Sohn des Grafen NN.
HANDBUCH DER SCHWEIZER GESCHICHTE Band IV
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Hans Kläui: Seite 181
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1. Eberhard I.
889 Jan. 27. Graf im Zürichgau bei der Schenkung Perchtelos: "sub
dominatione Eberhardi comitis et advocati
sui Adelberti". Wenn Reginlind
(Nr. 2) seine Tochter ist, dann war seine Gattin jene Gisela,
die als Schwiegermutter des nachmaligen Herzogs Burkhard I. von Schwaben
nach der Tötung Markgraf Burkhards und Graf Adalberts 911 eine Wallfahrt
nach Rom unternahm, während dieser ihrer Güter beraubt und nach
ihrer Rückkehr auf der Pfalz Bodman mit Hilfe falscher Zeugen angeschuldigt
wurde. Als Geschwister oder nahe Verwandte Eberhards
haben zu gelten:
a) Adalgoz, Graf im Zürichgau 893 Mai 7., 896 Mai 13.,
897 Mai 6.; ferner im Diplom Kaiser ARNULFS
für St. Mangen, Regensburg 898 Okt. 13.: "in pago vero Thurico, comitatu
Adalgozzi"; noch 899.
b) Reginlind, die im Jahre 899 eine Juchart Acker zu Egg (Kt.
Zürich) an die Abtei St. Galllen schenkte .
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Eberhard
Graf
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- nach 898
Sohn des Grafen N.N.
Jedenfalls scheint Eberhard III.
ein Ur-Ur-Enkel eines der Eticho-Söhne Baticho, Hugo oder Haicho zu
sein (Vollmer Seite 177).
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Eberhards I. Geschwister waren
Adalgoz Graf im Zürichgau und Reginlind.
Heinrich Büttner:
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"Geschichte des Elsaß"
Die Abtei Münster im Gregoriental war bereits 898 wieder im Besitz des Grafen Eberhard .
Franz Vollmer: Seite 176-178
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"Die Etichonen"
Graf Eberhard III. übernimmt
die Eigenkirchenrechte der Abtei Lüders/Lure, die der ETICHONEN-blütige
KAROLINGER-Herrscher Lothar II. seiner
Konkubine Waldrada übergeben hatte, bei deren Rückzug ins Kloster
Remiremont nach Lothars Tode "consanguinitatis
occasione".
Der Blutzusammenhang der von Eberhard III.
ausgehenden gut bezeugten Nachkommenschaft mit den frühen ETICHONEN
dürfte an sich kaum geleugnet werden können, die Frage, wie Eberhard
im einzelnen abgeleitet werden muß, findet aber keine klare Antwort
durch eindeutige Quellen und hat so mehr oder weniger willkürliche
Annahmen gezeitigt.
Mit diesem Grafen Eberhard nun
setzt um 860 die 3. ETICHONEN-blütige Familiengruppe ein. Von nun
an ist der Boden der Überlieferung nicht mehr wesentlich unterbrochen,
und es bereitet keine größeren Schwierigkeiten, die Linie unter
Aussparung eventuell noch ungelöster Nebenprobleme vom 9. Jahrhundert
zu den Nachkommen der Hauptlinie im 12. und 13. Jahrhundert durchzuziehen.
Für Eberhard und beide folgenden Generationen liefert die Vita S.
Deicoli der hochburgundischen Abtei Lure/Lüders das Nachrichtengerüst,
das durch Urkundenangaben weitgehend in seiner Geschichtlichkeit gesichert
werden kann.
Graf Eberhard III., "comes...bellipontes
de Alsaciae partibus", hat enge Beziehungen zu Hoch-Burgund, wo er um 860/70
die Abtei Lure/Lüders nach Abtreten von Lothars
II. Konkubine Waldrada wegen Verwandtschaft mit dieser usurpiert.
Seine Gemahlin Adallinda, von der er einen Sohn Hugo hat, wird von
ihm verstoßen; er nimmt eine Ersteiner Nonne zu sich. Möglicherweise
ist Eberhard mit dem gleichnamigen
Ortengaugrafen von 888 identisch; er hätte dann also den elsässischen
Nordgau und die östlich des Rheins benachbarte Ortenau gleichzeitig
verwaltet, 898 ist er jedenfalls noch am Leben. Der "illustris comes
Eberhardus" ist zu diesem Zeitpunkt Eigenkirchenherr-Laienabt
des Klosters Münster im Gregoriental und tritt auch in Straßburg
als "illustrissimus comes" auf.
Michael Borgolte
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"Die Grafen Alemanniens"
Eberhard (I)
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belegt als Graf 886 IV 14 - 898 111 14,
Oberer Aargau 886 IV 14 - 894 VIII 26,
Ortenau 888 V 26
Belege mit comes-Titel:
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W II Nr. 650 (= Fontes rerum Bernensium I Nr. 66), D Arn. Nr. 24 (=
Regesta Alsatiae I Nr. 632), UB Zürich I Nr. 153, DD Arn Nrn. 88 (=
Regesta Alsatiae I Nr. 643), 130 (= W II Nr. 695), Regesta Alsatiae I Nr.
650, Vita S. Deicoli 677-679 capp. 12 f.
Literatur:
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Krüger, Zähringer I 589-592 - Schulze, Gaugrafschaften 4
- Büttner, Geschichte des Elsass 154 mit A. 251 - Feger, Geschichte
I 236,190 - Schmid, Familie, Sippe und Geschlecht 5 mit A. 9 - Vollmer,
Etichonen 178 - Krebs, Geschichte der Ortenau 138 - Keller, Einsiedein
15f. - Wilsdorf, Les Etichonides 31f. - Flatt, Oberaargau 21 - Peyer, Zürich
im Früh- und Hochmittelalter 173 - Borgolte, Die Geschichte der Grafengewalt
im Elsaß 37-41,45 - DERS., Geschichte der Grafschaften Alemanniens,
Kap. XI
In 2 Diplomen König ARNULFS
von 891 (Nr. 88) und 894 (Nr. 130) werden die Tradita "im oberen Aargau"
und in comitatu Eburhardi (Heberhardi)
lokalisiert. Damit ist die Grafschaft Eberhards
deutlich vor der im Augstgau abgesetzt, welche in anderen Urkunden
ARNULFS einfach dem pagus Aargau zugeordnet
wurde (CHADALOH II). Dem entspricht, dass in einer St. Galler Tauschurkunde
aus dem Jahr 886, in der es um Liegenschaften im heutigen Kanton Bern geht
(W II Nr. 650), Eberhard in der Grafenformel
erscheint (s. a. Art. ADALGOZ). Etwa gleichzeitig mit den Oberaargauer
Belegen ist ein Graf Ebarhart/Eberhardus
etc. im Elsaß und in der Ortenau bezeugt. Abermals aus einem Herrscherdiplom
vom 26.5.888 geht hervor, dass der Priester Isanpreht auf Bitten des Grafen
Ebarhart in pago Mortunouua vocato in comitatu Ebarhardi
in locis Ouuanheim et Baldanheim nominatis hobas VIII erhalten habe (D
Arn Nr. 24). Isanpreht soll nach dem Willen des Königs das Recht haben,
den Besitz einem seiner Verwandten zu hinterlassen; nach beider Tod sind
die Hufen in der Ortenau aber für das Marienkloster in Straßburg
bestimmt. 10 Jahre darauf tradierte Herimuodt dem Kloster Münster
im Gregoriental, das unter der Leitung Graf Eberhards
und Abt Engilfrids stand, einen Teil seines Besitzes in den elsässischen
Ortschaften Egisheim und Türkheim und erhielt von der Abtei die Giiter
und weiteren Klosterbesitz in Altdorf gegen Zins zurück (Regesta Alsatiae
I Nr. 650). Die in der Urkunde dokumentierte Handlung fand am 14.3.898
in civitate Strazbuurug presente illustrissimo comite Eberhardo
statt; unter den testes idonei steht der Graf an 1. Stelle. Die Identität
des Münsterer Klostervorstehers mit dem Grafen in der Ortenau wird
dadurch sehr wahrscheinlich, dass Isanprehts Güter dereinst an ein
Kloster in Straßburg fallen sollten, wo Eberhard
als illustrissimus comes auftrat. Andererseits möchte ich für
sicher halten, dass auch der Graf im Oberaargau mit dem Amtswalter im Elsaß
und in der Ortenau personengleich gewesen ist. In dem obengenannten Diplom
ARNULFS von 891 ist es nämlich
monasterium Argentinensis civitatis, ubi principalis episcopii sui (sc.
Biscnoi Baldrams) sedes est, also die Kirche von Straßburg, die Besitz
im Aargau erhält.
Mit dieser Deutung der Belege werden bereits von anderer Seite vorgebrachte
Vermutungen über eine Identität des Aargauer und des Elsäßer
(Flatt) bzw. des Elsäßer und des Ortenauer Grafen (Vollmer)
verdichtet. Den elsässischen Eberhard konnte die Forschung überzeugend
in das Geschlecht der ETICHONEN einordnen (Vollmer, Büttner; vgl.
aber WILSDORF). Nähere Aufschlüsse über ihn und seine Familie
gibt die Vita S. Deicoli aus der burgundischen Abtei Lure/Lüders.
Demnach hat comes Heberardus, der regnum
Burgundionuem frequepitare erat solitus, von Waldrada, der Friedelfrau
oder Konkubine, seiner Verwandten, Kloster Lüders erhalten und seinen
Nachkommen vererbt. Wenn man der Chronologie der Vita folgen darf, übergab
Waldrada Eberhard die Abtei, nachdem
Lothar II. verstorben (869 VIII 8) und sie selbst in das Damenstift
Remiremont eingetreten war (Vita 679 Z. 25-31).
Die Grafenstellung Eberhards geht
im Oberen Aargau bereits in die Zeit KARLS III.
zurück. Als nach dem Tod des abgesetzten Kaisers König
Rudolf I. von Burgund nach Toul vorstieß, mußte
ARNULFS Herrschaft im Elsaß gefährdet
erscheinen. Der ostfränkische König scheint deshalb Eberhard,
der sich in den burgundisch-elsässischen Verhältnissen bestens
auskannte und schon länger als Aargauer Graf Nachbar des transjuranischen
comes bzw. marchio Rudolf gewesen war, vor oder im Mai 888 mit der Grafengewalt
im Unter-Elsaß (Straßburg) und in der Ortenau ausgestattet
zu haben. Dabei hat ARNULF wohl auch
das Elsaß administrativ in Nordgau und Sundgau aufgeteilt. Ob der
Nordgau, die Ortenau und der Obere Aargau, die durch verschiedene Zeugnisse
der Grafengewalt Eberhards zugeordnet
werden, jeweils eigene Grafschaften gebildet haben oder zusammen den Comitat
Eberhards ausmachten, läßt
sich bei den spärlichen Zeugnissen für die 3 Landschaften nicht
entscheiden (Borgolte).
Vom 27. Juni 889 datiert eine Züricher "Privaturkunde", die hier
abschließend erörtert werden muß. Die von Ludwig
dem Deutschen gegründete Frauenabtei
SS. Felix und Regula, der zunächst die Königstöchter Hildegart
und Berta und dann Richgard, die Tochter
des elsässischen Grafen Erchangar und Gemahlin
KARLS III., vorgestanden hatten, wurde nach dieser Quelle zum
gegebenen Zeitpunkt von Eberhart comes cum
advocatu suo Adalberto geleitet (UB Zürich I Nr. 153). Eberhart
hatte offenbar die Nachfolge Richgards
nach deren Entlassung durch KARLS III.
bzw. nach dem Sturz des Kaisers angetreten; eine solche Stellung kann er
wohl nur durch König ARNULF erhalten
haben, so dass der Schluß auf eine Identität Eberharts
mit Eberhart, naheliegt. Die Vermutung
wird noch verstärkt durch die Beobachtung, dass die ETICHONEN im Elsaß
seit langem mit den Verwandten Richgards,
den "ERCHANGAREN", konkurriert hatten, diese aber nach Richgards
Rückzug nach Andlau politisch entmachtet gewesen zu sein
scheinen (s. Borgolte, Die Geschichte der Grafengewalt im Elsaß 25-46).
Nach der Züricher Urkunde kann Eberhard freilich
noch nicht als Graf im Zürichgau bestimmt werden (so Krüger).
In der Forschung hat man ihn überdies als Stammvater der NELLENBURGER
(zuletzt Feger, vgl. aber Krüger; Hils, Nellenburg 47) und Verwandten
Reginlinds,
der Gemahlin der schwäbischen Herzöge Burchard II. und Hermann
I., betrachtet (vgl. Keller 21f.; Zotz, Breisgau 86f.). Der Versuch, Eberhard
als Vater der Reginlind
zu erweisen (Neugart, Episcopatus Constantiensis I 184-186; Stälin,
Geschichte I 553; danach Ringholz, Einsiedeln 33, Peyer,), oder die Vermutung,
er sei deren Bruder gewesen (von Wyss, Abtei Zürich 16 A. 82; vgl.
aber Siegwart, Chorherren 184 A. 5), haben sich allerdings nicht durchsetzen
können. In die Zeit Eberhards
fällt auch ein Diplom ARNULFS von Kärnten,
nach dem ein Graf EBERHARD (II) in
der Hattenhunta bzw. im Sülichgau amtiert hat. Eine Identität
mit Eberhard ist möglich, kann
aber nicht hinreichend begründet werden (anders Krüger 589f.,
vgl. Kimpen, Königsgenealogie 49f.).
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oo Gisela
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Gisela unternahm 911 eine Wallfahrt nach Rom.
Kinder:
Reginlind
885/90- 958 nach 29.4.
1. oo Burchard I. Herzog von Schwaben
-28.4.926 gefallen
2. oo Hermann I. Herzog von Schwaben
-10.12.948
Eberhard II.
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