Mechthild von Schwarzburg-Käfernburg     Gräfin von Holstein-Wagrien
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um 1130-  1193
 

Tochter des Grafen Sizzo III. von Schwarzburg-Käfernburg und der Gisela von Berg, Tochter von Graf Adolf III.
 

Thiele, Andreas: Tafel 432
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II"

MECHTHILD
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        + 1193

  oo ADOLF II., Graf von Schauenburg-Holstein
                + 1164



Thiele, Andreas: Tafel 347
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II"

ADOLF II.
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       + 1164

  oo MECHTHILD VON SCHHWARZBURG
                  + 1193

Tochter des Grafen Sizzo III. zu Käfernburg
 

Mechthild wurde 1164 Regentin, stritt jahrelang mit den Grafen von Badwide-Ratzeburg um die Nachfolge in Holstein-Wagrien und um Rechte bei den Slawen und hielt sich.



Jordan Karl: Seite 95
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"Heinrich der Löwe"

In der Grafschaft Holstein führte nach dem Tode Adolfs II. dessen Witwe Mathilde von Schwarzburg für ihren damals noch unmündigen Sohn Adolf III. die Verwaltung. Wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen, mit denen er in Sachsen rechnen mußte, setzte der Herzog bald darauf den Bruder der Mathilde, Graf Heinrich von Schwarzburg als Vormund und Führer des Aufgebots ein. Dieser kampferprobte Fürst schien die Gewähr dafür zu bieten, dass die Ruhe im Lande nördlich der Elbe gewahrt blieb.

Kruppa Nathalie: Seite 31,33,163,168
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"Die Grafen von Dassel (1097-1337/38)."

Damit waren die namentlich nicht bekannte Gräfin von Schaumburg [12 H. bei der Wieden, Schaumburg, Genealogie, Seite 13 gibt ihren Namen mit Mechthild an, was jedoch problematisch ist. Seine Quelle hierfür ist C. Sprangenberg, ein Geschichtsschreiber des 16. Jahrhunderts. Dieser könnte hier einen Irrtum begangen haben, denn die Ehefrau des Grafen Adolf II. von Schaummburg, also des Bruders der hier interessierenden Gräfin, war mit höchster Wahrscheinlichkeit Mechthild von Schwarzburg, deren Namen er dann für die Schwester des SCHAUMBURGERS verwendet hat, siehe H. bei der Wieden, Schaumburg, genealogie, Seite 12,, vgl. Arnold, Slawenchronik II, 16 und H.-O. Gaethke, Knud VI. und Waldemar II., 1, Seite 48ff.] und Reinold von Dassel die eigentlichen Begründer des dasselischen Grafenhauses.
Die Grafen Ludolf II. und Adolf I. verkauften acht Hufen mit der dazugehörigen Wald- und Fruchtnutzung in Salbke, Graf Adolf III. von Schaumburg veräußerte mit Zustimmung seiner Mutter Mechthild von Schwarzburg sein Erbe in dem Dorf (Reg. 84). Es ist nicht sicher, woher die SCHAUMBURGER diese Güter hatten, jedoch spricht einiges dafür, daß der Besitz in Salbke auf die Schwarzburger Grafen zurückgeht und über die schaumburgische Heirat an die Grafen von Dassel gelangte.
Die Geschichte Adolfs I. ist, zumindest in ihrer Frühzeit, eng mit der seines nahezu gleichaltrigen Onkels und engen Freundes, Graf Adolf III. von Schaumburg, verbunden [111 Adolf III. von Schaumburg und Adolf I. von Dassel werden erstmals im Zusammenhang mit einem Kriegszug Heinrichs des Löwen 1179/80 erwähnt, sie Arnold, Slawenchronik II, 13, und II, 16 (zu dieser Stelle vgl. auch weiter unten). Davor waren beide noch unmündig, bei Adolf von Dassel läßt sich dies aufgrund des Todes seines Vaters 1167 in Rom vermuten, bei Adolf von Schaumburg geht dies aus einem Bericht Arnolds, Slawenchronik II, 6, nach dem Adolfs Mutter Mechthild von Schwarzburg (und ihr Bruder Heinrich) seine Vormünder waren, hervor.].
Die Erfolge Heinrichs im Norden, die Besetzung Hamburgs, Plöns und Itzehoes, der Gebiete, die eigentlich zur Herrschaft Adolfs III. von Schaumburg gehörten, und die Vertreibung der schaumburgischen Anhänger durch die Nordelbinger, führten dazu, daß sich Adolf I. von Dassel zusammen mit Mechthild von Schwarzburg, der Mutter, und Adelheid von Querfurt, der Frau Adolfs III. von Schaumburg, nach Lübeck zurückziehen mußte.
 
 
 
 

 vor 1158
  oo Adolf II. Graf von Holstein-Wagrien
               -6.7.1164 gefallen
 
 
 
 

Kinder:

  Adolf III.
  um 1160-3.1.1225
 
 
 
 

Literatur:
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Eberl Immo: Die frühe Geschichte des Hauses Schwarzburg und die Ausbildung seiner Territorialherrschaft. in: THÜRINGEN IM MITTELALTER. DIE SCHWARZBURGER. Beiträge zur schwarzburgischen Kunst- und Kulturgeschichte Band 3. Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag München, Seite 95,116, 222 - Kruppa Nathalie: Die Grafen von Dassel (1097-1337/38). Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld 2002 Seite 31,33,163,168 - Slavenchronik des Arnold von Lübeck Buch 5 Kapitel 1 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 347,432 -