Werner                                                      Herzog von Urslingen
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ca. 1308-5.2.1353
 

Jüngerer Sohn des Herzogs Konrad VI. von Urslingen und einer namentlich unbekannten Gemahlin von Zimmern, Tochter von Werner
 

Lexikon des Mittelalters: Band IX Spalte 4
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Werner von Urslingen (it. Guarnieri d'U., "duca Guarnieri")
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     + 1353

Aus Schwaben stammender Söldnerführer. Zusammen mit Rinaldo Giver, genannt il Malerba, und Konrad Wirtinger von Landau ("Conte Landau) gründete Werner unter dem Oberkomamndo des Lodrisio Visconti die Compagnia di S. Giorgio, die aus Söldnern von Ländern nördlich der Alpen bestand, die von Mastino della Scala entlassen worden waren, eine furchteinflößende Elitetruppe, die nur 1339 von Azzone und Luchino Visconti besiegt wurde (Schlacht von Parabiago). 1342 gründete Werner von Urslingen die "Grande Compagnia", deren Kerntruppe aus 3.000 jener deutschen "barbute" (Lanzenreiter) bestand, die im Dienste Pisas gegen Florenz um den Besitz von Lucca gekämpft hatten. Zum Unterschied von anderen Söldnerkompanien agierte die "Grande Compagnie" unabhängig und planmäßig. Durch den Zustrom neuer Söldner vergrößert, verwüstete und plünderte sie Siena, Perugia und Bologna und verheerte die Romagna und die Emilia (1342-1343), bis sich die Markgrafen von Este und Gonzaga, Mastino della Scala, die PEPOLI und die VISCONTI gegen sie verbündeten. Die Grande Compagnia schloß daraufhin mit der Koalition der Signorien Frieden, löste sich auf, und ihre Mitglieder erhielten freien Abzug nach Deutschland. Werner von Urslingen wurde von Obizzo d' Este als Gast aufgenommen und überschritt als letzer die Friaulischen Alpen. Auf seinem Brustpanzer prangten in silbernen Lettern die drohenden Worte: "Herzog Guarnieri, Herr der Gran Compagnia, Feind Gottes, des Erbarmens und des Mitleids." 1347 erschien Werner wieder an der Spitze von 1.500 "barbute", an der Seite Ludwigs von Ungarn, der gegen das von Königin Johanna II. regierte Königreich Neapel zog. 3 Jahre lang verwüstete Werner von Urslingen systematisch den Süden. Nachdem er vom Ungarnkönig entlassen worden war, verheerte er mit seinen Truppen den Ager Romanus und Kampanien, wurde dann von Königin Johanna in Dienst genommen und ging schließlich wieder in den Dienst König Ludwigs über. Statt Waffenhilfe zu leisten, sah es Werner von Urslingen als vorteilhafter für sich und seine Leute an, die Signorien, die ihn angeworben hatten, zu erpressen und die Städte des Regnum zu plündern. 1350 begründete er mit Konrad Wirtinger von Landau und Fra Moriale die Grande Compagnia neu und führte sie gegen N-Italien. Er stellte sich in den Dienst der Signorien der Romagna gegen Clemens VI., wechselte aber rasch die Seite und kämpfte für den Papst gegen seine früheren Herren. Bevor er mit einem großen Vermögen endgültig in seine Heimat zurückging, führte er noch in Venetien militärische Operationen durch (1351). Er starb 1353 in Schwaben.
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ca. 1327
  oo N.N. von Bernhausen, Tochter von Werner
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ca. 1334
  oo Beatrix von Teck, Tochter von Herzog Hermann
             - nach 1365
 
 
 
 

Kinder:

  Konrad VII.
  ca. 1335- vor 1381

  Anna III.
  ca. 1339- nach 1371

  oo Johann Bodmann der Jüngere
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