LEININGEN, GRAFEN VON
Lexikon des Mittelalters:
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Leiningen, Grafen von
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Adels-Familie (Leiningen, heute Altleiningen, Rheinland-Pfalz, Krs.
Frankenthal).
1128 wird Emich als erstes
gesichertes Mitglied des 1. Hauses
LEININGEN genannt, das mit den Raugrafen, den Wildgrafen und
den Grafen von Veldenz stammverwandt war. Es wurde ca. 1212 von Friedrich von Saarbrücken, dem
Sohn der Lukarde von Leiningen, beerbt. Er wurde der Stammvater des 2. Geschlechtes von LEININGEN, das
heute noch besteht. Im Spätmittelalter teilte sich das Haus in die
drei
Linien Leiningen-Dagsburg, Leiningen-Hardenburg
und Leiningen-Rixingen.
Ausgangspunkt der
Territorialherrschaft war die Amtsgrafschaft in drei alten
Landgerichten des
Wormsgaues. Hinzu traten Lehen vom Reich, der Pfalzgrafschaft bei
Rhein, den
Kloster Hornbach, Murbach und Weißenburg, die Vogtei über
Kloster
Limburg, Allodien und nicht eingelöste Reichspfandschaften. Es
gelang nicht, ein größeres zusammenhängendes
Herrschaftsgebiet zu schaffen; der Besitz verteilte sich im Wormsgau -
mit Stammburg Leiningen und
Hausstift Höningen (gegründet ca. 1120) - und im
Speyergau. Hinzu kamen als Mitgift 1225 Dagsburg (Dabo, Frankreich,
dép. Bas-Rhin), 1242 Ormes (dép. Meurtheet-Moselle) und
Rixingen (Réchicourt, dép. Moselle). Mitglieder des
Geschlechtes waren Bischöfe von Speyer.
H.-W. Herrmann