Sohn des Johannes de Miccinna
Görisch Knut: Seite 253,256,262
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"Otto III."
Damit aber fällt neues Licht auf jenen Kreis der
Römer, aus dem OTTO III. seinen
Palastmagister auswählte: Diese besondere Vertrauensstellung trug
er nämlich keinem Sproß der mächtigen, mit den CRESCENTIERN
verwandten Tusculaner-Grafen an, sondern einem Familienmitglied der DE
MICCINNA, die einem kirchlich und CRESCENTIER-feindlich gesinnten Kreis
im römischen Adel zuzurechnen sind. Der 999 als päpstlicher Vestarar
belegte Gregorius Miccinnus nahm 981
an einer im Auftrag Benedikts VII. durchgeführten Gerichtsverhandlung
und wahrscheinlich auch im Juli 996 an einer weiteren Gerichtsverhandlung
Gregors V. in Grassano bei Sutri teil. Mit Gregor
de Miccinna findet sich ein Gegner der CRESCENTIER bereits im
Umfeld Gregors V., der seinerseits vom römischen Stadtherrn bedrängt
wurde. Ein Jahr nach der Hinrichtung Crescentius II. ist Gregor
de Miccinna als päpstlicher
Vestarar nachweisbar und hatte damit jenes Amt inne, das die Machtgrundlage
für Theophylakt und den Aufstieg seiner Familie gebildet hatte. Dass
Gregor
eine
so einflußreiche Position bei Gerbert-Silvester II. einnehmen konnte,
ließe sich noch besser verstehen, wenn die 983/84 als Vertraute
Theophanus und Gerberts belegte domna
Imiza der Familie der DE IMIZA/DE MICCINNA zugeordnet werden könnte.
Vom Vestarar Gregor de Miccinna
und seinem Sohn, dem Palastmagister Alberich fehlt im Jahre 1002
jede Spur.
Der Aufstieg Gregors de Miccinna
zum Vestarar Silvesters II. und seines Sohnes Alberich zum Palastmagister
OTTOS III. warf für die führenden
Familien zudem den drohenden Schatten einer vom Kaiser planmäßig
betriebenen, kontinuierlichen Machtverschiebung zum Nachteil der bisherigen
Führungsschicht voraus.
oo N.N.
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Kinder:
Alberich
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