Begraben: Seligenthal bei Landshut
2. Sohn des Herzogs Stephan II.
von Bayern-Landhut aus seiner 1. Ehe mit und der Elisabeth
von Sizilien, Tochter von König
Friedrich II.
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 946
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Friedrich, Herzog von Bayern-Landshut
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* um 1339, + 4. Dezember 1393
Budweis
Begraben: Landshut, Kloster Seligenthal
1. oo 15. März 1360 Anna, Tochter Graf Bertholds VII. von Neuffen
2. oo 2. Sept. 1381 Magdalena, Tochter des Barnabo Visconti, Signore von Mailand
Nach dem Tode seines Vaters Stephan II. (1375) regierte Friedrich mit seinen Brüdern Stephan III. und Johann II. das Herzogtum Bayern (ohne Straubing). Schon 1374 erhielten er und Stephan III. die Landvogtei in Oberschwaben und infolge der Beteiligung und erfolgreichen Vermittlung Friedrichs im Krieg gegen den Schwäbischen Städtebund 1378 auch in Niederschwaben. Mit der Verpfändung dieser Landvogteien an Herzog Leopold III. von Österreich provozierte König WENZEL 1379 den Bruch mit Friedrich. Durch Einlenken des Königs versöhnt, förderte Friedrich in den folgenden Jahren als königlicher Rat WENZELS Politik in S-Deutschland. 1382 stieß Friedrich bei seiner Parteinahme für den vertriebenen Propst Ulrich Wulp von Berchtesgaden auf den Widerstand Erzbischof Pilgrims von Salzburg und der HABSBURGER; der Krieg wurde durch ein zehnjähriges Bündnis zwischen Bayern, Österreich und Salzburg sowie ein Defensivbündnis der bayerischen Herzöge mit Leopold III. von Österreich gegen die Städtebünde beigelegt. Trotz Spannungen zwischen den schwäbischen und rheinischen Städten und dem "Herrenbund" seit 1381 war, auch dank der Vermittlung Friedrichs, ein Krieg vermieden worden. Doch die städtefreundliche Haltung des Königs ließ die Fürsten 1387 dessen Absetzung und die Königswahl Friedrichs planen. Durch seine Offensive gegen die feindliche Allianz der Städte mit dem Erzbischof von Salzburg löste Friedrich 1388 gegen sich und den Herrenbund den Reichskrieg aus, der mit der Auflösung der Städtebünde im Egerer Reichslandfrieden 1389 endete. Zu dessen Wahrung setzte der König einen Sechserausschuß ein, an dessen Spitze Kurfürst Ruprecht I. von der Pfalz und Friedrich standen, seit 1390 Friedrich allein. Bei der Landesteilung von 1392 sicherte sich Friedrich mit dem Landshuter Teil das wertvollste Gebiet Bayerns.
Literatur:
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S. v. Riezler, Geschichte Baierns III, 1889 [Neudruck
1964], 60-67, 91-172 - NDB V, 493 - Spindler II, 188f., 209-217
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Rall, Hans und Marga: Seite 71
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"Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I."
3. FRIEDRICH
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* um 1339, + 4.12.1393
Budweis
Grabstätte: Zisterzienserinnenkloster Seligenthal bei Landshut
1. oo 15.3.1360? in Reichenhall
ANNA
* Sommer 1327, + 15.10.1380
Landshut
Grabstätte: Zisterzienserinnenkloster Seligenthal bei Landshut
Eltern: Berthold VII., Graf von Neuffen, Graf von Graisbach und Marstetten und ...?
2. oo 2.9.1381 in Landshut
MAGDALENA
* um 1366, + 28.4.1404
Burghausen
Grabstätte: Zisterzienserkloster Raitenhaslach
Eltern: der spätere Herzog
Bernabas von Mailand aus dem Hause
VISCONTI und Beatrix della Scala von
Verona
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Friedrich der Weise
folgte 1375 mit den Brüdern, stritt viel mit ihnen und war 1368 mit
Kaiser
KARL IV. in Italien. Ihm huldigte Brandenburg, er mußte
jedoch an Kaiser KARL IV. verzichten
und bekam dafür die kaiserlichen Vogteien in Oberschwaben und Elsaß.
Er zog mit dem Bruder 1372 nach Preußen, stand während des O-Bayern-Erbkrieges
zeitweise gegen den Vater und half 1388 den Erzbischof Pilgrim II. von
Salzburg zu inhaftieren, der die Städte unterstützte, die
Friedrich bekämpfte. Er machte 1388 die Schlacht bei Döffingen
mit, half Prinz Ruprecht in der Passauer Stiftsfehde und brachte als Gesandter
in Paris 1385 die Heirat seiner Nichte Isabeau
zustande.
Er wurde nach der Landesteilung von 1392 Herzog von Bayern-Landshut.
Hoensch, Jörg K.: Seite 165,209
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"Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie
gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437"
Doch der WITTELSBACHER Otto
konnte bald darauf von seinem Neffen Friedrich,
dem Zweitgeborenen des Herzogs Stephan von Bayern,
veranlaßt werden, seine Rechte an der Mark Brandenburg zurückzufordern.
Nachdem Markgraf Otto VI.
Klage gegen den Kaiser erhoben und Herzog Friedrich
zum Nachfolger erklärt hate, begann KARL,
gerade erst von einer lebensbedrohenden Krankheit genesen, im Juni 1371
einen Feldzug, der jedoch schon Mitte August 13 abgebrochen wurde.
WENZEL IV., seit
einer lebensbedrohenden Erkrankung im September 1388 physisch und psychisch
schwer angeschlagen, überstand einen Anfang Dezember 1393 auf
ihn verübten Giftanschlag, dem allerdings Herzog
Friedrich von Bayern zum Opfer fiel.
15.3.1360
1. oo Anna von Neuffen, Tochter des Grafen Berthold
VII.
Sommer 1327-15.10.1380
Landshut
2.11.1381
2. oo Magdalena Visconti, Tochter des Signore
Barnabsas
um 1366-24.8.1404
Burghausen
Kinder:
1. Ehe
Elisabeth (Isabella)
um 1361-17.1.1382
oo Marco Visconto Signore von Mailand
- 1382
2. Ehe
Elisabeth
1383-13.11.1442
18.9.1401
oo Friedrich I. Kurfürst von Brandenburg
1371-20.9.1440
Margarete
1384- jung
Heinrich IV. der Reiche
1386-30.7.1450
Magdalene
1388-1410
1403
oo 1. Johann Meinhard Graf von Görz
1378/80-22.5.1430
Johann
1390-20.12.1396
Literatur:
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Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche
Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer
2000 Seite 165,209 - Hoensch, Jörg K.: Kaiser Sigismund. Herrscher
an der Schwelle zur Neuzeit 1368-1437. Verlag C.H. Beck München 1996
Seite 94 - Rall, Hans und Marga: Die Wittelsbacher. Von Otto I.
bis Elisabeth I., Verlag Styria Graz/Wien/Köln 1986 Seite 71 - Spindler
Max: Handbuch der bayerischen Geschichte Erster Band Das alte Bayern. Das
Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. C. H. Beck'sche
Verlagsbuchhandlung München Teil II Seite 188f., 209-217 -