Arnold II. von Wied                                  Erzbischof von Köln (1151-1156)
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um 1098-14.5.1156
              Xanten

Begraben: Schwarzrheindorf

Sohn des Grafen Meffried von Wied
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 1001
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Arnold II.,  Erzbischof von Köln 1151-1156
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* um 1098, + 14. Mai 1156
                   Xanten

Begraben: Schwarzrheindorf

Sohn des Grafen Meffried von Wied

Seit 1122 als Propst von St. Georg in Limburg an der Lahn, seit 1127 als Dompropst in Köln bezeugt, April 1138 von KONRAD III. zum Kanzler und zum Propst von St. Servatius in Maastricht berufen. In der Kanzlei befaßte er sich zunächst mit lothringischen und italienischen Angelegenheiten und begleitete 1147 KONRAD III. auf den 2. Kreuzzug. Im Mai 1149 aus Byzanz zurückgekehrt, schloß er sich in Köln den Gegnern des suspendierten Erzbischofs Arnold I. an. Nach dessen Tod (3. April 1151) wurde er zum Erzbischof gewählt, empfing am 25. April den König mit Gefolge (darunter den Bischof Otto von Freising) zur Altarweihe in der von ihm erbauten Schwarzrheindorfer Doppelkirche und erhielt Ende April in Köln vom König den lothringischen Dukat. Arnold nutzte seine herzogliche Rechte zur Wiederherstellung des Landfriedens in Westfalen, auch gegen Widerstände im Adel, zog entfremdetes Kölner Bischofsgut ein und erwirkte von Papst Eugen III., der ihn am 6. Januar 1152 in Segni weihte, eine Bestätigung seiner erzbischöflichen Privilegien. Er trat für die Königswahl FRIEDRICHS I. ein, den er am 9. März 1152 in Aachen krönte. Arnold ist häufig am Hof BARBAROSSAS nachweisbar (unter anderem unterzeichnet er 1153 den Konstanzer Vertrag und nahm 1154/55 am Italienzug teil), doch blieb er stets auf Ausgleich mit dem Papst bedacht. In seiner Diözese förderte er die Klöster der Siegburger Reform (St. Pantaleon in Köln, Siegburg). Otto von Freising rühmt ihn als "Erneurer seiner Kirche"

Quellen:
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R. Knipping, Die Reg. der Ebf.e v. Köln im MA II, 1901, 85-102 – F. Hausmann, Reichskanzlei und Hofkapelle (MGH Schr. 14), 1956, 98-122 – J. Kunisch, Konrad III., A. v. Wied und der Kapellenbau von Schwarzrheindorf, 1966 – F. W. Oediger, Gesch. des Ebm.s Köln I, 1972, 146-148 – H. Wolther, A. v. W., Kanzler Konrads III. und Ebf. V. Köln, 1973
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Literatur:
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Cardini, Franco: Friedrich I. Barbarossa. Kaiser des Abendlandes, Verlag Styria Graz 1990, Seite 72,74,88 - Wies, Ernst W.: Kaiser Friedrich Barbarossa. Mythos und Wirklichkeit, Bechtle Esslingen 1999, Seite 40,47,77,84,87 - Engels, Odilo: Stauferstudien. Beiträge zur Geschichte der Staufer im 12. Jahrhundert, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 36 A.40, A.44,136,149,153,155,182-184,186, 187 A.335 -