Konrad I.                                        Graf von Werl bezeugt 1024
------------
      -
 

Sohn des Grafen Hermann II. von Werl und der Godila von Rothenburg, Tochter von Graf Werner
 

Brandenburg Erich: Tafel 32 Seite 65
****************
"Die Nachkommen Karls des Großen"

X. 108. KONRAD
-----------------------
* ...,  + nach 1024

Anmerkungen: Seite 157
************
X. 107.-112.

Bollnow, Werl. Daß Mathilde (112), deren Existenz nur der Annal. Saxo bezeugt, nicht die Stiefschwester der Kaiserin Gisela gewesen sein kann, sondern, falls sie aus dem Hause WERL stammte, nur die Tochter ihres Stiefbruders, ist nach den Altersverhältnissen klar.



Thiele Andreas: Tafel 411
*************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II

KONRAD I.
-----------------

Er wird 1024 genannt.



Leidinger, Paul: Seite 108-109
*************
"Untersuchungen zur Geschichte der Grafen von Werl. Ein Beitrag zur Geschichte des Hochmittelalters."

DIE DRITTE GENERATION

8. KONRAD VON WERL, SOHN HERMANNS II.

Von Konrad, dem zweiten Sohn Hermanns II. von Werl, kennen wir durch die beiden Testate vom 13. und 14. September 1024 auf dem Fürstentag zu Herzfeld nur den Namen, sonst gibt es keine weiteren Nachrichten.
Seine Identifizierung mit einem "Conradus de Burin", der in einer Urkunde Bischof Imads von Paderborn (1051-1076) als Zeuge begegnet, ist abzulehnen, da dieser in der Zeugenreihe erst nach den Edelherren von Itter genannt wird, eine Stellung, die mit der hohen Abkunft Konrads von Werl nur schwerlich zu vereinbaren wäre. Zwar unterstand die Grafschaft im Bürener Raum zu Anfang des 12. Jahrhunderts dem Grafen Liupold von Werl, doch ist sie kein alter WERLER Besitz, sondern sie gehört zu dem Komitat eines Grafen Luidolf, den HEINRICH II. 1021 an die Paderborner Kirche mit der ausdrücklichen Bestimmung schenkte, ihn nicht wieder an einen Grafen auszugeben [D H II 440. Graf Liupold von Werl ist daher vermutlich auf dem Weg über die Vogtei Paderborn in den Besitz des Komitats im Bürener Raum gekommen.]. Mit dem Aussterben der WERL-ARNSBERGER Grafen 1124 rückten die Edelherren von Büren in die Grafschaft im Bürener Raum ein, wobei die Grafenrechte freilich von dem Grafen von Schwalenberg-Waldeck als Inhabern der Paderborner Bistumsvogtei zu Lehen gingen. Aber auch diesem späteren Bürener Geschlecht kann Konrad schlecht zugezählt werden, da sein Name in dieser Familie sonst nicht begegnet.
Es bleiben also für Konrad, den zweiten Sohn Hermanns II. von Werl, lediglich die beiden oben angeführten Zeugnisse von 1024. Entsprechend dem Schweigen der Quellen ist seine Bedeutung in der WERLER Familie nur gering einzuschätzen, jedenfalls ist sie nicht vergleichbar mit der seines jüngsten Bruders Bernhard (Nr. 10), der ihn wahrscheinlich auch längere Jahre überlebt hat.
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 32 Seite 65 - Bollnow, Hermann: Die Grafen von Werl. Genealogische Untersuchungen zur Geschichte des 10. bis 12. Jahrhunderts. Dissertation Stettin 1930 - Leidinger, Paul: Untersuchungen zur Geschichte der Grafen von Werl. Ein Beitrag zur Geschichte des Hochmittelalters. Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens Abteilung Paderborn 1965 Seite 108-109 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 411 -