In die Zeit nach Theophanus Tod
und vor OTTOS III. Volljährigkeit
fallen erstmalige Interventionen für ihre eigene Klostergründung
Selz im Elsaß [Stets Adelheid,
ggf. genannte Mitinterveninten): DD O III. 77 (Äbtissin
Mathilde von Quedlinburg), 78,79,86 (Erzbischof Willigis von
Mainz und die Bischöfe Hildibald von Worms und Notger von Lüttich),
87a ud b sowie 88 (Mitintervenienten wie in 86), 130 (Erzbischof
Willigis von Mainz, Bischof Hildibald von Worms, die Herzöge
Heinrich der Zänker, Konrad von
Schwaben und Otto von Kärnten), 137 und 160; ferner die
Fälschung D O III. 159.] und für Sophia,
ihre Enkelin.
Die anderen drei Fälle aus den Jahren 992-994 zeigen
den
Zänker zusammen mit einer größeren Zahl von
Mitintervenienten für nichtbayerische Empfänger, davon zwei mit
Herzog
Konrad von Schwaben, der gerne als sein großer Rivale
gezeichnet wird; in diesen Jahr sind aber generell viele Mitintervenentionen
der anderen Herzöge zu verzeichnen [Herzog
Konrad von Schwaben ist 992-996 ebenfalls dreimal als Mitintervenient
belegt, vgl. DD O III. 83,130 und 231.].
Die Initiative für Adelheids
Erscheinen ging von einer Gruppe geistlicher und weltlicher Großer
aus - heißt es doch in den Quedlinburger Annalen ausdrücklich,
daß die Anhänger
OTTOS III.
Boten nach Pavia zu Adelheid schickten,
um ihr Erscheinen und um ihren Rat - consilium - baten, wenn sie
für die Königsherrschaft und ihren Enkel Sorge trage - si
quid de regno ac nepote curaret. Dieselbe Quelle bemerkt auch, daß
Adelheid
nicht etwa allein, sondern zusammen mit ihrer Tochter Mathilde,
der Äbtissin von Quedlinburg, mit ihrem Bruder, König
Konrad von Burgund, mit Herzog Konrad
von Schwaben sowie mit - leider
ungenannten - Großen aus Italien, Gallia, Schwaben, Franken
und Lothringen im Norden erschien.
Mitinterventionen können sich aus persönlichen
Beziehungen zur Herrscherin erklären, sie könen aber auch den
Anspruch der Großen auf Mitwirkung an der Herrschaft gemäß
ihrem Rang und ihrer Stellung widerspiegeln. Dieser Anspruch auf Teilhabe
konnte offenbar auch Rivalen in ihrem Handeln zusammenführen, wie
etwa die Herzöge Heinrich den Zänker
und Konrad von Schwaben in einer gemeinsamen
Intervention zugunsten des Klosters Einsiedeln.