Hermann I.                                     Bischof von Münster (1032-1042)
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um 1010-22.7.1042
 

Vielleicht jüngerer Sohn des Grafen Hermann II. von Werl aus seiner 2. Ehe mit der Godila von Rothenburg, Tochter von Graf Werner
 

Althoff Gerd: Seite 312
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

                                                              B 84

Lü:     22.7.   Heremannus eps.            + 1042   Münster

Hermann gründete das münsterische Stadtkloster Überwasser, das 1040 im Beisein HEINRICHS III. und einer großen Anzahl geistlicher und weltlicher Würdenträger eingeweiht wurde; vgl. Börsting, Geschichte des Bistums Münster, Seite 36f. und Steindorff, Jbb. Heinrichs III. 1, Seite 99f.
Von den guten Beziehungen der BILLUNGER zu den münsterischen Bischöfen zeugen auch die Einträge von Hermanns Vorgängern Siegfried (B 171), Thiedrich (B 3) und Swidger (B 161).
Zur Stellung der BILLUNGER im westlichen Münsterland vgl. Althoff, Borghorst, Seite 246ff.
Zum Todesdatum Swidgers vgl. Steindorff, Seite 165 mit Anmerkung 4 und FW B 188.



Thiele Andreas: Tafel 411
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II

HERMANN I. (ist unsicher, aber möglich)
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    + 1042

Domprobst von Köln 1032 Bischof von Münster



Steindorff Ernst: Band I Seite 99f.
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich III."

Weihnachten 1040 feierte der König in Münster bei Bischof Hermann, der ihn eingeladen hatte, Zeuge zu sein, wie an dem von dem Bischof selbst bewerkstelligten Neubau der Marienkirche zu Ueberwasser und dem damit verbundenen Frauenkloster die Weihe vollzogen wurde. Dies geschah am 29. Dezember unter Assistenz einer großen gleichfalls geladenen Fürstenversammlung, in der sich unter anderem die Mehrzahl der deutschen Erzbischöfe befand. Der König bestätigte sein Interesse für das Gedeihen der neuen, von der Äbtissin Bertheitis, einer Schwester des Bischofs, geleiteten Stiftung dadurch, daß er ihr laut einem Diplom vom 29. Dezember den Königshof Harvia im Livegau (Gegend von Minden) zum Geschenk machte und außerdem auch noch einen friesischen Königszehnten überließ.

Black-Veldtrup Mechthild: Seite 218
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"Kaiserin Agnes (1043-1077) Quellenkritische Studien"

Im Domschatz von Münster befindet sich noch heute eine Reliquienmonstranz, die laut Inschrift ein Geschenk HEINRICHS III. an Bischof Hermann (1032-1042) ist.
 
 
 
 
 

Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 312 B 84 - Black-Veldtrup Mechthild: Kaiserin Agnes (1043-1077) Quellenkritische Studien. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1995 Seite 218 - Steindorff, Ernst: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich III. 1. und 2. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963 Band I Seite 99f. - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 411 -