ADMONT
Lexikon des Mittelalters:
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Admont
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Benediktinerabtei, 1074 von Erbischof
Gebhard von Salzburg als erstes steirisches Männerkloster
errichtet; 859 ist der Name Admont in einer Urkunde König Ludwigs des Deutschen erstmals
erwähnt. Die ersten Mönche kamen mit ihrem Vorsteher Arnold aus St. Peter in
Salzburg.
Das mit reichen Gütern und wertvollen Büchern ausgestattete
Admont hatte wegen seiner Papsttreue während des
Investiturstreites unter häufigen Plünderungen und
Überfällen der Papstgegner zu leiden. 1121 entstand das
ebenfalls bedeutende Frauenkloster. 1122 wurde Admont cluniazensische
Reformabtei. Das nach einem Brand (1152) schwer zerstörte Kloster
wurde neu aufgebaut und erlebte dann seine erste und zugleich
höchste Blüte. In der eigenen Schreibschule entstanden die
Admonter Annalen und zahlreiche wissenschaftliche Werke, die Admont zum
»steirischen St. Gallen« machten. 16 Mönche wurden in
auswärtige Klöster als Äbte berufen. Der Besitz des
Klosters reichte weit über Österreich, Bayern und bis nach
Friaul. Außerdem fanden Seelsorge, Bergbau, die Armen- und
Krankenfürsorge frühzeitig eifrigste Pflege. Abt Heinrich II. (1275-1297) war gleichzeitig erster
Finanzbeamter und Landeshauptmann der Steiermark. Nach seiner Ermordung
leitete Abt Engelbert das
Kloster; er schrieb 45 wissenschaftliche Werke. Um 1380 besaß
Admont bereits über 640 Handschriften. Mit Beginn der Neuzeit
löste sich das Frauenkloster auf, Admont selbst erlebt im
17. Jh. eine neue Blütezeit.
P. A. Krause