Doch deren Herzogsherrschaft in Schwaben beruhte wesentlich
auf konradinischer Grundlage und bewegte
sich in konradinischen Bahnen, und
als in der zweiten Generation mit den kinderlioosen Herzog
Otto im Jahre 982 endete, wurde das Herzogtum gegen bayerisch-liudolfingische
Ansprüche wiederum an einen KONRADINER
gegeben: an Hermanns Neffen Konrad (Herzog 982/83-997).
Um eine herausragende adelige Stellung in Schwaben behaupten zu können,
wurde deshalb in der Folgezeit die Verwandtschaft mit Herzog
Konrad bedeutsamer als liudolfingische
Abkunft. Denn in den Händen Konrads und
seines Sohnes Herzog Hermanns II. (996/97-1003)
scheint ganz beträchtlicher Besitz zusammengekommen zu sein. Einerseits
dürfte dank der Ehe Herzog Hermanns I. mit Reginlinde, der Witwe des
HUNFRIDINGERS Burchard II., über deren Schwiegersohn Liudolf
und
dessen Sohn Otto die Verfügungsgewalt
über erhebliche Teile des Familiengutes der alten "hunfridingischen"
Herzogssippe - von dem "der dem karolingischen
Fiskus entstammenden Besitz wohl nicht klar geschieden wurde" - an Herzog
Konrad und Herzog Hermann II.
gelangt
sein; daß Konrad seine Herzogsherrschaft
in Schwaben durchzusetzen vermochte, bedeutet doch wohl, daß er sich
der Machtbasis Herzogs Ottos zumindest
teilweise versichern konnte. Konrad
und
Hermann II. verfügten andererseits
über alaholfingischen und burgundisch-schwäbischen, das heißt
wiederum hunfridingischen Besitz - Konradvon
seiner alaholfingischen Gattin Judith,
Hermann
von seiner burgundischen Gattin
Gerberga, die den Namen ihrer Großmutter,
einer Schwester
Kaiser OTTOS DES GROSSEN,
trug, aber ebenfalls eine Großnichte Herzog Burchards II. war. Weil
Hermann
II. 1002 das Königtum
HEINRICHS II.
zu verhindern suchte und dabei scheiterte, konnte HEINRICH
die konradinische Stellung im Oberrheinraum
- im Elsaß und Breisgau - schwächen, wo er Gegenkräfte
förderte, doch er tat dies keineswegs im übrigen Schwaben. Nach
Hermanns
II. und seines über das Knabenalter kaum hinausgelangten
Sohnes (Hermann III., 1003-1012) Tod erbten die Töchter, von
denen er "hinreichend viele" hatte: Mathilde,
Gisela
und Beatrix.