Sohn des N.N.
Ensslin Wilhelm: Seite 14
**************
"Theoderich der Große."
Der Prätorianer-Präfekt Anthemius hatte unter Theodosius II. 412 diese Verteidigungsanlage begonnen.
Grant, Michael: Seite 354,363-364,400
*************
"Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende
des Imperiums. Eine Chronik."
Auch Eudoxia war inzwischen
(an einer Fehlgeburt) gestorben, und so ging die Regierung unter Arcadius
an den Prätorianer-Präfekten des Ostens, Anthemius,
über, der in den Rang eines Patriziers erhoben wurde. Er leitete
die Unterwerfung der räuberischen Isaurier in den Süd- und Ostprovinzen
Kleinasiens und beobachtete mit wachsamen Auge die Politik Alaricus'
und Stilichos.
Als Arcadius 408
starb, folgte ihm der siebenjährige Theodosius
ohne irgendeinen Einspruch auf den Thron des Ostreiches nach. Man übergab
ihn der Obhut des Antiochos, eines Palasteunuchen; doch der Mann, der als
erster die Regierungsgeschäfte für ihn führte, war Anthemius,
der als Prätorianer-Präfekt schon unter seinem Vater gedient
hatte. Mit Hilfe seines Freundes Troilos, der als heidnischer Sophist unter
den Gebildeten der Hauptstadt hohes Ansehen genoß, regierte Anthemius
energisch und erfolgreich. Als er gleich nach dem Regierungsantritt des
Theodosius mit einer Getreideknappheit konfrontiert wurde, welche
die Bevölkerung Konstantinopels dermaßen aufbrachte, daß
man den Amtssitz des Stadtpräfekten in Brand steckte, ergriff er wirkungsvolle
Maßnahmen, um die Getreideversorgung nicht nur kurz-, sondern auch
langfristig sicherzustellen. Er unterhielt gute Beziehungenz mit dem Hof
in Ravenna, was durch Stilichos Tod erleichtert wurde. Mit den Persern
schloß er ein neues Abkommen, und den Bewohnern der Ostprovinzen
wurden die Steuerschulden erlassen. Besondere Aufmerksamkeit widmmete Anthemius
dem Wiederaufbau der Städte im Domauraum und in der Präfektur
Illyricum, die von den Westgoten zerstört worden waren. Eine Invasion
des Hunnen-Königs Uldin in Mösienn
wurde abgewehrt.
Auch für die Zukunft rüstete man sich gegen
Hunnen- und Germaneneinfälle. Zu diesem Zweck wurde die Flotte wesentlich
verbessert und verstärkt. Vor allem aber ließ Anthemius Konstantinopel
befestigen, nachdem er erlebt hatte, wie Rom an Alaricus
gefallen war. Deshalb wurde 413 eine neue Landmauer errichtet, die noch
heute die Stadt im Westen begrenzt und die von der Propontis bis zum "Goldenen
Horn" verlief. Sie war das bedeutendste Bauwerk, das in der Amtszeit des
Anthemius
entstanden ist.
414 wurde Aelia Pulcheria
zur Augusta erhoben, und übernahm an Stelle des Anthemius die regierungsgeschäfte.
Von Anthemius hören wir von nun an nichts mehr.
Leos Wahl fiel auf
Anthemius,
den Mann seiner Tochter
Euphemia. Aus
Galatien stammend und in griechsischer Philosophie wohlbewandert, nahm
er für sich Anspruch, ein Nachfahre jenes Prokopios
zu
sein, der 365 für kurze Zeit Gegen-Kaiser im Osten war.
Anthemius'
Vater, der wie er Procopius hieß, war Heermeister und patrizischen
Ranges. Sein Großvater mütterlicherseits war jener Anthemius,
der für den Knaben Theodosius II. erfolgreich
diie Regierungsgeschäfte geführt hatte.
oo N.N.
†
Kinder:
Anthemius Procopius
†
Literatur:
-----------
Ensslin Wilhelm: Theoderich der Große. F.
Bruckmann KG München 1959 Seite 14 - Grant, Michael: Die römischen
Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz
Verlag Augsburg 1977 Seite 354,363,367,400 - Norwich John Julius:
Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf
und München 1993 Seite 158 -