Jüngerer Sohn des Kaisers
Manuel
II. Palaiologos von Byzanz und der Helene
Dragas von Serbien, Tochter von Fürst Konstantin
Thiele, Andreas: Tafel 213
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
ANDRONIKOS
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† 1429
(an Elephantiasis)
Andronikos wurde 1403
Despot
von Thessaloniki, das 1423 an Venedig verkauft wurde. Er wurde Mönch
und starb an Elephantiasis.
Manuel wurde in Thessaloniki
von seinem mittlerweile vierzehnjährigen Sohn Andronikos
herzlich empfangen und kümmerte sich eine zeitlang um die Lage auf
dem Berg Athos.
Manuels Sohn Andronikos
litt an Elephantiasis und war verhandlunsunfähig [12 Zumindest
laut Chalkokondylas. Andere Quellen sprechen von Lepra oder Epilepsie.
Wir haben also die Wahl.]. Im Frühsommer veranlaßte er einen
außerordentlichen und völlig unerwarteten Schritt: Mit Kenntnis
und voller Billigung seines Vaters und auch seines Bruders sandte er einen
Boten an die venezianischen Machthaber auf Euböa und bot Thessalonike
Venedig an.
Thessalonike wurde weder verkauft noch aufgegeben.
Andronikos brachte seine Gründe ungeschminkt vor. Byzanz
könne die Stadt nicht mehr verteidigen, wie sie es verdiene. Er selbst
sei zu krank, um in der gegenwärtigen Bedrängnis die Verantwortung
zu tragen. Für den Fall, daß Venedig die Last übernehmen
wolle, bitte er nur um die Erhaltung aller politischen und religiösen
Einrichtungen. Venedig ließ sich Zeit mit der Entscheidung, nahm
das Angebot aber schließlich an. Nach einer angemessenen Zeitspanne
brach Andronikos in die Morea auf,
wo er in ein Kloster eintrat und vier Jahre später starb.
Runciman Steven: Seite 16,52
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"Die Eroberung von Konstantinopel 1453"
Obwohl Murads II.
Versuch, die Stadt Konstantinopel zu belagern, zu nichts führte, war
der Druck, den er auf andere Teile des Kaiser-Reichs ausübte, so stark,
daß der Statthalter von Thessalonike, Manuels
dritter
Sohn Andronikos, ein kränklicher,
ängstlicher Mann, daran verzweifelte, die Stadt halten zu können,
und sie an die Venezianer verkaufte.
Der nächstälteste der Brüder war
Theodor; dann folgten Andronikos,
Konstantin,
Demetrios
und
Thomas.
Theodor
und Andronikos starben vor Johannes.
Andronikos war ein kränklicher und unbedeutender Mann.
Seine einzige bedeutungsvolle Tat war der Verkauf von Thessalonike an Venedig
im Jahre 1423 gewesen. Er hatte sich anschließend unter dem Namen
Akazios
in das Kloster des Pantokrator in Konstantinopel zurückgezogen und
war dort 1428 gestorben.
Literatur:
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Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des
oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München
1993 Band III Seite 426,435 - Runciman Steven: Die Eroberung von
Konstantinopel 1453 C.H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1966
Seite 16,52 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln
zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 213 -