Annalen von Pöhlde
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Das Jahr 1166.

 
15. Im Jahre des Herrn 1166 hielt der Kaiser nach seiner Rückkehr aus Italien in Goslar eine Zusammenkunft ab am Tage der Reinigung der heiligen Maria. Darnach zu Pfingsten hielt er einen Hoftag ab und darauf im Herbste zieht er wiederum nach Italien. Zwietracht entstand zwischen
dem Herzoge Heinrich und dem Markgrafen Adelbert. Der Magdaburger Erzbischof Wichmann belagerte unter Mitwirkung des Markgrafen des Herzogs Schloß Haldesleve am Tage vor Sankt Thomas [20. December], und das umherliegende Land wird nicht wenig von dem Heere gedrückt.
 

Das Jahr 1181.

 
30. Im Jahre des Herrn 1181 belagert Erzbischof Wichmann wiederum die Stadt Haldesleve, und indem er wegen der Schwierigkeit der Eroberung die Kunst zu Hülfe nahm, baut er nach Einiger Rath einen Damm, sammelt das  vorbeifließende Wasser und nimmt den Ort durch die Ueberschwemmung ein, ohne daß es zum Schlagen kam. Im Monat Juni betrat der Kaiser wieder feindlich Sachsen, um den Herzog zu  bekämpfen, und durchzog mit einem Theile des Heeres den nördlichen Theil von Sachsen, welcher "über der Haide" heißt, während der Kölner Bischof mit einigen anderen Bischöfen bei Bruneswich zurückblieb, um diejenigen im Zaume zu halten, welche dem Herzoge anhingen. Inzwischen belagert der Erwählte von Halberstadt mit den Seinen Blankenburg. Da Herzog Heinrich also nicht länger zu widerstehen vermochte, erbat und erhielt er vom Kaiser Frieden, indem er sich und sein Alles der Gewalt desselben übergab. Ihm wird zum Feste des heiligen Andreas [30. November] ein Hoftag angesagt zu Erpesford, wo er der herzoglichen Würde beraubt und angewiesen wird, in die Verbannung zu gehen, und das Herzogthum wird dem Grafen Bernard bestätigt.