Sohn des N.N.
Thiele, Andreas: Tafel 193
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
ANASTASIOS II.
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† 718 ermordet
Anastasios II. war
Protoasekretes und General und wurde 713 durch die Armee zum
Kaiser
ausgerufen.
Er widerrief den Bruch mit dem Papsttum, erneuerte den Krieg gegen die
Araber, war erfolglos, wurde 715 abgesetzt und mußte
Mönch
werden. Er wurde später unter dem Vorwurf des Verrats
hingerichtet.
Norwich John Julius: Band I Seite 419
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."
Nachdem den Opsikiaanern ihr Staatsstreich geglückt
war, hätte man erwartet, dass sie einen der Ihren zum Basileus ausrufen
würden. Irgendwie versuchte man dies aber zu verhindern, und die Wahl
von Senat und Volk fiel auf einen gewissen Artemios, den wichtigsten
Sekretär
des vorigen Kaisers. Vielleicht war es dieser Hintergrund, der ihn
bewog, als Kaiser den Namen eines anderen ehemaligen Beamten anzunehmen,
der zur höchsten Regierungsgewalt aufgestiegen war. Am folgenden Tag,
am Pfingstsonntag, wurde er in der Hagia Sophia vom Patriarchen zum
Kaiser Anastasios
II. gekrönt.
Anastasios war ein
bei weitem fähigerer Herrscher als sein Vorgänger und hätte
eine um einiges längere Anlaufzeit verdient, als ihm vergönnt
war. Er begann völlig vernünftig, mit der Aufhebung von Philippikos'
monotheletischen Edikt und ließ das Bild und die Platte zur Erinnerung
an das sechste ökumenische Konzil an ihren jeweiligen rechtmäßigen
Platz zurückbringen. Dann widmete er sich den Problemen der Vertedigung.
Dank den Truppen aus Opsikion hatte sich die bulgarische Streitmacht in
ihre Heimat zurückgezogen. Statt ihrer waren wieder einmal die Araber
auf dem Vormarsch. Die kaiserlichen Spione meldeten, sie bereiteten gerade
einen drohenden neuerlichen Großangriff auf Konstantinopel vor. Anastasios
veranlaßte sofort größere Arbeiten an den Landmauern,
ließ sie ausbessern und verstärken, wo immer es nötig schien.
Die staatlichen Kornspeicher wurden bis zum Bersten gefüllt, und alle
freien Bürger mußten für sich und seine Familienangehörigen
einen Notvorrat für drei Jahre anlegen. Gleichzeitig arbeiteten die
byzantinischen Reedereien auf Hochtouren. Sollte es zu einem Angriff kommen,
dann würde es das Reich nicht unvorbereitet treffen.
Aber ließ sich der Angriff nicht überhaupt
vermeiden? Anastasios war davon überzeugt.
Anfang 715 entschloß er sich, von der Basis Rhodos aus zu einem vorbeugenden
Schlag gegen die Sarazenen auszuholen. Seine
Erfolgschancen standen hervorragend. Hätte er vorgehen
können wie geplant, wäre seinen Untertanen viel Leid erspart
geblieben. Die Truppen aus Opsikion waren aber bei ihrem Umsturz auf den
Geschmack gekommen. Kaum war General-Logothet Johannes, dem Anastasios
das Kommando des Feldzuges übergeben hatte, in Rhodos angekommen,
wandten sie sich, knapp zwei Jahre nachdem sie bereits Philippikos
entthront hatten, auch gegen ihn und erschlugen ihn. Dann zogen sie nach
Konstantinopel. Unterwegs ergriffen sie einen unscheinbaren, harmlosen
Steuereintreiber namens Theodosios,
den sie aus nicht ganz geklärten Gründen zum Kaiser ausrufen
wollten. Dann erreichten die Rebellen die Hauptstadt, und Anastasios
wurde nach ein paar Monaten erbitterter Kämpfe abgesetzt und
zog sich in ein Kloster in Thessalonike zurück.
Literatur:
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Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des
oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München
1993 Band I Seite 419 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 194 - Thiess Frank: Die griechischen
Kaiser. Die Geburt Europas. Paul ZsolnayVerlag Gesellschaft mbH Hamburg/Wien
1959 Seite 716,735,805 -