Als Nachfolger für Schwaben, von welchem Bayern nunmehr
wieder getrennt ward, ernannte Kaiser OTTO II.
Konrad
(982-997), den Sohn des
Grafen
Udo in der Wetterau und einer Gräfin von Vermandois, einen Brudersohn
von Herzog Hermann I. von Schwaben, dessen Enkel Herzog
Otto I. gewesen war. Konrad
blieb auch in seinem Stammlande Franken sehr einflußreich und besaß
wohl von der väterlichen Erbschaft her die eine oder andere Grafschaft
in dieser Provinz. Von der Tätigkeit dieses Herzogs, welcher wie sein
Nachfolger neben dem Titel dux Alamanniae auch noch den Namen eines
dux Alsaciorum führte, teilen uns die dürftigen Geschichtsschreiber
dieser Zeit nur sehr wenig mit. Alsbald nach OTTOS
II. Tode (7. Dezember 983) erhielt er Gelegenheit, seine Treue
gegen dessen Sohn und Nachfolger, den jungen OTTO
III., zu erproben. An ihm und dem einflußreichen Erzbischof
Willigis von Mainz scheiterten die Verführungsversuche des nach der
Krone lüsternen
Heinrich von Bayern
auf dem Tage zu Bisenstätt (heutzutage Bürstadt zwischen Worms
und Heppenheim) im Jahr 984, und so sah sich Heinrich
hierdurch besonders genötigt, seine Absichten auf das Königtum
aufzugeben. Bei OTTO versah
Konrad
zu Quedlinburg am Osterfeste des Jahres 985 das Amt des Kämmerers,
und der König erschien selbst zur Zeit seiner Regierung einige Male
in Schwaben, so insbesondere den 14. November 994 auf dem Hohentwiel. Im
Jahr 996 war er unter anderen auch von Schwaben und Franken begleitet,
als er in Italien seinen Neffen Bruno, den Sohn Ottos, des Grafen im Kraichgau
und Herzogs von Kärnten, als ersten deutschen Papst einsetzte. Im
folgenden Jahre, den 20. August, starb Herzog
Konrad eines jähen Todes.