Tochter des Grafen Friedrich
von Antiochia, des 3. illegitimen Sohnes von Kaiser
FRIEDRICH II.
Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 372
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"Die Zeit der Staufer"
XII. GENERATION
125 (100) PHILIPPA
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* um 1242, + (vor 27.10.) 1273 im Gefängnis Karls
von Anjou
oo (vor 8.7.) 1258
MANFRED II. MARKGRAF
MALETTA
* um 1230/1235,
+ nach 1282
Kämmerer König Manfreds
1257,
Graf
von Mineo 1259, Großkämmerer 1260,
Graf von Mineo und
Frigento, Prokurator der neugegründeten Stadt Manfredonia, Vogt
über die Güter der Kirche von Monte Sant 'Angelo di Gargano 1265,
geht sofort nach der Schlacht von Benevent zu
Karl
von Anjou über und liefert ihm den Kronschatz König
Manfreds aus 1266, ist aber bereits Sommer 1266 bei König
Konradin in Deutschland, verläßt die Sache Konradins
und zieht nach Venedig 1267, tritt auf die Seite König
Peters III. von Aragon 1282;
keine Kinder bekannt.
Das Leben Philippas,
einer Enkelin
Kaiser FRIEDRICHS II.,
stand im Schatten ihres Vaters und Bruders. Ihrem schweren Leben und düsteren
Ende kann nur ein Blatt mit einem Trauerrand gewidmet werden.
Sie - geboren um 1242 - ist die Tochter des dritten unehelichen
Sohnes Kaiser FRIEDRICHS II., Friedrich
von Antiochien, dessen Mutter unbekannt blieb. Kaiser
FRIEDRICH hatte den Sohn mit hohen Ämtern als Generalvikar
in der Mark Ancona und in der Toskana und als Podesta von Florenz bedacht.
Auch nach dem Tod des Kaisers 1250 kämpfte Friedrich
von Antiochien für die staufische
Sache; sein Tod im Jahr 1256 entzog ihn der Rache Karls
I. von Anjou. An äußeren Merkmalen erfahren wir nur,
dass er lahm war. Er hat zarte und gefühlvolle Kanzonen gedichtet
und war gegen die Feinde der STAUFER
erschreckend grausam.
Seine Frau, Philippas Mutter,
war Margarete, eine Tochter des römischen Stadtsenators Johann
von Poli, der auch ein Anhänger der STAUFER
war.
Philippa wurde um
1258 mit dem
Markgrafen Manfred II. von Maletta vermählt. Dieser,
ein tüchtiger Kriegsmann und begabter Dichter, war mit Manfred,
dem Sohn FRIEDRICHS II., eng befreundet,
verließ ihn nach dessen Tod, schloß sich aber dann wieder Konradin
an.
Konrad, der Bruder
Philippas,
vermählt mit einer Tochter des Galvano Lancia. kämpfte noch unter
seinem Halbvetter Konradin. Er entkam
zweimal der Gefangenschaft
Karls von Anjou
und trat nach der Sizilianischen Vesper in den Dienst
Peters
von Aragonien, der durch seine
staufische
Frau König von Sizilien geworden war. Zwei Söhne Konradswurden
nacheinander Bischöfe in Palermo. Konrad
starb nach 1301.
Seine Schwester Philippa
hatte für die STAUFER-Treue ihres
Vaters und Bruders zu büßen. Sie geriet in die HändeKarlsvon
Anjou. Dieser wählte für seine Gefangene einen besonderen
Ort aus, die Burg im Michaels-Heiligtum auf dem Monte Gargano. Dort wurde
sie bis zu ihrem Tode gefangengehalten.
oo Manfred II. Markgraf von Maletta
um 1230/35- nach
1282
Literatur:
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Decker-Hauf Hansmartin: Die Zeit der Staufer.
Geschichte - Kunst - Kultur. Katalog der Ausstellung Stuttgart 1977 Band
III Seite 372 - Kiesewetter, Andreas: Die Anfänge der Regierung
König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel,
die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts,
Matthiesen Verlag 1999 Seite 42 A - Mühlbacher, Josef: Lebensweg
und Schicksale der staufischen Frauen, Bechtle Verlag Esslingen 1977 Seite
159 -