Sohn des Grafen Egino
I. von Dettingen
Hans Jänichen: Seite 10
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"Die Grafen von Urach"
Im Jahre 1108 wurde die Burg Urach von Bischof Otto von Bamberg
zum Kloster umgewandelt. Als Mitstifter gilt dessen Verwandter, der Kardinal
Kuno, der ein "pronepos", was das auch immer sein mag, des Bischofs
war. Dass Kuno bei einem angeblichen
bischöflichen Eigenkloster als Mitstifter gilt, kann nur bedeuten,
dass er auf irgendwelche Rechte in Aura verzichtete. Wenn nun in einer
Quelle des 13. Jahrhunderts berichtet wird, der Kardinal
Kuno sei ein Graf von Urach gewesen, so paßt dies ausgezeichnet
in die von uns ermittelten Zusammenhänge. Es wäre dann der Zeit
nach ein Bruder des Grafen
Egino und des Abtes Gebhard. Dass er in Schwaben nie erwähnt
wird, hängt mit seinem bewegten Lebenslauf zusammen. Er taucht 1080
als Kaplan Wilhelms des Eroberers von England auf, stiftete um 1090 das
Chorherrenstift Arrouaise in der Pikardie, wird schließlich 1108
Kardinalbischof von Praeneste und stirbt 1122. Er war längere
Zeit päpstlicher Legat in Frankreich und Deutschland.
Literatur:
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Wies, Ernst W.: Kaiser Heinrich IV. Canossa und er Kampf um die Weltherrschaft.
Bechtle Verlag München 1996, Seite 266, 270,273,278 -