Agiltrud                                           Königin von Burgund
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um 975/80-17.2.1011
 

Tochter des N.N.
 

Glocker Winfrid: Seite 301
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„Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik“

VI. 24 RUDOLF III.
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* c 970, + 1032 IX 5/6

993 König von Burgund

  1. oo vor 994 Agaltrud,  + (1011 II 17)

  2. oo 1011 vor VII 28 Irmingard, + (nach 1057) am VIII 27 (deren 2. Ehe)

  3. oo NNw

König Rudolf III. von Burgund bezeugt selbst seine Abstammung von König Konrad und dessen Gemahlin Mathilde in seinen zwei Diplomen vom 1011 VII 28 und 1015 (1013?) IV 12 (D. Burg. 100 und 107). Weiter ist Rudolfs Filiation bezeugt bei Hugo von Flauvigny, Chronicon I a. 995, SS VIII 364.
Erstmals erwähnt ist Rudolf III., in einem Konsensakt von 980 (D Burg. 144).
Die Belege für den Todestag des letzten Königs der Burgunder haben Poupardin, Bourgogne S. 144, und Bresslau, Jbb. Konrads II., Bd. 2, S. 9f., zusammengestellt.
Rudolfs 1. Gemahlin Agaltrud unbekannter Herkunft ist in mehreren Diplomen ihres Gemahls, des Königs, als Petentin erwähnt, so erstmals in D Burg. 76 von 994 und letztmals in D Burg. 94 von 1010 I 18. Wie Schieffer, Vorbemerkung zu D Burg. 96, vermutet, starb Agaltrud am 1011 II 17, da ihr Gatte am folgenden Tag eine „pro remedio“-Schenkung für sie vornahm. Bereits kurz nach Agaltruds Tod muß König Rudolf eine neue Verbindung eingegangen sein, da er 1011 IV 24 seiner Verlobten Irmingard zwei Schenkungen (D Burg. 98 und 99) machte, die am 1011 VII 28 dann als Rudolfs Gattin (D Burg. 100) auftritt.



Schneidmüller Bernd: Seite 97-99
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"Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung."

Blieb die Persönlichkeit Agiltruds (erwähnt 994-1011), der ersten Gemahlin Rudolfs III., noch blaß, so trat seine zweite Gattin um so kräftiger in die Überlieferung und die Politik ein.
Die Ehe blieb indes, wie bereits Rudolfs erste Verbindung mit Agiltrud, kinderlos.
Als im Februar 1011 die erste Gemahlin Agiltrud kinderlos starb und dem WELFEN eine neue Ehe winkte, zu der er sich in "ehelicher Liebe" hinziehen und von den Großen seines Reiches ermahnen ließ, mochte zwischenzeitlich die Hoffnung auf Nachkommen aufkeimen.
 
 
 
 

 994
  oo 1. Rudolf III. der Faule König von Burgund
  x       ca 970-5./6.9.1032
 
 
 

Literatur:
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Althoff, Gerd: Otto III., Primus Verlag, Darmstadt 1997, Seite 154 - Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I, Seite 205 - Glocker Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Böhlau Verlag Köln Wien 1989 Seite 301 - Schneidmüller Bernd: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 97-99 -