Anthemius Prokopius                      Heermeister
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um 360 415
 

Sohn des N.N.
 

Ensslin Wilhelm: Seite 14
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"Theoderich der Große."

Der Prätorianer-Präfekt Anthemius hatte unter Theodosius II. 412 diese Verteidigungsanlage begonnen.

Grant, Michael: Seite 354,363-364,400
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"Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik."

Auch Eudoxia war inzwischen (an einer Fehlgeburt) gestorben, und so ging die Regierung unter Arcadius an den Prätorianer-Präfekten des Ostens, Anthemius, über, der in den Rang eines Patriziers erhoben wurde. Er leitete die Unterwerfung der räuberischen Isaurier in den Süd- und Ostprovinzen Kleinasiens und beobachtete mit wachsamen Auge die Politik Alaricus' und Stilichos.
Als Arcadius 408 starb, folgte ihm der siebenjährige Theodosius ohne irgendeinen Einspruch auf den Thron des Ostreiches nach. Man übergab ihn der Obhut des Antiochos, eines Palasteunuchen; doch der Mann, der als erster die Regierungsgeschäfte für ihn führte, war Anthemius, der als Prätorianer-Präfekt schon unter seinem Vater gedient hatte. Mit Hilfe seines Freundes Troilos, der als heidnischer Sophist unter den Gebildeten der Hauptstadt hohes Ansehen genoß, regierte Anthemius energisch und erfolgreich. Als er gleich nach dem Regierungsantritt des Theodosius mit einer Getreideknappheit konfrontiert wurde, welche die Bevölkerung Konstantinopels dermaßen aufbrachte, daß man den Amtssitz des Stadtpräfekten in Brand steckte, ergriff er wirkungsvolle Maßnahmen, um die Getreideversorgung nicht nur kurz-, sondern auch langfristig sicherzustellen. Er unterhielt gute Beziehungenz mit dem Hof in Ravenna, was durch Stilichos Tod erleichtert wurde. Mit den Persern schloß er ein neues Abkommen, und den Bewohnern der Ostprovinzen wurden die Steuerschulden erlassen. Besondere Aufmerksamkeit widmmete Anthemius dem Wiederaufbau der Städte im Domauraum und in der Präfektur Illyricum, die von den Westgoten zerstört worden waren. Eine Invasion des Hunnen-Königs Uldin in Mösienn wurde abgewehrt.
Auch für die Zukunft rüstete man sich gegen Hunnen- und Germaneneinfälle. Zu diesem Zweck wurde die Flotte wesentlich verbessert und verstärkt. Vor allem aber ließ Anthemius Konstantinopel befestigen, nachdem er erlebt hatte, wie Rom an Alaricus gefallen war. Deshalb wurde 413 eine neue Landmauer errichtet, die noch heute die Stadt im Westen begrenzt und die von der Propontis bis zum "Goldenen Horn" verlief. Sie war das bedeutendste Bauwerk, das in der Amtszeit des Anthemius entstanden ist.
414 wurde Aelia Pulcheria zur Augusta erhoben, und übernahm an Stelle des Anthemius die regierungsgeschäfte. Von Anthemius hören wir von nun an nichts mehr.
Leos Wahl fiel auf Anthemius, den Mann seiner Tochter Euphemia. Aus Galatien stammend und in griechsischer Philosophie wohlbewandert, nahm er für sich Anspruch, ein Nachfahre jenes Prokopios zu sein, der 365 für kurze Zeit Gegen-Kaiser im Osten war. Anthemius' Vater, der wie er Procopius hieß, war Heermeister und patrizischen Ranges. Sein Großvater mütterlicherseits war jener Anthemius, der für den Knaben Theodosius II. erfolgreich diie Regierungsgeschäfte geführt hatte.
 
 
 
 

  oo N.N.
          
 
 
 

Kinder:

  Anthemius Procopius
      
 
 
 
 

Literatur:
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Ensslin Wilhelm: Theoderich der Große. F. Bruckmann KG München 1959 Seite 14 - Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg 1977 Seite 354,363,367,400 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Seite 158 -