Hermann Grote: "STAMMTAFELN Europäischer Herrscher- und Fürstenhäuser"
Tafel 180
Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 1611
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Vianden (Luxemburg)
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Grafschaft, Grafen von
Eine historiographische Quelle erwähnt 1090 einen Viandener
Grafen namens Bertolf, Angehöriger
der zu Beginn des 12. Jh. ausgestorbenen, mit dem Sponheimer
Grafenhaus verwandte Familie der BERTOLD/BEZELIN. Eine der Bertoldischen
Linien hatte die Burg Ham an der Prüm und die Prümer
Vogtei inne. Ihre Rechtsnachfolger in diesen Besitzungen waren die wahrscheinlich
dem Sponheimer Grafenhaus
entstammenden Viandener Grafen, von
denen Friedrich
von 1124-1152 als 1. Graf von Vianden
und Vogt von Prüm erscheint. Wann der Wechsel des Herrschaftssitzes
von der Burg Ham zur Burg Vianden
erfolgte, ist ungewiss. Ihren Höhepunkt erreichte die Grafschaft unter
Graf Heinrich I. (1210-1252),
der auch das Trinitarierkloster im Ort Vianden gründete. Nach seinem
Tode wurde Vianden 1264 aufgrund von
Erbstreitigkeiten luxemburgisches Lehen. Die Heirat Adelheids
von Vianden mit Otto II. leitete
in der 1. Hälfte des 14. Jh. den Übergang der Grafschaft an das
Haus NASSAU ein, die 1417 endgültig an Ottos Enkel, Graf Engelbert
I. (+ 1442), fiel, der in seinen ererbten niederländischen Besitzungen
lebte und von Breda aus regierte. Über Engelberts Sohn Johann kam
nach vorübergehender Teilung Vianden
in den 70-er Jahren an dessen Sohn Engelbert II. (+ 1504).
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