Sohn des Grafen
Heinrich I. der Schwarze von Schwerin-Boizenburg und der Margarete
von Polen-Pomern-Schlawe, Erbtochter von Herzog
Boleslaw
Günzel III. machte 1225 die
Schlacht bei Mölln und 1227 die bei Bornhöved mit und folgte
1228 dem Vater als Graf von Schwerin-Boizenburg. Er ließ 1229
Herzog Otto I. von Braunschweig-Lüneburg frei, sicherte sich alle
welfisch-sächsischen Lehen, ließ 1230 die dänischen Prinzen
frei und wurde dafür von Dänemark voll anerkannt. Er gab 1231
auch Graf Albrecht von Orlamünde frei, der in Holstein völlig
verzichten mußte. Er stand besonders gegen Sachsen-Lauenburg und
Wittenberg wegen deren Hoheitsansprüchen, befehdete auch Mecklenburg
und gewann aus dem Zerfall der Teilherrschaft Parchim 1256 Parchim, Brenz
und Neustadt/Glewe. Er behauptete letzteres als brandenburgisches Lehen,
gab das andere später zurück und griff noch mehrmals in die verheerenden
mecklenburgischen Bürgerkriege ein. Er geriet auch gegen die aufstrebenden
Hansestädte, half den WELFEN später im Thüringenerbkrieg,
machte 1263 die Schlacht bei Besenstedt gegen die WETTINER mit, drängte
seinen Bruder Helmhold
II. zurück und regierte ab 1267 allein. Er war ein typischer
Fehdehahn seiner Zeit.
Eduard Winkelmann: Band II Seite 64,221
*****************
"Kaiser Friedrich II."
Otto von Lüneburg, der sich als Erbe seines Oheims, des Pfalzgrafen
Heinrich, Herzog von Braunschweig nannte, aber durch die Schlacht bei Bornhövde
am 22. Juli 1227 Gefangener des Grafen
Heinrich von Schwerin geworden war, wurde nach dem am 17. Februar
1228 erfolgtewn Tode desselben auf wiederholte nachdrückliche Fürsprache
des Papstes von dessen Sohn Gunzelin
um Neujahr 1229 endlich aus seiner Haft entlassen
Auf irgendwelche Hilfe von seiten seiner dänischen Verwandten
würde der WELFE nicht haben zählen können, da König
Waldemar II. nach den großen Opfern, die er schon für
seine und seines ältesten Sohnes Freilassung hatte bringen müssen,
sich am Anfang des Jahres 1230 zu neuen Zahlungen an den Grafen
Gunzelin von Schwerin verstand, um nun auch seine Söhne
Erich, Abel und Christoph und die übrigen Geiseln auszulösen,
während sein Land schon durch die früheren Kriege und solche
Zahlungen aufs äußerste erschöpft war.
oo Margarete von Mecklenburg, Tochter des Fürsten Heinrich
Burwin II.
- vor 1284
Kinder:
Mechthild
-
1. oo Abel II. Herzog von Schleswig
- 1279
2. oo Johann Gans von Putlitz-Wittenberge
-
Tochter
-
oo Bernhard II. Graf von Dannenberg und Dömitz
- um 1265
Heinrich II.
- vor 1267
Günzel IV.
- wohl 1284
Helmhold III. Graf zu Boizenburg-Neustadt
- um 1299
Nikolaus I. Graf zu Wittenburg und Schwerin
-
1323
Johann III. Erzbischof von Riga (1295-1300)
- 1300
Johann III. wurde Domherr zu Schwerin
und Kammin, Thesaurarius von Schwerin und ab 1295 Erzbischof von Riga.
Er stand gegen die Nachbarn.
Literatur:
----------
Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 2. Band, Wissenschaftliche
Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 64,221 -