LOCCUM
 

EUROPÄISCHE STAMMTAFELN NEUE FOLGE BAND III Tafel 8 A
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 2063
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Loccum
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Zisterzinserkloster (Niedersachsen, Kreis Nienburg), Diözese Minden, 1163 von Graf Wulbrand von Hallermund gegründet, mit Mönchen aus Volkenrode (Thüringen) besetzt. Loccum gilt heute als die besterhaltene mittelalterlixche Klosteranlage Norddeutschlands. Die dreischiffige Basilika nach dem Vorbild des burgundischen Zisterzienserkloster Fontenay wurde im romanischen Stil begonnen und in gotischer Zeit beendet (Weihe um 1227). Im 12. Jh. war Loccum unter Abt Berthold an der Missionierung Livlands beteiligt. 1190 entsandte es einen Tochterkonvent in das von Graf Adolf von Holstein gegründete Zisterzienserkloster Reinfeld bei Lübeck, die erste Ordensniederlassung der Zisterzienser nördlich der Elbe. Durch zahlreiche Schenkungen und planmäßige Erwerbungen konnte sich das Kloster einen beträchtlichen Güterbesitz aufbauen, blieb aber von den Krisen des 14. Jh. nicht unberührt und mußte einen Großteil seiner Grangien aufgeben.

Quellen:
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Calenberger UB, hg. W. v. Hodenberg, 3. Abt.: Archiv des Stifts L. 1168-1763. 1855.

Literatur:
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DIP V, 712f. - N. Heutger, L., eine Gesch. des Kl., 1971 - Geschichten aus dem Kl. L. Stud.-Bilder-Dokumente, 1980 - Germania Benedictina XII [G. Steinwascher; in Vorb.]


Hildebrand Ruth: Seite 98
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"Herzog Lothar von Sachsen"

Die Grafen von Hallermund erscheinen im 13. Jahrhundert im Raum zwischen Weser und Leine mit den Schwerpunkten Springe, Eldgasen und Pattensen als Inhaber einer Grafschaft. Ihre Münzen zeigen außer dem eigenen Wappen den gekrönten stehenden Löwen, sicheres Zeichen dafür, dass sie sich damals noch unter welfischer Hoheit stehend fühlen.