Heinrich II. (XIV.)                               Herzog von Nieder-Bayern (1310-1339)
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29.9.1305-1.9.1339
Landshut  Landshut

Begraben: Seligenthal, Landshut
 

Ältester Sohn des Herzogs Stephan I. von Nieder-Bayern und der Jutta von Schweidnitz-Jauer, Tochter von Herzog Bolko I.
 

Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 323
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Heinrich XIV., Herzog von Bayern (II. als Herzog von Nieder-Bayern)
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* 29.9.1305, + 1.9.1339
Landshut

Begraben: Seligenthal, Landshut

Vater:
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Herzog Stephan I. (1271-1310)

Mutter:
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Judith von Schweidnitz (+ 1320)

  oo 1328 Margarete von Böhmen (+ 1341)

1310 nominelle Übertragung der Regierung Nieder-Bayerns.
Regierte zusammen mit Heinrich XV. und Otto IV. Nieder-Bayern, 1331 Teilung von Nieder-Bayern.
Heinrich erhielt Landshut, Straubing, Schärding und Pfarrkirchen.
1332 wieder Krieg zwischen den Teilherzögen.

Literatur:
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NDB 8; Riezler.
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Thiele Andreas:
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„Erzählende genealogische Stammtafeln“

Heinrich II. folgte 1310 seinem Vater unter Regentschaft. Den bis 1313 andauernden Regentschaftsstreit entschied LUDWIG IV. in der Schlacht bei Gammelsdorf gegen die HABSBURGER. Er unterstützte LUDWIG IV. im deutschen Thronstreit, machte 1322 die Schlacht bei Mühldorf mit und versöhnte sich 1323 mit der Kirche. Er wurde kaiserlicher Statthalter im Rheinland und war zeitweise Thronkandidat des kaiserlichen Cousins. Seine Zurücksetzung und Abberufung führte 1333 zum Bruch mit dem Kaiser und zum Anschluß an dessen Gegner Luxemburg-Böhmen. Er sicherte sich das Natternberger Erbe gegen den Bruder, stritt 1334 mit Kaiser LUDWIG IV. um das Erbteil Ottos IV., unterwarf sich ihm 1337 völlig und hielt sich seitdem zurück.

Spindler Max:
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"Geschichte Bayerns"

Stand Heinrich der Ältere schon 1316 gegen FRIEDRICH von Österreich im Feld bei Esslingen, so leistete er seinem Vormund auch diplomatisch einen sehr wichtigen Dienst, als er sich gemeinsam mit seinem Bruder Otto und seinem Vetter Heinrich dem Jüngeren mit Heinrich von Kärnten gegen den Erzbischof von Salzburg und die Herzöge von Österreich verband. Denn da Ludwig von Ober-Bayern selbst wegen seiner guten Beziehungen zu den LUXEMBURGERN keine Verbindung mit Heinrich von Kärnten aufnehmen konnte, der auch seinerseits das Königreich Böhmen beanspruchte, so war doch durch das Bündnis der niederbayerischen Herzöge mit ihm ein möglicher Gegner unschädlich gemacht. Wenige Monate später, am 1. Mai 1319, schloß dann LUDWIG selbst ein Schutz- und Trutzbündnis mit seinen drei niederbayerischen Vettern auf zwei Jahre. Er versprach den Herzögen dafür ein jährliches Dienstgeld von 1.000 Pfund Pfennigen und verschrieb ihnen darüber hinaus für 8.000 Mark Silber seine eigenen Festungen in Kufstein, Kitzbühel, Werberg und Ebbs. In der Krisenzeit um 1320 waren die niederbayerischen Herzöge König LUDWIG von besonderem Nutzen, weil er mit ihrer Hilfe wenigstens noch seine letzten Bundesgenossen, die LUXEMBURGER an sich binden konnte.
Um den drohenden Krieg und die Vertreibung abzuwenden, schloß Heinrich am 16. Februar 1339 Frieden und Freundschaft mit dem Kaiser und verabredete mit ihm, dass sein einziger Sohn Johann, obgleich für diesen schon eine Ehe mit einer Tochter des Polen-Königs vereinbart gewesen war, nunmehr mit LUDWIGS Tochter Anna vermählt werden sollte.
Heinrich von Nieder-Bayern starb schon im September 1339 am Aussatz, hatte aber noch vorher mit LUDWIG vereinbart, dass dieser für den Fall seines Todes die Pflegschaft über seinen einzigen Sohn, Herzog Johann, übernehmen und damit vorläufig die Regierung im Herzogtum ausüben solle. Der Kaiser übernahm auch sofort die vormundschaftliche Regierung, doch fiel das Herzogtum durch den Tod des noch im Kindesalter stehenden Herzogs Johann im Dezember 1340 überhaupt an die oberbayerische Linie zurück.

Veldtrup Dieter:
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„Zwischen Eherecht und Familienpolitik“

Heinrich II. Herzog von Nieder-Bayern
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* 29.9.1305, + 1.9.1339
Landshut      Landshut

Begraben: Zisterzienserinnekloster Seligenthal

Sohn von Herzog Stefan I. und der Jutta von Schweidnitz
 

1.) ~ ... Sommer (vor 13.11.)1312

         Judith von Habsburg
          * nach 1302, + 5.6.1329

Tochter von König ALBRECHT I. und der Elisabeth von Kärnten
 

2.) ~ symbolisches Beilager Landshut 12.8.1322 oo Straubing 12.2.1328

      Margaretha von Luxemburg
      * 8.7.1313, + 11.7.1341
      Prag         Prag

Tochter von Johann von Luxemburg-Böhmen und der Elisabeth von Böhmen
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12.2.1328
  oo Margarethe von Böhmen, Tochter des Königs Johann
      8.4.1313-11.7.1341

Margarethe erhielt die Feste Burghausen als Wittumsbesitz, der Anfang 1341 Kaiser LUDWIG IV. übergeben wurde.
 
 
 
 

Kinder:

  Johann I. das Kind
  29.11.1329-20.12.1340
 
 
 
 

Literatur:
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Benker Gertrud: Ludwig der Bayer. Ein Wittelsbacher auf dem Kaiserthron. Eugen Diederichs Verlag München 1997 Seite 50,66,95,97, 106,173,189,196,236 - Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer 2000 Seite 63,78,82,85,88,91 - Hundt, Barbara: Ludwig der Bayer. Der Kaiser aus dem Hause Wittelsbach Bechtle Verlag Esslingen München 1989 Seite 75,108,116,119,209,233,254,266,285,287 - Seibt Ferdinand: Karl IV. Ein Kaiser in Europa 1346 bis 1378 Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1994 Seite 93,101,130,268 - Spindler Max: Handbuch der bayerischen Geschichte Erster Band Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München - Veldtrup, Dieter: Zwischen Eherecht und Familienpolitik. Studien zu den dynastischen Heiratsprojekten Karls IV., Studien zu den Luxemburgern und ihrer Zeit. Verlag Fahlbusch/ Hölscher/Rieger Warendorf 1988 -