Wilhelm III.
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892 enthauptet
 

Sohn des Grafen Wilhelm II. im Traungau aus dem Hause der WILHELMINER
 

Mitterauer Michael: Seite 105,181
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"Karolingische Markgrafen im Südosten."

Als Familienangehörige Graf Wilhelms I. kennen wir seine Gattin Engilrat [6 Widemann 27.] sowie die Grenzgrafen Wilhelm II. und Engilschalk mit ihren Söhnen Megingoz, Wilhelm, Ruodperht, Pabo, Werinheri und Engilschalk [7 MG SS 1, 408.].
Nach der Niederlage 884 gegen die Mährer rettete sich Wilhelm III. gemeinsam mit seinem Bruder Ruodperht und seinem Cousin Engilschalk II. zu ARNULF nach Karantanien, der sie in der Folgezeit stark förderte. Nach der Blendung seines Vetters Engilschalk II. setzte sich Wilhelm III. mit Swjatopulk von Mähren in Verbindung. Die Verschwörung wurde jedoch aufgedeckt und Wilhelm wegen Hochverrats verurteilt und enthauptet.

Fuchs Franz/Schmid Peter: Seite 203
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"Kaiser Arnolf. Das ostfränkische Reich am Ende des 9. Jahrhunderts."

Auf diese Weise ist es ARNOLF in den Anfangsjahren seiner Regierungszeit weitgehend gelungen, seine Herrschaft in Bayern zu verankern. Auch wenn ARNOLFS Herrschaft somit in Bayern auf einer soliden Basis ruhte, so bedeutete dies jedoch nicht, daß seine Autorität dazu ausreichte, um die Konflikte, die innerhalb der mächtigen bayerischen Adelssippen bestanden, im Keim zu ersticken. Er konnte sie zunächst unterdrücken, nicht aber auf Dauer unterbinden. So bestand ein Konfliktpotential weiter, das unter Umständen auch für die Herrschaft ARNOLFS zu einem Problem werden konnte. Einen solchen Gefahrenherd stellte der Gegensatz zwischen den WILHELMINER und Aribo dar, der durch die offensichtliche Begünstigung der WILHELMINER durch ARNOLF sicherlich nicht geringer geworden war. Dieser Konflikt brach während der Auseinandersetzung mit den Mährern in den Jahren 891 und 892 offen aus und erfaßte das gesamte Markengebiet. Engelschalk II., marchensis in Oriente [85
Annales Fuldenses (wie Anm. 1) 122.], sah allem Anschein nach im Wiederaufleben der Kämpfe mit den Mährern die Gelegenheit, mit Aribo abzurechnen. Seine Aktionen riefen im bayerischen Adel jedoch allem Anschein nach breiten Widerstand hervor und führten schließlich dazu, daß er im Jahr 893 in Regensburg, als er die Königspfalz aufsuchen wollte, von einem Adelsgericht - vermutlich ohne Wissen ARNOLFS - verurteilt und geblendet wurde [86 Vgl. Annales Fuldenses (wie Anm. 1) 122; Annales Alamannici, hg. von Georg Heinrich PERTZ, in: MGH SS 1, 1826, 257. Vgl. auch KRAH, Absetzungsverfahren (wie Anm. 10) 214-216.]. Es liegt die Annahme nahe, in dieser Aktion des bayerischen Adels gegen einen Günstling ARNOLFS und noch dazu in Regensburg, gewissermaßen unter den Augen des Königs, ein Zeichen einer sich auch gegen den König formierenden Adelsopposition sehen zu dürfen, die durchaus gefährliche Dimensionen annehmen konnte. Mögliche Weiterungen des Konflikts wurden ARNOLF dadurch erspart, daß die WILHELMINER Ruodpert und Wilhelm III., aufgeschreckt durch Engelschalks Schicksal, Hilfe suchend zu den Mährern flüchteten bzw. dorthin Kontakt aufnahmen und dort schließlich den Tod fanden [87 Vgl. Annales Fuldenses (wie Anm. 1) 122; vgl. auch KRAH, Absetzungsverfahren (wie Anm. 10) 215; SVETINA, Bedeutung (wie Anm. 6) 179-180.]. Die konfiszierten Besitzungen der WILHELMINER gab ARNOLF an das Kloster Kremsmünster [88 Vgl. D Arn. 120; KRAH, Absetzungsverfahren (wie Anm. 10) 216.] und entzog sie auf diese Weise den rivalisierenden Adelsgruppierungen.




Literatur:
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Dümmler Ernst: Geschichte des Ostfränkischen Reiches. Verlag von Duncker und Humblot Berlin 1865 - Dümmler, Ernst: Die südöstlichen Marken der Reiches unter den Karolingern (795-907) AföG 10 1853 Seite 47-52 - Fuchs Franz/Schmid Peter: Kaiser Arnolf. Das ostfränkische Reich am Ende des 9. Jahrhunderts. Verlag C.H.Beck München 2002 Seite 203 - Jahrbücher von Fulda. Quellen zur karolingischen Reichsgeschichte Band VII Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1969 Seite 156 - Mitterauer Michael: Karolingische Markgrafen im Südosten. Archiv für österreichische Geschichte Band 123. Hermann Böhlaus Nachf./Graz-Wien-Köln 1963 Seite 105,181,187 -