ASSEL
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 1119
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Assel
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Sächsische Burg, Grafen von

Die möglicherweise in der Zeit König HEINRICHS I. ausgebaute Asselburg (Gemeinde Burgdorf, Niedersachsen, Kreis Wolfenbüttel) war Stammsitz der  genealogisch nicht sicher einzuordnenden Dynasten von Assel (Erzbischof Heinrich von Magdeburg, + 1007), im 12. Jh. der Grafen von Winzenburg-Assel. Nach deren Aussterben (1170/78) fiel die Herrschaft zum Teil an Hildesheim, überwiegend jedoch an Heinrich den Löwen und dessen Erben. Die Funktion der Burg Assel ging seit dem 12. Jh. auf die wohl ebenfalls zur Herrschaft Assel gehörige Burg (Salzgitter-)Lichtenberg (seit 1180) über. Auf der Asselburg (ad vivitatem Hesleburg, Thietmar IV, 2) trafen sich 984 die ostsächsischen Parteigänger König OTTOS III. und Gegner Herzog Heinrichs des Zänkers und bereiteten unter Führung Herzog Bernhards I. von Sachsen und Bernwards (des späteren Bischofs von Hildesheim) den Widerstand gegen den Bayern vor.

Literatur:
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R. v. Uslar-Gleichen, Gesch. der Gf.en v. Winzenburg, 1895 - H. Kleinau, Geschichtl. Ortsverz. des Landes Braunschweig, 1967, 31f. - W. Petke, Die Herrschaft der Gf.en v. Wöltingerode-Wohldenberg ..., 1971, 321ff. - S. Zillmann, Die welf. Territorialpolitik im 13. Jh., 1975, 55f.