JOHANN
V. (SPONHEIM-STARKENBURG)
Graf Johann V. von Sponheim (* um 1359; † 24. Oktober 1437), der letzte seines Stammes, regierte seit 1414 aus väterlichem Erbe die HINTERE GRAFSCHAFT SPONHEIM und seit 1417 für 20 Jahre (1417–1437) die WIEDERVEREINIGTE GRAFSCHAFT SPONHEIM.
Leben:
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Johann V. heiratete 1415
in vorgerücktem Alter Walpurg
von Leiningen-Rixingen.
Johann wird als sonderbar
bezeichnet. Er widmete sich der schwarzen
Kunst und investierte hohe Summen in zwielichtige Projekte. Seine
Regierungszeit wurde durch die Last der Verantwortung zum Erhalt der
Dynastie überschattet. Als die Ehe kinderlos blieb, trat die
Regelung der Erbfolge in den Vordergrund. 1416 hatte Gräfin Elisabeth
von Sponheim-Kreuznach, die letzte Gräfin der vorderen
Grafschaft, 1/5 an bestimmten Ämtern der vorderen Grafschaft ihrem
Schwager Kurfürst Ludwig
III. von der Pfalz
vermacht, das so genannte kurpfälzische Erbfünftel.
Die
übrigen 4/5 und die von dieser Überschreibung nicht
betroffenen Teile der Grafschaft erbte Johann V. als Agnat. Somit
war die Grafschaft Sponheim nach
ca. 200 Jahren wieder vereint. Die Übernahme des Erbes und der
Umgang mit den potenziellen Erben führten zu wiederholten
Auseinandersetzungen und Wirren.
1421 nahm Johann V. am Hussiten-Krieg teil. Er beauftragte für die Zeit seiner Abwesenheit den Ritter Reinhard von Remchingen mit der Verwaltung der Grafschaft und gegebenenfalls der Vollstreckung seines Testaments.
Johanns Erben
waren die Nachkommen der beiden Schwestern seines
Vaters Johann IV. von
Sponheim-Starkenburg, Mechtild
und Loretta, die
Markgraf Rudolf
VI. von Baden bzw. Graf
Heinrich
III. von Veldenz geheiratet hatten. Johann verkaufte und
verpfändete Teile der Grafschaft und begünstigte den
Markgrafen von Baden, wobei er die Ansprüche von Veldenz anfangs
völlig überging. Die gespannte Situation wurde erst durch die
Vermittlung von Pfalzgraf Stefan
im sogenannten Beinheimer
Entscheid 1425 vertraglich beigelegt. Darin wurde bestimmt, dass die
Grafschaft in ungeteilter Gemeinschaft je zur Hälfte an Baden und
Veldenz gelangen sollte. Das Wappen der vorderen Grafschaft durfte von
Veldenz übernommen werden, das Wappen der hinteren Grafschaft von
Baden. 1437 starb Johann
und wurde in Trarbach bestattet.
Erben:
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Das kurpfälzische Erbfünftel der vorderen Grafschaft
verblieb bei Kurpfalz.
Die restliche Grafschaft Sponheim fiel an die Markgrafen
von Baden und die Grafen von Veldenz.