Begraben: Dom, München
2. Sohn des Herzogs
Johann II. der Gottselige von Bayern-München und der
Katharina von Görz, Tochter von Graf Meinhard VI.
Lexikon des Mittelalters: Band IX Spalte 143
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Wilhelm III., Herzog von Bayern-München
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* 1375, + 12. September 1435
München München
Begraben: München, Dom
oo 11. Mai 1433 Margarethe, Tochter Herzog Adolfs I. von Kleve und Mark
Er regierte gemeinsam mit seinem Bruder Ernst und erhielt mit mit ihm zusammen im Preßburger Schied von 1429 die Hälfte des Straubinger Erbes zugesprochen. König SIEGMUND bestellte ihn 1432 zum Statthalter und und Protektor des Konzils von Basel. Als solcher sicherte er den Landfrieden und stärkte die Autorität des Konzils. Insbesondere konnte er zwischen diesem und den Hussiten erfolgreiche Verhandlungen einleiten, deren Ergebnis, die Basler (Prager) Kompaktaten von 1433, das Ende der Hussitenkrieg herbeiführte. Der geschickte Diplomat und Politiker Wilhelm III. galt als aussichtsreicher Kandidat für die Würde des Römischen Königs.
Literatur:
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S. v. Riezler, Geschichte Baierns III [Neudruck 1964],
147,183-323 - Spindler II², 204,241-249,265-281 - F. Frhr. v. Andrian-Werburg,
Urkundenwesen, Kanzlei, Rat und Regierungssystem der Herzöge Johann
II, Ernst und Wilhelm III. von Bayern-München (1392-1438), 1971.
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Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 847
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Wilhelm III., Herzog von Bayern-München
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* 1375, + 12.9.1435
München München
Begraben: Dom, München
Vater:
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Herzog Johann II. (um 1341-1397)
Mutter:
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Katharina von Goerz (+ 1391)
oo Margarethe von Kleve (1416-1444)
Ein angesehener Fürst, der 1397-1435 Ober-Bayern-München
neben seinem Bruder Ernst regierte.
Vertrauter von Kaiser
SIGMUND.
Sollte dessen Nachfolger werden starb aber vor ihm.
Er war Protektor des Konzils von Basel.
Wiederholt Niederlage in den Hussitenkriegen.
Literatur:
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ADB 42; Riezler.
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Rall, Hans und Marga: Seite 100
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"Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I."
Herzog Wilhelm III.
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* 1375, + 12.9.1435
München München
Grabstätte: Dom in München
oo 11.5.1433 in Basel
MARGARETE
* 23.2.1416, + 20.5.1444
Stuttgart
Grabstätte: Stiftskirche in Stuttgart
Eltern: Adolf I., Herzog von Kleve und der Mark, und Marie, Tochter Herzog Johanns von Burgund
Wilhelm regierte von
1307 bis 1435 einträchtig, aber auch tatkräftig mit seinem Bruder
Ernst
zusammen. Er war eine innerlich stark religöse Persönlichkeit
und wirkte im Auftrag des Kaisers SIGISMUND verdienstvoll
als Protektor des Basler Konzils, das 1431 begann.
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Wilhelm III. folgte
1397 mit seinem Bruder Ernst
in friedlicher Gemeinschaftsregierung, half gegen Ingolstadt und unterstützte
die
Könige WENZEL
und SIGISMUND. Mit letzterem zog er
1419/20 nach Böhmen, womit die Hussitenkriege begannen, in die er
hineingezogen wurde. Er war 1431 Schirmvogt des Baseler Reformkonzils und
1432 Schirmvogt eines Reichslandfriedens. Er bekam aus dem Straubing-Erbe
Cham, Deggendorf und Kelheim.
11.5.1433
oo 1. Margarete von Kleve, Tochter des Herzogs
Adolf I.
x 23.2.1416-20.5.1444
Stuttgart
Kinder:
Illegitim
Konrad von Egenhofen
- um
1469
Literatur:
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Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche
Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer
2000 Seite 286 - Hoensch, Jörg K.: Kaiser Sigismund. Herrscher
an der Schwelle zur Neuzeit 1368-1437. Verlag C.H. Beck München 1996
Seite 257,355,375,379,383,385,388,392,400,402,404,468,583 - Rall,
Hans und Marga: Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I., Verlag
Styria Graz/Wien/Köln 1986 Seite 100 - Spindler Max: Handbuch
der bayerischen Geschichte Erster Band Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum
bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung
München Seite 204,241-249,265-281 -