Tochter des Fürsten Francesco II. von Mytilene
und Lesbos und einer namentlich unbekannten Tochter von Kaiser
Johannes
V. von Byzanz
Thiele, Andreas: Tafel 213
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
JOHANNES
VII. ANDRONIKOS
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* 1370, † 1408
oo EUGENIA GATTILUSI, Tochter des Fürsten
Francesco von Mytilene und Lesbos; Cousine
† 1440
Eine andere Spekulation führt zwei kaum bekannte
zeitgenössische Quellen an, die den Tod des jungen "Basileus"
Andronikos
Palaiologos im Alter von sieben Jahren zum Gegenstand haben,
eines mutmaßlichen Sohnes von
Irene
Gattilusio
und Johannes VII. Bis
vor kurzem ahnte niemand etwas von der Existenz dieser kleinen, schattenhaften
Figur; heute aber ist die folgende Hypothese mehr oder weniger allgemein
anerkannt [4 Ein weiteres Beweisstück dafür, daß
es sich bei Andronikos V. nicht um
ein Phantom handelt, ist eine Elfenbeinschnitzerei in Dumbarton Oaks, Washington,
die mit hoher Wahrscheinlichkeit Johannes
und Andronikos im Jahre 1403/04 in
Thessalonike darstellt.]. Falls der kleine Andronikos
erst nach Manuels Abreise in den Westen
zur Welt kam - und es ist unwahrscheinlich, daß
Manuel das Reich Johannes so
lange Zeit anvertraut hätte, hätte Irene
schon
vorher einen Erben geboren - und vor seiner Rückkehr zum Mit-Kaiser
gekrönt wurde, wäre Manuels
Reaktion
ohne weiteres verständlich. Dagegen erhebt sich vor allen Dingen folgender
Einwand: Obwohl die Texte von Andronikos
als Basileus sprechen, enthalten sie keinen Hinweis auf den Zeitpunkt seiner
Krönung. Sollte eine solche Zeremonie während der Abwesenehit
Manuels
aber stattgefunden haben, wäre sie höchstwahrscheinlich auch
von anderen Quellen vermerkt worden. Also wurde Andronikos
wohl gar nicht in Konstantinopel gekrönt, sondern als Basileus von
Thessalien, und zwar zu der Zeit, als die Familie sich in Thessalonike
aufhielt.
Die Wahrheit wird wohl nie an den Tag kommen. Johannes
und Irene haben sich anscheinend zufrieden
in Thessalonike eingerichtet, nicht wehmütig auf die Zeit der Machtausübung
in Konstantinopel zurückgeblickt, Manuel
keine Schwierigkeiten mehr bereitet und viel Zeit darauf verwendet, religiöse
und karitative Stiftungen um ihres Seelenheils willen zu gründen.
Johannes
starb im September 1408, nachdem er vorher noch die Mönchskutte
übergestreift und wie sein Urgroßvater Johannes
Kantakuzenos den
Ordensnamen Joasaph angenommen hatte.
1397
oo Johannes VII. Kaiser von Byzanz
1370 †
22.9.1408
Kinder:
Andronikos V.
um 1400 † vor
1408
Literatur:
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Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des
oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München
1993 Band III Seite 420 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 213 -