Nord-Gallien und wird Kaiser, stützt
sich auf die Alanen und Burgunder: siedelt letztere bei Worms an, wo diese
ihr älteres Reich gründen, gerät bald gegen die nach Gallien
vordingenden Westgoten unter König Athaulf
und
muß sich letztlich ihm ergeben; zeitweise waren ihm auch das Arelat
und England zugefallen; wird mit vielen seiner Anhänger von Athaulf
ermordet.