Glycerius                                        Römischer Kaiser (3.3.473-24.6.474)
------------                                       Bischof von Salona
   nach 480
 

Herkunft und frühere Laufbahn unbekannt
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1518
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Glycerius, weströmischer Kaiser 473/474
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Unter Olybrius zum comes domesticorum aufgestiegen, wurde er auf Veranlassung Gundobads, des mächtigen Nachfolgers Ricimers, in Ravenna vom Heer zum Kaiser ausgerufen. Während der Regierung des als frommer Christ bekannten Glycerius gelang es, in Italien eingefallene ostgotische Scharen durch Geschenke zum Abzug nach Gallien zu bewegen. Der oströmische Kaiser Leo erkannte den neuen Herrscher nicht an und entsandte Iulius Nepos mit einer Flotte in den Westen. Als dieser bei Rom gelandet war und zum Kaiser ausgerufen wurde, ergab sich Glycerius kampflos, erreichte es jedoch, zum Bischof von Salonae in Dalmatien geweiht zu werden. Dort soll er an der Ermordung des Iulius Nepos (480) beteiligt gewesen sein.



Lexikon Alte Kulturen: Band II Seite 102
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Glycerius
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Weströmischer Kaiser (473/74)

Glycerius war zunächst Kommandant der kaiserlichen Leibgarde unter Kaiser Olybrius, nach dessen Tod er sich, auf Veranlassung des Patricius Gundobad, im März 473 in Ravenna zum Kaiser erhob. Der oströmische Kaiser Leon I. verweigerte ihm aber die Anerkennung und sandte seinen Prätendenten Iulius Nepos, nach Italien, dem Glycerius sich kampflos unterwarf. Er war danach Bischof von Salona und soll 480 an der Ermordung des Nepos beteiligt gewesen sein.



Veh Otto: Seite 57
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"Lexikon der römischen Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr."

Glycerius.

Weströmischer Kaiser 473/74
War unter Olybrius comes domesticorum und nahm auf Veranlassung Gundobads, des Neffen Ricimers, am 3. März 473 zu Ravenna den Purpur. Von Ostrom nicht anerkannt, ergab er sich kampflos einer von Leo I. mit dem neuen Thronprätendenten Nepos entsandten Streitmacht und ließ sich zum Bischof von Salona weihen. Als solcher soll er an der Ermordung des Nepos 480 beteiligt gewesen sein.

RE VII 1467, KP II 821.



Thiele, Andreas: Tafel 488
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

GLYCERIUS
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   † nach 480

Herkunft und frühere Laufbahn sind unbekannt.

Glycerius wurde Präfekt unter Kaiser Olybrius und 473 durch Prinz Gundobad von Burgund (Neffe und Nachfolger des Ricimer als Reichsmarschall) Kaiser. Er besaß keine wirkliche Autorität, die sowieso nicht über Italien hinausreichte und selbst da stark eingeschränkt war. Er residierte in Ravenna, da Rom schon lange nicht mehr als sicher genug galt. Die einfallenden Ostgoten veranlaßte er, nach Gallien weiterzuziehen gegen die Westgoten. Er soll sehr fromm gewesen sein und veranlaßte ein Antisimoniegesetz. Er wurde mit Gundobad 474 durch Julius Nepos gestürzt, war danach Bischof von Savona und ließ aus Rache Julius Nepos 480 ermorden.
Danach nicht mehr greifbar.



Literatur:
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Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 47,110,355 - Gottschalk Gisela: Die großen Cäsaren. Ihr Leben, ihre Taten, ihre Zeit. Scherz Verlag Bern und München 1980 Seite 260 - Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg 1977 Seite 405-408 - Lexikon Alte Kulturen, Meyers Lexikonverlag Mannheim/Wien/Zürich 1990 Band II Seite 102 - Riehl Hans: Die Völkerwanderung. Der längste Marsch der Weltgeschichte. W. Ludwig Verlag 1988 Seite 243 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 488 - Veh Otto: Lexikon der römischen Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr. Artemis & Winkler Verlag Düsseldorf/Zürich 1998 Seite 57 -