Sohn des Grafen Engelbert I. von Görz und der Hadwig,
Tochter von Pfalzgraf Aribo II. [Faußner]
Nach Gewin Sohn des Grafen
Meginhard im Pustertal
HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER
GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
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Dr. J.P.J. Gewin: Seite 93
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44. Engelbert
C. 1107-1122, Pfalzgraf, Vogt von Millstatt.
1122. Papst Calixt II. nahm das vom Pfalzgrafen
Engilbert zu jährlichem Zins von einer Goldmünze der
römischen Kirche übergebene Kloster Millstatt, "a suis (Engelbertus)
parentibus edificatum", in des apostolischen Stuhles und seinen Schutz:
Mon. Car. III. Seite 229, nr. 570.
Note:
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Das Kloster Millstatt wurde von den beiden Brüdern Aribo und Potho
gestiftet. In welcher verwandtschaftlichen Beziehung stand Engelbert
zu den Stiftern? Wir haben diese Frage oben schon beantwortet:
Engelbert, Sohn des Grafen
Meginhard D. 39.,
war ein Neffe der beiden Gemahlinnen des Pfalzgrafen Aribo: Willipurg
und Liutgard.
Was bedeutet das Wort "Parentes" in der obengenannten päpstlichen
Urkunde? Man kann es nicht mit "Eltern" übersetzen, da dies in Widerspruch
mit der Gründung durch die beiden Brüder Aribo und Pozho sein
würde. Übrigens erscheint bei den GÖRZERN
auch gar kein Träger mit Namen Aribo und Potho, was bei
einer Abstammung aus dem ARIBONEN-Geschlecht undenkbar wäre. Wir sind
geneigt, dem Wort die Bedeutung "Verwandte" zu geben, in der es im Mittelalter
mehrmals gebraucht wird.
Engelbert war Pfalzgraf und wahrscheinlich
auch Vogt von Millstatt. Nach der Ächtung und Absetzung des Pfalzgrafen
Aribo wurde seinem Geschlechtsvetter Chuono C. 32. das Pfalzgrafenamt verliehen.
Sein Nachfolger Rapoto von Vohburg, der sich mit Elisabeth, der Witwe von
Chuonos gleichnamigem Sohn C. 38., vermählt hatte, starb im Jahre
1099.
Wie gelangte Engelbert zu dem Pfalzgrafenamt?
Es liegt der Gedanke nahe, dass nach dem Aussterben der Linie des Pfalzgrafen
Aribo C. 23. in männlicher Linie - außer seinem jung gestorbenen
Sohn Hartwig wird von Deszendenten nirgends Erwähnung getan -
Engelbert ein hervorragender Prätendent war. Er gehörte
einem Geschlechte an, das schon in der Person des Hartwig D. 1. im 10.
Jh. das Pfalzgrafenamt ausgeübt hat. Außerdem war er ein Neffe
der beiden Gattinnen des Pfalzgrafen Aribo II. c. 23.
Dass Engelbert das Kloster Millstatt
bevogtet hat, ist urkundlich nicht nachgewiesen. Die 1. urkundliche Erwähnung
über das Vogtamt der GÖRZER datiert
vom Jahre 1137. Da Pfalzgraf Aribo angeblich 1102 starb, wird sehr wahrscheinlich
nach dessen Tode die Vogtei des Klosters auf seinen Neffen übergegangen
sein.
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Pfalzgraf Engelbert übertrug
das Kloster Millstatt, das im Erbwege auf ihn überging, dem Heiligen
Stuhl.
H.C. Faußner: Seite 46
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"Zur Frühzeit der Babenberger"
Zum neuen Pfalzgrafen berief der König wiederum einen ARIBONEN-Nachkommen,
den Grafen Eberhard von Görz.
Er war ein Enkel von Pfalzgraf Aribo II. über seine Mutter, Gräfin
Hadwich, aus ihrer Ehe mit Engelbertus comes Goricie. Engelberts
Herkunft erschließt sich aus der Frühgeschichte des Klosters
Millstatt in Kärnten. Nobilis vir nomine Aribo et uxoris Liutkarde
tauschten von Erzbischof Gebhart von Salzburg (1060-1088) den Drittel der
Zehnten von 4 Kirchen Aribos ein, der ersten zu St. Paul, der zweiten zu
St. Waldburg und der beiden letzten zu Millstatt. Spitzenzeuge: Engilprecht
wohl der Gemahl von Tochter Hadwich, die zum 17. Juli im Nekrolog
des Klosters eingetragen wurde. Aribo selbst ist hier zum 18.3. vermerkt:
Aerbo com. palatinus et fundator ecclesie, wie sein Bruder zum 1.3.: Poto
com. et fundator huius ecclesie.
Pfalzgraf Engelbert,
auf den das Kloster Millstatt im Erbwege überging, übertrug es
dem Heiligen Stuhl. Im Millstätter Nekrolog ist Engelbert
zum 14.12. eingetragen: Engelbertus palatinus
comes, im Seeoner zum 15.12.