Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 532
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Johannes, römischer Kaiser 423-425
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Nach dem Tod des Honorius vom Senat erhoben und vom Heer in Ravenna bestätigt, trotz seines milden und verständigen Charakters von Theodosius II. in Konstantinopel nicht anerkannt. Um die Getreideversorgung Roms zu sichern, entsandte er einen Großteil des Heeres nach Afrika zum Kampf gegen den comes Bonifatius, so daß ihm in Italien nur noch wenig Truppen zur Verfügung standen. Deshalb mußte er sich, als ein oströmisches Heer unter Ardabur und Aspar anrückte, in das befestigte Ravenna zurückziehen. Da der erhoffte Entsatz hunnischer Hilfsvölker aus Gallien unter Führung des Aetius ausblieb, wurde er gefangengenommen und hingerichtet.
R. Klein
Römischer Kaiser
Als Vorsteher der Geheimsekretäre (lateinisch
primicerius notariorum) nach dem Tod des Honorius
von
hohen Hofbeamten mit Duldung des Militärs in Rom erhoben. Vergeblich
versuchte Johannes, die Anerkennung
des Ost-Kaisers Theodosius II. zu erlangen.
Er erlag dem Angriff einer oströmischen Armee, wurde gefangen und
getötet. Seine Herrschaft galt als milde.
Iohannes.
Weströmischer Usurpator 423-425
Wurde als hoher Beamter nach dem Tod des Honorius
im Dezember 423 von Senat und Heer zum Augustus des Westens ausgerufen,
jedoch vom Osten nicht anerkannt. Truppen Theodosius'
II.,
die Galla Placidia und ihren Sohn Valentinian
III. nach Ravenna zurückführten, besiegten ihn nach
kurzer, verdienstvoller Regieruiing, worauf er in Aquileia schmachvoll
hingerichtet wurde.
RE IX 1745, KP II 1429.
JOHANNES
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Wohl verwandt mit einem gleichnamigen Primicerius notariorum,
der schon unter Kaiser Theodosius diente.
Johannes
wurde wie dieser Primicerius notariorum (kaiserliche Notar)
und riß nach dem Tod des
Kaisers Honoriusdie
Gewalt an sich und wurde vom Senat und Heer als Kaiser akzeptiert. Er wurde
als mild und hochherzig geschildert und grenzte die Rechte der Kirche ein,
obwohl er Christ war. Er geriet gegen Bonifatius und gegen Byzanz,
wurde 425 Konsul, was Byzanz auch nicht anerkannte. Er schickte
den jungen Aetius um Hilfe zu den Hunnen, wurde lange Zeit in Ravenna
belagert, letztlich gefangengenommen und hingerichtet, da die hunnische
Hilfe zu spät kam. Ihm folgte Valentinian
III.